Wie oft sollte ich meine Katze füttern?

Katzen sind es von Natur aus gewohnt, viele kleine Mahlzeiten in Form von Mäusen und anderen Beutetieren zu sich zu nehmen. Um ihre natürlichen Instinkte und Fressgewohnheiten zu befriedigen, sollten Hauskatzen mindestens dreimal pro Tag Futter erhalten. Hierbei hast du verschiedene Möglichkeiten, Trockenfutter und Nassfutter zu kombinieren.

Wie oft ernähren sich Katzen in der Natur?

Um die Anforderungen von Hauskatzen besser einschätzen zu können, lohnt ein Blick in die Verwandtschaft: Großkatzen wie Löwe und Tiger schlagen große Beutetiere und können von einer Portion ohne weiteres einen ganzen oder auch mehrere Tage zehren.

Bei kleinen Wildkatzen, Streunern oder Bauernhofkatzen sieht dies anders aus: Zum einen haben sie einen prozentual kleineren Magen, zum anderen sind ihre Beutetiere um ein Vielfaches kleiner. Das liegt daran, dass sie als Einzeljäger unterwegs sind und nicht gemeinsam in der Gruppe ein verhältnismäßig großes Tier erlegen können. Um ihren täglichen Bedarf an Nahrung zu decken, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als immer wieder auf die Jagd zu gehen. So können aktive Freigänger auf zehn und mehr Mahlzeiten pro Tag kommen.   

Nicht nur der Hunger bestimmt die Anzahl der Beutetiere In der Natur weiß ein Raubtier selten, wann sich die nächste Gelegenheit für eine Beute ergibt. Der Instinkt sagt ihm daher, dass es jede Möglichkeit nutzen sollte. Katzen jagen deshalb mitunter auch, wenn sie gar nicht hungrig sind. Das Ergebnis sind dann zum Beispiel Mäuse, mit den Katzen einfach nur spielen, ohne sie zu verzehren. 

Welche Futtermenge benötigt eine Katze pro Tag?

Wie oft und wieviel Futter eine Katze braucht, hängt von mehreren Faktoren ab: 

  • Alter der Katze
    Kitten haben einen hohen Energiebedarf und benötigen mindestens fünfmal pro Tag Futter. Bei erwachsenen Katzen kann die Anzahl auf zwei bis drei Fütterungen reduziert werden, bei Senioren können Erkrankungen es notwendig machen, die Fütterungsintervalle wieder zu verkürzen.
     
  • Gewicht der Katze
    Eine zierliche Katze mit zwei bis drei Kilogramm Gewicht benötigt deutlich weniger Futter als beispielsweise eine Norwegische Waldkatze mit sieben bis acht Kilogramm Gewicht. 
     
  • Nassfutter vs. Trockenfutter
    Trockenfutter ist aufgrund der geringen Menge an Feuchtigkeit wesentlich nährstoffkonzentrierter und energiehaltiger als Nassfutter. Daher benötigst du für deine Katze eine geringere Menge an Trockenfutter im Vergleich zu Nassfutter. 
     
  • Qualität des Katzenfutters
    Bei einem hochwertigen Katzenfutter genügt eine kleinere Menge als dies bei einem minderwertigen Futter der Fall ist. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, wieviel Nassfutter oder Trockenfutter eine Katze täglich benötigt. 
     
  • Freigängerkatze vs. Wohnungskatze
    Wohnungskatzen sind normalerweise deutlich weniger agil als dies bei Freigängerkatzen der Fall ist. Dementsprechend verbrauchen sie weniger Energie. Allerdings hat bei Freigängern Einfluss auf die Menge des Futters, ob und wieviel Beute sie unterwegs machen. 
     
  • Kastrierte Katzen
    Kastrierte Katzen haben oft mehr Appetit, sind jedoch tendenziell inaktiver, weshalb sie weniger Energie verbrauchen. Daher ist es in den meisten Fällen empfehlenswert, die übliche Ration um 10 bis 20 Prozent zu reduzieren. 
     
