Katze alleine lassen

Wie lange man eine Katze alleine lassen kann, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Auf folgendes sollten Sie achten.

Kann eine Katze alleine bleiben?

Nicht umsonst nehmen sich viele frischgebackenen Katzenhalter erst einmal ein paar Tage frei, um ihrem Neuzugang den Start in sein neues Leben zu erleichtern. Denn die Anfangszeit ist von entscheidender Bedeutung, um Vertrauen aufzubauen und sich aneinander zu gewöhnen. Das ist besonders wichtig, wenn Sie in einem Single-Haushalt wohnen und die einzige Bezugsperson für die Katze sind. Sollte die Katze täglich mehrere Stunden alleine sein müssen und weder einen weiteren Artgenossen an ihre Seite bekommen, noch die Möglichkeit haben, während Ihrer Abwesenheit über eine Katzenklappe nach draußen zu gelangen, dann wäre es besser, Sie würden auf eine Katze verzichten. Denn Katzen sind sehr sozial und würden unter dauerhaftem Alleinsein leiden. Wesentlich wohler fühlen sie sich im Zusammenleben mit einer zweiten Katze, selbst wenn sie als Familienkatze gehalten werden und nur selten alleine sind.

Ab wann kann man Kitten alleine lassen?

Kitten werden zumeist zwischen der 10. und 12. Lebenswoche abgegeben. Das ist für die Kleinen eine große Umstellung. Sie benötigen jetzt sehr viel Fürsorge und Zuneigung, um Vertrauen in ihr neues Zuhause zu fassen. In der Anfangszeit sollten sie dementsprechend nicht alleine gelassen werden. Idealerweise beginnt man damit frühestens ab der 16. Lebenswoche. Dann können Sie sie schrittweise alleine lassen. In welcher Geschwindigkeit Sie dabei vorgehen sollten, hängt vom jeweiligen Kitten ab. Manche sind sehr schüchtern und benötigen mehr Zeit, andere wollen so schnell wie möglich die große weite Welt erobern und haben damit gar kein Problem.

Jede Katze ist anders

Wie lange Sie eine Katze alleine lassen können, hängt nicht nur von ihrem Alter ab, sondern auch von ihrem individuellen Charakter. Bei Katzen aus dem Tierheim kennt man oft nicht ihre Vorgeschichte, weshalb Sie bei ihnen auf alles gefasst sein sollten. Aber auch bei einer Katze vom Züchter reagiert jede Katze anders auf das Alleine bleiben. Ein klein wenig kann man sich hierbei auch an den Grundzügen der jeweiligen Rasse orientieren: Norwegische Waldkatzen, Russisch Blau, Hauskatzen und American Shorthair sagt man nach, dass sie problemloser allein sein können als eine Siamkatze, Bengal, Maine Coon oder Heilige Birma. Darauf verlassen dürfen Sie sich aber nicht, denn viele Punkte spielen eine Rolle, wie einfach es funktioniert, eine Katze alleine zu lassen.

Abwechslung tut gut

Katzen lieben Gesellschaft, deshalb sollten sie am besten immer mindestens zu zweit gehalten werden. Das schafft auch beste Voraussetzungen dafür, sie alleine zu lassen. Doch ob allein oder zu zweit, Sie können manches tun, damit es nicht so langweilig ist. Je nach Wohnsituation bietet sich zum Beispiel eine Katzenklappe an, die der Katze ermöglicht, jederzeit nach draußen zu können. Hier trifft sie ganz automatisch auf Artgenossen und kann sich die Zeit gut vertreiben. Das geht aber nur, wenn ein Zugang nach draußen realisierbar ist und die Verkehrssituation es erlaubt.  

