Milben bei der Katze

Starker Juckreiz und ständiges Schütteln des Kopfes können Hinweise auf einen Befall der Katze mit Milben sein. Die Behandlung ist nicht ganz unkompliziert, doch die kleinen Parasiten lassen sich mit entsprechenden Mitteln erfolgreich bekämpfen.

Was sind Milben?

Milben sind kleine Spinnentiere mit einer Größe von unter einem Millimeter. Sie gehören neben Zecken und Flöhen zu den häufigsten Parasiten bei Katzen. Es gibt unterschiedliche Milbenarten, die Katzen befallen können – die häufigste ist die Ohrmilbe (Otodectes cynotis). Die Herbstgrasmilbe (Neotrombicula autumnalis) kommt seltener vor. Während die Ohrmilbe im Gehörgang der Katze lebt, macht es sich die Herbstgrasmilbe an versteckten, warmen Körperstellen gemütlich. Milben übertragen zwar keine Krankheiten, doch sie können bei einem stärkeren Befall die Haut reizen und entsprechende Symptome hervorrufen.

Symptome bei Milbenbefall

  • Juckreiz
  • Abknicken der Ohren
  • Schütteln und Schiefhalten des Kopfes
  • Haarausfall
  • Räude: Krusten und offene Wunden (an Pfotenzwischenräumen, Ohren oder Gelenken)
  • Unangenehm riechendes Ohr
  • Bröckelige, dunkle Ohrbeläge 
  • Ohrschmerzen

Diagnose

Zeigt Ihre Katze einige dieser Symptome, sollten Sie sie schnellstens zum Tierarzt bringen. Dieser wird die Katze eingehend untersuchen, um die Ursachen für den Juckreiz, wunde Stellen oder einen Haarausfall herauszufinden. Ohrmilben können beispielsweise mit Hilfe eines Otoskops als kleine, weiße Pünktchen identifiziert werden.

Behandlung

Sollte sich ein Milbenbefall bei der Katze bestätigen, wird der Tierarzt zunächst die befallenen Stellen professionell reinigen. Falls das Ohr stark von Ohrmilben befallen sein sollte und die Katze bereits Schmerzen hat, kann zur Reinigung unter Umständen eine leichte Betäubung der Katze notwendig sein. Anschließend wird der Tierarzt ein passendes Medikament zur Bekämpfung der Milben empfehlen. Das kann ein Spot-On-Präparat, Spray oder Öl sein, wie Sie es beispielsweise auf fuetternundfit.de finden.

Sollten noch weitere Tiere im Haushalt leben, wird der Tierarzt vermutlich anraten, diese vorsorglich mitzubehandeln. Denn Milben befallen nicht nur Katzen, sie fühlen sich auch bei anderen Tieren wohl.

Sollten die betroffenen Hautstellen bei der Katze schon sehr gereizt oder entzündet sein, erhält die Katze auch hierfür Medikamente. Außerdem muss die Wohnung, insbesondere alle Lieblingsplätze, gründlich gereinigt werden – am besten unter Mithilfe eines Desinfektionsmittels. Um auch wirklich alle Stadien der Milben zu erwischen, sollte diese Prozedur nach einigen Wochen wiederholt werden.

Prognose

Wird ein Milbenbefall erkannt und therapiert, ist die Prognose gut und selbst die Räude lässt sich meist gut behandeln. Wird jedoch nichts gegen einen Befall mit Milben unternommen, kann es bei der Katze zu schweren Folgeerkrankungen wie Ohr- oder Kopfräude, einer Ohrinfektion oder gar zum Ertauben kommen!

Ursachen für Milben bei Katzen

Abhängig davon, um welche Milbenart es sich handelt, erfolgt die Ansteckung auf unterschiedlichem Weg.

  • Die Ohrmilbe, die bei Katzen am häufigsten vorkommt, ist das ganze Jahr über aktiv und wird hauptsächlich durch direkten Kontakt mit anderen befallenen Tieren übertragen. Dabei muss es sich nicht zwingend um eine andere Katze handeln – auch Hunde können Ohrmilben haben. Am häufigsten stecken sich jedoch Kitten bei ihrer Mutter an. 
  • Die Herbstgrasmilbe lebt im Gras. Dort wartet sie, bis ein Wirt (zum Beispiel eine Katze) vorbeikommt und sie abstreift. Die kritische Zeit liegt in den Sommer- und Spätsommermonaten. Herbstgrasmilben mögen es warm und suchen sich andere Körperregionen zum Einnisten als die Ohrmilben. An ihrem Wunschort angekommen, legen die Milben ihre Eier ab und vermehren sich. Das Krabbeln, die Eiablage, aber auch der Speichel und Kot der Milben lösen die typischen Symptome bei Katzen aus.

Vorbeugen

Wie bei vielen anderen Parasiten, lässt sich auch ein Milbenbefall nicht hundertprozentig verhindern. Mit bestimmten Mitteln, wie beispielsweise Spot-On-Präparaten, kann man die Wahrscheinlichkeit aber minimieren. Gute Ergebnisse erzielen manche Katzenbesitzer mit Kokosöl. Eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Ohren sowie des Fells helfen ebenfalls bei der Prophylaxe gegen Milben.

Rassepraedispositionen

Es gibt keine Katzenrassen, die von einem Milbenbefall häufiger betroffen sind als andere. Allerdings stecken sich Katzen mit Freigang häufiger mit Milben an als reine Wohnungskatzen.

Macht alle mit!

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