Hunde aus dem Ausland

Sie möchten einen Hund aus dem Ausland aufnehmen? Achten Sie darauf, dass es sich um eine vertrauenswürdige Organisation handelt und seien Sie sich darüber im klaren, dass es sich zumeist um ein Überraschungspaket handelt. Bei schwierigen Fällen bedarf es ausreichender Erfahrung mit Hunden.

Seriöse Tiervermittlung

Es gibt viele seriöse Tierschutzvereine, die mit großem Engagement Hunde aus dem Ausland importieren und nach Deutschland vermitteln, aber leider auch ein paar fragwürdige Vereine, die die Hunde im Ausland unter sehr schlechten Bedingungen vermehren und die Welpen dann über die Mittleidsschiene versuchen zu verkaufen. In einem seriösen Tierschutzverein – wie zum Beispiel dem Hundegarten Serres e.V. oder Aktiv-Tierschutz Lichtblicke e.V. – kommen die Hunde entweder direkt aus dem Ausland zu einer Übergabestelle oder sie befinden sich bereits in Deutschland bei einer Pflegestelle und können dort kennengelernt werden. Die Pflegestellen behandeln die Hunde liebevoll und erkundigen sich genau, wie der Hund bei Ihnen leben wird und beantworten auch Ihre Fragen. Der Hund ist in jedem Fall vor der Übergabe bereits geimpft, gechipt und besitzt einen EU-Heimtierausweis.

Ablauf einer Tiervermittlung aus dem Ausland

Ein seriöser Tierschutzverein vermittelt Hunde und Katzen aus dem Ausland zumeist nach einem ganz bestimmten Ablauf:

  • Wenn Sie über eine Announce im Internet Interesse an einem bestimmten Hund aus dem Ausland zeigen, müssen Sie üblicherweise erst einmal eine Selbstauskunft ausfüllen. Hierbei müssen Sie allerlei Fragen über sich und rund um die geplante Hundehaltung beantworten.
  • Wenn grundsätzlich nichts gegen eine Adoption spricht, erhalten Sie weitere Informationen über den in Frage kommenden Hund oder können ihn auf einer Pflegestelle kennenlernen.
  • Sollten Sie sich endgültig für den Hund entscheiden wollen, findet üblicherweise ein Hausbesuch bei Ihnen statt. Haben Sie Verständnis dafür. Einer verantwortungsvollen Organisation geht es darum, ein gutes Zuhause für ihre Tiere zu finden. Einem Tiervermehrer ist dies egal – er gibt Tiere an jeden ohne viel Fragen ab.
  • Ist die Entscheidung beiderseits gefallen, müssen Sie einen Schutzvertrag unterschreiben und eine Schutzgebühr entrichten, die zumeist bei ungefähr drei- bis vierhundert Euro liegt. Darin inbegriffen sind üblicherweise alle bereits erfolgten Impfungen, sonstige Krankheitsvorsorgen, Chip, Impfausweis und Überbringungskosten.
  • Einen Hund auf einer Pflegestelle können Sie wahrscheinlich sehr kurzfristig abholen, bei einem Hund direkt aus dem Ausland kommt es darauf an, wann der nächste Transport geplant ist. Hier heißt es, möglicherweise etwas Geduld zu haben.
  • Bei der Übergabe wünschen bzw. verlangen viele Tierschutzvereine, dass der Hund ein Sicherheitsgeschirr tragen soll. Bei vielen mag dies nicht notwendig sein, doch die Erfahrungen haben gezeigt, dass manche Hunde nach einer langen Reise erst einmal recht verstört sein können und sich möglicherweise entziehen wollen. Bei einem Panikgeschirr gelingt es einem Hund (im Gegensatz zu einem normalen Geschirr) nicht, sich herauszuwinden.

Probleme mit Hunden aus dem Ausland

Erfahrungsgemäß haben Hunde aus Touristenregionen sehr viel weniger Probleme bei der Eingewöhnung, da sie Begegnungen mit Menschen, anderen Hunden, Autos, etc. bereits kennen und gelernt haben, dass sich freundliches Verhalten für sie lohnt. Hunde die irgendwo auf dem Land, auf abgelegenen Plätzen, etc. gelebt haben, gewöhnen sich – wenn überhaupt – nur sehr schwer in unserer Welt ein. Auch mit viel Erfahrung und Geduld tut man diesen Hunden in der Regel keinen Gefallen, wenn sie ihr weiteres Leben Mitten in einer Stadt verbringen müssen.

Krankheiten bei Hunden aus dem Ausland

Wenn Sie einen Hund aus dem Ausland zu sich nehmen, sollten Sie testen lassen, ob er an Mittelmeerkrankheiten leidet, die man leider häufig nicht sofort erkennt, die aber sehr schwere Folgen für den Hund haben können und unbehandelt oft tödlich enden. Einige dieser Krankheiten sind auch für den Menschen ansteckend und besonders kleine Kinder oder Menschen mit einer Immunschwächekrankheit bzw. einem geschwächten Immunsystem sind gefährdet.

Lassen Sie sich von der Organisation schriftlich bestätigen, dass der Hund getestet wurde und dass die Ergebnisse, die man Ihnen vorlegt, auch tatsächlich von dem Hund stammen, den Sie sich ausgesucht haben. Schnelltests sind meistens nicht sehr zuverlässig und Sie sollten sich besser nicht ausschließlich auf sie verlassen. Weicht die Organisation Ihnen aus oder behauptet, dass noch nie einer ihrer Hunde an einer Mittelmeerkrankheit erkrankt sei, lassen Sie lieber die Finger von Hunden dieser Organisation. Eine Ausnahme sind Welpen, denn hier macht ein Test nur bedingt Sinn, weil er nicht sicher ist. Er sollte dann im Alter von ca. einem Jahr in Deutschland durchgeführt werden.

Macht alle mit!

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Kommentare (1)

  • Dobimama
    Dobimama
    am 01.12.2018
    Wir wollten von einem Verein mal eine Hündin nehmen,nachdem man uns Zeitlich unter druck gesetzt hat :entweder jetzt oder gar nicht,haben wir uns für letzteres entschieden,denn,für das Geld bestimmen wir die Musik !!Wir,haben wieder einen Hund aus Deutschland-Tierheim denn die sind auch voll, und es ist kein Überraschungs Packet!!

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