Eine weitere Möglichkeit betrifft die Inneneinrichtung und Spielmöglichkeiten für die Katze. Sorgen Sie für reichlich Abwechslung, dann vergeht die Zeit wie im Flug. Ein idealer Ausgangspunkt ist ein großer Kratzbaum mit verschiedenen Etagen. Er dient zum Krallen schärfen, dösen, putzen, schlafen oder einfach nur als interessanter Ausguck. Diesbezüglich freuen sich Katzen auch über einen schönen Fensterplatz oder die Möglichkeit, einen katzensicheren Balkon aufzusuchen. Und dann bieten Zoofachgeschäfte und Internetshops ja auch noch reichlich Auswahl, was Katzenspielzeug betrifft. Von Mäuschen angefangen, über Bälle, Intelligenzspielzeug, Duftkissen bis zu Katzentunneln und Röhren kann Katzen eine Menge geboten werden. Machen Sie aber nicht den Fehler, täglich alles rumliegen zu lassen, sondern wechseln Sie ab, um immer wieder etwas Neues zu bieten.

Wie lange kann eine Katze alleine bleiben?

Es lässt sich pauschal nicht sagen, ob eine Katze zwei Stunden oder zwei Tage problemlos alleine bleiben kann. Vor allem das Alter, der Charakter, die Lebenssituation und der Gesundheitszustand spielen eine entscheidende Rolle. Grundsätzlich muss es aber selbstverständlich möglich sein, die Katze eine gewisse Zeit lang alleine zuhause zu lassen. Die meisten machen hierbei wenig Probleme, schließlich verschlafen sie sowieso den halben Tag. Und bevor sie sich den Stress antun, in einer Transportbox mitgeschleppt zu werden, bleiben die meisten lieber zuhause. Das unterscheidet sie deutlich von einem Hund, der immer mit dabei sein möchte. Bei der Katze muss man sich daher zwar durchaus Gedanken machen, wie die Wartezeit für sie so angenehm wie möglich gestaltet werden kann, aber grundsätzlich fühlen sie sich hier am wohlsten.

Wenn die Katze länger alleine bleibt

Wer seine Katze täglich ein paar Stunden alleine lässt, hat mit der Zeit sicherlich Routine. Wer jedoch nur hin und wieder einige Stunden oder auch einmal über Nacht weg ist, muss sich erst einmal organisieren. Wichtig sind mindestens zwei oder noch mehr Wassernäpfe. Denn bei einer längeren Abwesenheit kommt o als Nahrung Trockenfutter zum Einsatz, da dieses nicht verdirbt. Bei Trockenfutter ist es wichtig, dass die Katze ihren Flüssigkeitsbedarf ausreichend stillt, was leider keine Selbstverständlichkeit ist. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang ein Katzenbrunnen, der gleichzeitig für etwas Abwechslung sorgt. Normalerweise wird ein Schälchen mit Trockenfutter sicherlich genügen, Sie können aber auch an verschiedenen Stellen in der Wohnung etwas Futter verteilen oder einen Futterautomaten aufstellen. Und vergessen Sie vor einer etwas längeren Abwesenheit nicht, einen Blick in die Katzentoilette zu werfen und diese gegebenenfalls zu säubern. Katzen sind sehr reinliche Tiere, die ein sauberes Katzenklo verdient haben.

Urlaub ohne Katze

Vom verlängerten Wochenende bis zum zweiwöchigen Sommerurlaub – die meisten Katzenhalter wollen hin und wieder auch Urlaub machen. In den allermeisten Fällen bleibt die Katze dann daheim oder kommt zu Freunden oder in eine Katzenpension. Zuhause sollte sie maximal zwei Tage ohne Betreuung sein – selbst bei den besten Vorkehrungen. Darüber hinaus ist es notwendig, einen Freund, Nachbarn oder Katzensitter zu bitten, täglich nach dem Rechten zu schauen. Dabei reicht es nicht, der Katze etwas Trockenfutter in den Napf zu schütten, sondern alle Trinkschalen müssen gereinigt und gefüllt werden, das Katzenklo ist zu säubern und die Katze benötigt etwas Zuwendung. Wenn dies mit Bedacht geschieht, kann eine – oder besser zwei Katzen – auch ein oder zwei Wochen problemlos alleine zuhause bleiben.

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