Rückruf von Hundefutter

Es kommt regelmäßig zu Rückrufaktionen von Hundefutter. Eine besondere Gefahr für Tier und Mensch geht hierbei von Salmonellen aus.

11 Rückrufaktionen von gesundheitsgefährdender Hundenahrung in 22 Monaten

Der Hund ist bester Freund, Kindersatz und häufig Mittelpunkt im Leben vieler Menschen. Bei einer derart engen Verbindung empfinden Hundehalter den Rückruf von gesundheitsschädlichem Hundefutter ähnlich wie Eltern den von gesundheitsschädlicher Babynahrung. Das wissen auch die Anbieter von Hundefutter ‒ doch tun sie genug, um Rückrufaktionen vorzubeugen?

2020 und 2021 sind EU-weit 55 Fälle von kontaminiertem Hundefutter (Trockenfutter, Nassfutter, Snacks oder Nahrungsergänzungen) vom RASFF (Europäisches Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel) veröffentlicht worden. Insgesamt 29 Fälle (davon 15 allein in Deutschland) wurden als ernsthaft eingestuft. In 17 Fällen gelang es, die gesundheitsgefährdenden Produkte rechtzeitig vom Markt zu nehmen. Dennoch erreichte ernsthaft kontaminiertes Hundefutter in 11 Fällen die Verbraucher und musste zurückgerufen werden.

Hundehalter sind verunsichert und reagieren mit Vertrauensverlust

Von den 11 Rückrufaktionen von Hundefutter waren tausende Hundehalter betroffen. Auch wenn deren Hunde keinen gesundheitlichen Schaden nahmen, so entstanden doch Angst und Verunsicherung bei den betroffenen Hundehaltern und vielen anderen Hundefreunden. Der entstandene Vertrauensverlust betrifft direkt die Marken der zurückgerufenen Produkte und indirekt die gesamte Branche. 

In Deutschland stehen hinter den zurückgerufenen Produkten überwiegend bekannte Marken aus dem Tiernahrungsbereich sowie von großen Fach- und Einzelhandelsketten. Sollten nicht gerade diese Unternehmen willig und finanziell in der Lage sein, ihre Produkte zumindest auf die häufigsten Kontaminationen testen zu lassen, bevor diese in den Handel kommen? 

In den Jahren 2020 und 2021 gab es unter anderem Rückrufaktionen von Chappi, Pedigree, Josera, Nutraferm Petfood und DOG’S Nature.

Vertrauen in de Qualitätssicherung beim Zulieferer anstelle von Sicherheit durch Tests

Folgt man den RASFF-Veröffentlichungen, dann sind die Gründe für Rückrufe von Hundefutter in erster Linie Salmonellen, gefolgt von Enterobakterien, Cadmium, Vitamin D und Blei. Salmonellen gelten dabei als besonders heikel, da auch für Hundehalter eine Gefahr durch Kreuzkontamination besteht. Insgesamt sind die Gefahrenherde recht überschaubar und damit auch die Kosten für entsprechende Tests. Dennoch verlassen sich viele Anbieter von Hundefutter allein auf die Qualitätssicherung beim Zulieferer.

Hygienekonzept für die Hundegesundheit bewahrt das Verbrauchervertrauen

Während manche noch hadern, ist für Hundenahrung aus Fleischsaftgarung ein Hygienekonzept in Zusammenarbeit mit dem TÜV entstanden. Hundetrockennahrung, Hundenassnahrung und Hundesnacks aus Fleischsaftgarung werden mikrobiologisch und chemisch vom TÜV überprüft, unter anderem auf mögliche Kontaminationen durch

  • Schwermetalle (Arsen, Blei, Quecksilber und Cadmium)
  • Mykotoxine (Aflatoxin B, G und Ochratoxin)
  • Bakterien (Enterobakterien, E. coli, präsumtive Bacillus cereus, Staphylokokken, Clostridium perfringens und Salmonellen),
  • Hefen und Schimmelpilze sowie
  • Vitamin D.


Die Zusammenarbeit mit einer der renommiertesten Prüfstellen Deutschlands hilft, Verbrauchervertrauen wieder aufzubauen, das zuvor durch Rückrufaktionen verloren gegangen ist.

Die Botschaft: Bei Hundenahrung sollte es vorrangig um die Gesundheit der Hunde gehen und nicht um Erträge. Das werden die Verbraucher honorieren.

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