  • Trächtigkeit und Aufzucht der Kitten
    In dieser Zeit ist der Energiebedarf enorm hoch. Daher sollte der Kätzin rund um die Uhr Futter zur Verfügung stehen, damit sie jederzeit ein Häppchen zu sich nehmen kann.

Eine Katze richtig füttern – wie geht das?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Fütterung, von denen auch abhängt, wie oft am Tag eine Katze zu füttern ist. Zur Wahl stehen die restriktive und die „Ad Libitum“ Fütterung oder eine Kombination aus beidem. 

Ad libitum Fütterung

Der Begriff „ad libitum“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „nach Belieben“. Gemeint ist bezüglich der Fütterung, dass die Katze so oft und so viel fressen darf, wie sie mag. Ihr Napf ist mehr oder weniger rund um die Uhr gefüllt. Das funktioniert allerdings nur mit Trockenfutter. Nassfutter, das nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gefressen wird, verdirbt und ist für die Katze unattraktiv. Von Nachteil kann sein, dass keineswegs alle Katzen wissen, wann es für sie genug ist. Beinahe die Hälfte aller Tiere ist nach Aussage von Tierärzten übergewichtig. Diese Form der Fütterung ist daher nur sinnvoll, wenn gelegentliches Messen des Körpergewichts nicht ergibt, dass die Katze langsam aber sicher immer mehr zunimmt. 

Restriktive Fütterung

Die meisten Katzenhalter entscheiden sich für eine definierte Futtermenge, die dem Tier für einen gewissen Zeitraum zur Verfügung steht. Es wäre beispielsweise möglich, der Katze morgens ein Schälchen mit Trockenfutter zu geben, das die komplette Tagesration beinhaltet. Da Katzen ihren Bedarf an Flüssigkeit aber gerne auch über die Nahrung decken, ist reine Trockenfütterung nur bedingt zu empfehlen. Zudem besteht die Gefahr, dass gefräßige Tiere sich sofort darüber hermachen und dann bis zum nächsten Tag nichts mehr zu Fressen haben – was ihrer natürlichen Vorstellung von mehreren Häppchen über den Tag hinweg widerspricht. 

Vorteile einer restriktiven Fütterung sind, dass die Futterration exakt auf die individuellen Bedürfnisse einer Katze abgestimmt werden kann. Außerdem stärkt mehrfaches Füttern die Bindung zwischen Besitzer und Tier.   

Kombinierte Fütterung

Eine kombinierte Fütterung beinhaltet üblicherweise sowohl Nassfutter als auch Trockenfutter. Es findet also eine Mischfütterung statt, die jedoch nicht zwingend restriktiv ist. Diese kann so aussehen, dass die Katze zum Beispiel morgens und abends eine definierte Menge an Nassfutter erhält, sich über den Tag hinweg aber bedingungslos an einem gut gefüllten Schälchen mit Trockenfutter bedienen darf. Von Vorteil hierbei ist, dass ihr Flüssigkeitsbedarf durch das Nassfutter zu einem Großteil gedeckt wird und sie mehrere Portionen aufnehmen kann. Da Trockenfutter sehr energiereich ist, besteht aber weiterhin die Gefahr der Überfütterung. Dieses Risiko lässt sich vermeiden, wenn die Menge an Nassfutter sowie Trockenfutter exakt dem Bedarf der Katze entspricht.

Wie oft sollten Katzen gefüttert werden?

Abzuraten ist von einer einmaligen Fütterung pro Tag. Das widerspricht dem natürlichen Bedürfnis von mehreren Häppchen. Aber du musst deine Naschkatze deshalb nicht alle ein bis zwei Stunden mit einer kleinen Mahlzeit verwöhnen. Am besten entscheidest du dich für einen Mittelweg. Dieser sieht bei vielen Katzenhalter/-innen so aus, dass sie sich für eine Mischfütterung entscheiden:   

Ein- bis dreimal täglich erhalten Katzen eine Portion Nassfutter und wenn zwischendurch der kleine Hunger kommt, steht ein Schälchen mit Trockenfutter zur Verfügung.   

