Öl für Katzen

Pflanzliche Öle können einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit von Katzen leisten. Entscheidend ist, dass die Auswahl sorgfältig erfolgt, da es auch ungeeignete Öle für Katzen gibt. Wir zeigen vorteilhafte Vertreter von Nachtkerzen- bis Cannabidiol-Öl.

Öle für Haut und Fell

Der alljährliche Fellwechsel ist insbesondere für langhaarige Katzen mühsam. Ohne Unterstützung durch den Halter kann sich der Fellwechsel zeitlich ausdehnen und die Haut leidet, weil abgestorbene Haare nicht entfernt werden. Neben täglichem Bürsten hilft die zusätzliche Gabe kleiner Ölmengen. Viele pflanzliche Öle regen das Haarwachstum an und können bei trockenem Fell und schuppiger Haut Linderung verschaffen. Sylvie Bunz, Expertin bei der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erklärt in einem Beitrag für eine tiergerechte Körperpflege: „Hunde und Katzen benötigen vor allem Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung. Daher empfiehlt es sich, dem Futter im regelmäßigen Wechsel eine kleine Menge Leinöl, Rapsöl, Walnussöl und Hanföl hinzuzugeben.“  

Tipp: Geben Sie Ihrer Katze kaltgepresste Öle, weil sie im Vergleich zu warmgepressten Produkten mehr essentielle Fettsäuren enthalten!

Nachtkerzen-Öl – reich an ungesättigten Fettsäuren

Zu den essentiellen Fettsäuren, also Fettsäuren, die der Körper der Katze nicht selbstständig herstellen kann und deshalb über die Nahrung aufnehmen muss, gehören die α-Linolensäure, die Linolsäure und die Arachidonsäure. Während der Organismus von Hunden Arachidonsäure aus γ-Linolensäure (Vorstufe Di-homo-γ-Linolensäure) herstellen kann, klappt das bei der Katze aufgrund eines fehlenden Enzyms nicht. Genau hier kommt das Nachtkerzen-Öl ins Spiel: Es enthält die Di-homo-γ-Linolensäure, womit Katzen die Arachidonsäure bilden können.  

Der hohe Anteil an Gamma-Linolensäure und mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren machen das Nachtkerzenöl besonders für den Hormonhaushalt und Hautstoffwechsel wertvoll. Das Öl kann beispielsweise bei diesen Beschwerden verabreicht werden: 

  • stumpfes Fell
  • Schuppen
  • Juckreiz
  • Ekzeme
  • Schlechtes Hautbild
  • Allergien 


Wie beim Menschen, lässt sich Nachtkerzenöl sowohl als Nahrungsergänzung zum Futter oder direkt auf die Haut geben.

CBD Öl – vielfältig einsetzbar und gut verträglich

CBD-Öl darf in der Gruppe der gesundheitsfördernden Öle für Katzen nicht fehlen. CBD steht für Cannabidiol und ist ein Wirkstoff aus der Hanfpflanze (Cannabis). Anders als das Tetrahydrocannabinol (THC) ist dieses Cannabinoid nicht psychoaktiv und löst keinerlei Rauschzustand aus. Wie weitreichend CBD die Gesundheit von Lebewesen unterstützen kann, ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Fest steht jedoch, dass es angstlösend und entkrampfend wirkt sowie als Entzündungshemmer dient. Das gilt für Menschen gleichermaßen wie für Katzen.  

CBD-Öl kann Schmerzen lindern und in Stresssituationen gezielt zum Beruhigen Verwendung finden. Während es viele Menschen bereits für sich selbst nutzen, um ihr Wohlbefinden zu steigern, wird es zunehmend von Katzenbesitzern entdeckt. Wichtig ist allerdings, dass kein Vollspektrum-Öl gefüttert wird, weil Katzen ein spezielles Leberenzym fehlt, um bestimmte Stoffe abzubauen. „Die im Vollspektrum Öl enthaltenen Terpene könnten zu schweren Leberschäden oder gar zum Tod des Tieres führen. Deshalb sollte für Katzen immer nur CBD Öl aus Cannabidiol Isolat verwendet werden“, lautet die Warnung auf einer Webseite über Nahrungsergänzungsmittel, wo im Rahmen eines Produktratgebers hochwertige CBD Öle für Katzen aufgeführt sind (Quelle: https://www.supplements.de/cbd-oel/katzen/). Die dort gelisteten Produkte sind frei von Terpenen und somit für Stubentiger ungefährlich. 

Wie wirkt Cannabidiol im Detail? 

Die Wirkung ist bei Katzen und Menschen identisch, da beide über das sogenannte Endocannabinoid-System verfügen. Dabei handelt es sich um einen Bestandteil des Nervensystems, dessen Name auf die Cannabinoide zurückzuführen ist, weil dank dieser Substanzen der Hanfpflanze das Endocannabinoid-System erst entdeckt wurde. Cannabinoide sind in der Lage an die CB1 und CB2 Rezeptoren des Systems anzudocken. Die Rezeptoren kommen im gesamten Körper vor, unter anderem im Nervensystem, Gehirn, Gewebe, in der Haut und im Verdauungsapparat. Durch die Einnahme von CBD Öl, das die erforderlichen Cannabinoide bereitstellt, erhält der Organismus aktive Hilfe bei der Regulierung des körpereigenen Endocannabinoid-Systems. Bei folgenden Beschwerden beziehungsweise Situationen kann CBD Öl zum Einsatz kommen: 

  • Schmerzen
  • Angstzustände
  • Erbrechen
  • epileptische Anfälle
  • Verdauungsstörungen
  • psychische Leiden
  • geschwächtes Immunsystem
  • Stress (z.B. durch Umzüge, Silvester)

Kokosöl – ein guter Nährstofflieferant

Auch Kokospalmen liefern wirkungsvolle Öle für Katzen. Als Nahrungsergänzung liefert das Öl der Früchte Spurenelemente, Vitamine und Mineralien. Insbesondere Vitamin K und E, Eisen, Magnesium, Phosphor, Zink und Kalium. Der hohe Anteil an essenziellen Aminosäuren kann zur Versorgung mit Eiweiß beitragen. Hinzu kommt, dass Kokosöl die Bakterien im Darm in Balance hält und Gewebestörungen saniert. Die gesamte Darmflora profitiert. Gegen Pilze hilft die enthaltene Laurinsäure. Sie macht über 50 Prozent des Öls aus.  

Kokosöl zum Schutz vor Zecken einzusetzen, ist jedoch keine so gute Idee. Zum einen ist die Wirkung fragwürdig, zum anderen besteht die Gefahr, dass das Kokosaroma die Haustiere regelrecht auf die Palme bringt und ein übermäßiges Putzverhalten auslöst.

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