Welpenauslauf – Tipps und Erfahrungen

Ob für Züchter oder private Hundehalter – ein Welpenauslauf bietet sowohl für innen wie außen perfekten Schutz für junge Hunde.

Quirlige Welpen

Wer noch nie einen Wurf Welpen bei sich zuhause großgezogen hat, kann sich nicht ausmalen, was auf einen zukommt. Aber stellen Sie sich einfach sechs Kleinkinder vor, die gerade gelernt haben zu laufen und jetzt die Wohnung erkunden. Alles ist neu, alles interessant – und mögliche Gefahren kennt keiner: Stromkabel, Steckdosen, Kellerabgänge und zerbrechliche Gegenstände lauern ebenso wie das Risiko, dass ein Welpe aufs Parkett pinkeln, an der Tischdecke ziehen, durch die Terrassentür entkommen oder sich irgendwo im Haus verstecken. Es ist schlicht unmöglich, über mehrere Wochen hinweg alle Welpen stets im Auge zu behalten. Doch zum Glück gibt es eine einfache Möglichkeit, seine Nerven zu schonen und für die Sicherheit der Welpen zu sorgen: Legen Sie sich einfach einen Welpenauslauf zu!

Welpenauslauf oder Welpengehege?

Auf der Suche nach einem Welpengehege stoßen viele auf den Begriff Welpengehege. Im Prinzip ist damit dasselbe gemeint. Unter einem Welpengehege versteht man im Allgemeinen jedoch eher eine Konstruktion aus Eisen, Draht oder Holz, während ein allgemeiner Welpenauslauf auch aus Plastik oder Stoff bestehen kann. Sämtliche Materialien haben nicht nur ihre Vorteile und Nachteile, sondern es kommt auch auf Ihren individuellen Geschmack und Ihre Anforderungen an.  

Fragen vor dem Kauf eines Welpenauslaufs

Wenn Sie auf der Suche nach einem Welpenauslauf sind, haben Sie sich bestimmt schon Gedanken darüber gemacht, wie und wo Sie diesen gerne einsetzen würden. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wird er innen und/oder außen verwendet?
  • Soll er leicht transportabel sein?
  • Haben Sie Vorlieben bezüglich des Materials?
  • Muss er eine bestimmte Größe/Stabilität aufweisen?
  • Soll er rund, vier- oder mehreckig sein?
  • Muss er zur Inneneinrichtung passen?

    Vom individuellen Geschmack abgesehen, sollten Sie sich über Ihre Anforderungen im Klaren sein, damit Sie keinen Welpenauslauf kaufen, der sich als unpraktisch erweist.

Anforderungen an einen Welpenauslauf

Es macht einen großen Unterschied, ob Sie einen Auslauf für fünf heranwachsende Labradorwelpen und ihre Mutter benötigen oder lediglich für einen Chihuahuawelpen, der bei Ihnen eingezogen ist. Für Züchter ist ein Welpenauslauf beinahe unverzichtbar, denn wenn die Welpen anfangen herumzulaufen, dann kommt auch die beste Mutterhündin kaum mehr mit einsammeln hinterher. In solchen Fällen nimmt sowohl der Hündin als auch Ihnen ein Welpenauslauf sehr viel Stress. Damit alle Platz haben, muss er über eine gewisse Größe, Höhe und Stabilität verfügen. Hier greifen viele zu einem Welpengehege, welches es in den verschiedensten Ausführungen gibt. Je nach Anzahl und zu erwartender Größe der Welpen kann sowohl beim Durchmesser, der Höhe wie auch Bauform ausgewählt werden. Zum Beispiel passt ein viereckiges Gehege besser in eine Zimmerecke als ein Achteck. Das Schöne ist, dass Welpengehege aus Gittern sich häufig individuell verstellen lassen, so dass Sie nicht auf eine einzelne Bauform angewiesen sind. Dementsprechend können Sie auch zuerst einen etwas kleineren und später größeren Auslauf bauen.

Unterschiede bezüglich der Materialien

Wenn es Ihnen auf die Stabilität und Verstellbarkeit der Größe ankommt, werden Sie sich wahrscheinlich für ein Gittergehege entscheiden. Der Nachteil ist, dass es schwerer ist und sich dementsprechend auch nicht so leicht transportieren lässt. Einen weiteren Vorteil stellt aber der perfekte Einblick in das Gehege dar, der bei manchen Welpenausläufen durch Stoffwände etwas beeinträchtigt sein könnte. Das kann jedoch auch von Vorteil sein, weil die Welpen sich dadurch besser zurückziehen können und die Seitenwände einen Schutz vor eventueller Sonneneinstrahlung oder Wind bieten. In der Wohnung ist damit eher seltener zu rechnen, aber ein Welpenauslauf kann schließlich auch eine perfekte Entlastung im Garten darstellen. Während Sie mit Gartenarbeiten beschäftigt sind, wissen Sie die Welpen stets in Sicherheit. Unzählige Welpen sind bereits durch die kleinsten Löcher im Zaun entwischt und plötzlich bei den Nachbarn gelandet. Bei solchen Aktionen zahlt es sich aus, den Hund frühzeitig zu registrieren, um einem Finder die Rückgabe zu erleichtern.

Beim Aufenthalt im Garten besteht auch stets die Gefahr, dass die Welpen an giftigen Pflanzen knabbern, Löcher buddeln oder sich an Gartenutensilien zu schaffen machen. Sollten Sie also ein Welpengehege benötigen, dass Sie mal innen und mal außen aufstellen möchten, dann ist möglicherweise ein sehr leichtes oder gar faltbareres das Richtige für Sie. Seien Sie sich jedoch im Klaren darüber, dass diese zumeist über einen Boden verfügen, während dies bei Gittern nicht der Fall ist. Indoor ist dies von Vorteil, weil dadurch – trotz Decken – ein besserer Schutz des Bodens gegeben ist. Outdoor hätten Sie dagegen vielleicht lieber, dass die Welpen echten Boden unter den Füßen spüren.

Vorteile für Halter eines Welpens

Bei Züchtern ist es keine Frage, dass Sie durch einen Welpenauslauf enorme Vorteile genießen. Doch auch bei nur einem einzelnen Welpen lohnt sich die Anschaffung. Das gilt vor allem für Exemplare, die besonders entdecker- oder experimentierfreudig sind. Kaum lässt man sie eine Minute aus dem Auge, schon stellen sie etwas an. Es genügt bereits, wenn der Postbote klingelt, man sich aufs Kochen konzentrieren muss, telefoniert, arbeiten möchte oder einfach nur entspannt einen Film ansieht. Manche Welpen scheinen es zu riechen, wann sie unbeobachtet sind – und schon fällt ihnen ein neuer Streich ein. Richten Sie einfach einen Welpenauslauf gemütlich mit Decken, Kissen und allerlei Spielzeug ein, dann ist es kein Problem, wenn er dort einige Zeit verbringt. Aber er sollte sich nicht länger als nötig darin aufhalten müssen, falls er gerne raus möchte. Hier heißt es, einen guten Mittelweg zu finden, so dass es für Hund und Halter angenehm ist.

Tipp: Ein Welpenauslauf stellt eine gute Möglichkeit dar, dem aufwachsenden Hund das Alleinsein zu vermitteln. Wenn er nämlich nicht ständig die Chance hat, Frauchen oder Herrchen zu folgen, dann verinnerlicht er, dass zwar kurzfristig niemand im Raum ist, aber nach einiger Zeit immer wieder jemand zurückkehrt.

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