Wenn du dich für diese gängige und empfehlenswerte Form der Fütterung entscheidest, solltest du die Fütterungsmenge im Auge behalten: Nehmen wir an, du möchtest jeweils den gleichen Anteil an Nassfutter und Trockenfutter verabreichen, dann achte auf die Fütterungsempfehlungen der beiden Futtersorten und halbiere den Wert. Füttere als zum Beispiel – auf zwei Mahlzeiten verteilt – 50 Prozent des Bedarfs an Nassfutter. Zudem bietest du denselben Anteil an Trockenfutter in einem extra Napf an, der für zwischendurch zur Verfügung steht. Fülle diesen aber nicht nach, außer du stellst fest, dass deine Katze an Gewicht verliert.

Wie lange kann eine Katze ohne Futter auskommen?

Rein theoretisch kann eine Katze bis zu vier Wochen ohne Futter überleben, aber bis dahin liegen massive Organschäden vor. Die inneren Organe sind eine regelmäße Nahrungszufuhr gewöhnt, weshalb deine Katze auch nicht über ein Wochenende hinweg ohne Futter bleiben darf. Solltest du eine oder mehrere Wohnungskatzen besitzen, die regelmäßig längere Zeit allein sein müssen oder fährst du über das Wochenende weg, dann könnte ein Futterautomat eine gute Lösung sein. Per Zeitschaltuhr kannst du einstellen, wann eine bestimmte Futtermenge freigegeben wird.

Freigängerkatze – wie oft sollte ich diese füttern?

Die Fütterung von Freigängerkatzen kann deutlich voneinander abweichen. Hintergrund ist zum einen, dass manche nur ein paar Runden durch den Garten drehen, während andere ein riesiges Revier abmarschieren und daher einen viel höheren Energieverbrauch aufweisen. Zum anderen sind manche ganz und gar nicht auf Beute aus, während andere einen Großteil ihres Nahrungsbedarfs über Mäuse decken. Entsprechend unterschiedlich können daheim die Nahrungsansprüche sein.

Manchen reicht ein Schälchen mit Trockenfutter, aus dem sie hin und wieder naschen, andere benötigen dieselbe Menge oder sogar noch mehr, wie es bei einer Wohnungskatze der Fall ist. Du musst versuchen, die Situation individuell zu beurteilen. Am besten wiegst du deine Katze regelmäßig, um gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können.

Wie oft muss eine Katze mit Nierenproblemen gefüttert werden?

Katzen, die an Niereninsuffizienz leiden, haben zumeist weniger Appetit. Ihnen sollte man mehrfach am Tag ein Futterschälchen anbieten. Da Nassfutter mehr Aromen entfaltet, bevorzugen es manche Katzen gegenüber Trockenfutter. Leichtes erwärmen hilft zusätzlich. Wenn du (auch) Trockenfutter fütterst, feuchte dieses etwas an, damit deine Katze genügend Flüssigkeit aufnimmt. Sprich mit deinem Tierarzt, ob er dir zu einem speziellen Futter rät. Dieses könnte zur Entlastung der Harnwege einen reduzierten Proteingehalt aufweisen. Das vermindert die Ansammlung schädlicher Stoffwechselprodukte im Körper.

Wie oft Kitten füttern?

Kitten haben einen extrem kleinen Magen und aufgrund ihres Wachstums und ihrem ausgelassenen Spiel einen hohen Energiebedarf. Sie benötigen daher in ihren ersten Lebensmonaten fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag. Im Laufe ihres ersten Lebensjahres kannst du die Anzahl zunehmend auf die übliche Anzahl von zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag reduzieren. 

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