Katze chippen

Eine Katze zu chippen kostet nicht viel und ist völlig ungefährlich. Damit eine entlaufene Katze jedoch ihrem Besitzer zugeordnet werden kann, muss sie registriert sein!

Müssen Katzen einen Chip tragen?

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Regelung, die das Chippen einer Katze vorschreibt. Ein Chip ist nur notwendig, wenn Sie mit der Katze ins Ausland verreisen möchten. Außerdem kann in Zuchtvereinen gefordert oder zumindest erwünscht sein, dass Katzen einen Chip tragen. Ansonsten steht es jedem Katzenhalter frei, ob er seine Katzen chippen lassen möchte oder nicht.

Welche Vorteile bringt ein Chip?

Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen fünfzig- und einhunderttausend Katzen vermisst. Die meisten von ihnen sind Freigänger, aber immer wieder befinden sich darunter auch entlaufene Wohnungskatzen. Im Gegensatz zu Hunden tragen Katzen so gut wie nie ein Halsband mit einer Kennzeichnung und können dementsprechend beim Auffinden nicht ihrem Besitzer zugeordnet werden. Das funktioniert nur, wenn die Katze gechippt und bei einem Haustierregister eingetragen wurde. Es empfiehlt sich daher, alle Katzen mit Freigang und Wohnungskatzen, die leicht einmal entwischen könnten, zu chippen.

Wie werden Katzen gechippt?

Das Chippen einer Katze ist völlig unkompliziert und gehört zu den Standardeingriffen eines Tierarztes. Er verwendet dafür eine Art übergroße Spritze, in der sich der 2 x 10 bis 15 Millimeter kleine Chip befindet. Mit ihrer Hilfe wird der Mikrochip im linken Nackenbereich injiziert. Bei einer stillhaltenden Katze ist die Prozedur in wenigen Sekunden erledigt. Die Katze erleidet dabei keine nennenswerten Schmerzen.

Ist ein Mikrochip gefährlich?

Die Befürchtungen, dass ein Chip Strahlung abgeben könnte, sind völlig unbegründet. Er ist bis zu dem Moment, in dem sich ein Lesegerät nähert, dauerhaft inaktiv. Erst dann erwacht er für kurze Zeit und übermittelt seine weltweit einmalige 15stellige Nummer. Sobald das Lesegerät abgeschaltet wurde, ist der Chip wieder inaktiv und sendet keinerlei Signale aus.  

Unbedenklich ist auch das Material des Chips, welcher aus einer biokompatiblen Quarzhülle besteht und ein reizloses Verwachsen mit dem Unterhautgewebe des Tiers ermöglicht. Ein Wandern des Mikrochips kommt nur in sehr seltenen Fällen vor. Auch das Einsetzen des Chips, der nur unwesentlich größer als ein Reiskorn ist, bereitet normalerweise keinerlei Probleme. Nur in Ausnahmefällen muss mit einer Schwellung oder lokalen Entzündung rund um die Einstichstelle gerechnet werden.

Was kostet das Chippen einer Katze?

Manche Züchter sparen Kosten und beziehen Mikrochips in größeren Mengen über das Internet. Wer nur ein oder zwei Katzen hat, für den ist die Einsparung kaum lohnenswert. Am besten lässt man die gesamte Prozedur von einem Tierarzt durchführen. Für ihn handelt es sich dabei um einen Routineeingriff. Die Kosten für das Chippen einer Katze belaufen sich auf 30 bis 60 Euro. Darin enthalten ist der Chip selbst und die Behandlungskosten.

Wie hilft der Chip bei einer entlaufenen Katze?

Das Chippen der Katze bringt nichts, wenn das Tier nicht anschließend in einem Haustierregister eingetragen wird. Die gängigsten sind Tasso und FINDEFIX. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob er die Registrierung für Sie übernimmt. Ansonsten können Sie diese problemlos und ohne Kosten selbst durchführen. In Kombination mit der Chipnummer und Ihren Daten kann von da an eine Zuordnung der Katze erfolgen – sollte sie eines Tages entlaufen und aufgefunden werden. In diesem Fall muss der Finder das Tier lediglich zu einem Tierarzt oder Tierschutzverein bringen. Dort wird die Nummer per Lesegerät ausgelesen und an ein Tierregister übermittelt. Zumeist übernehmen die Mitarbeiter vor Ort die Aufgabe, den Katzen- oder Hundebesitzer über das Auffinden ihres Tiers zu informieren.

Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass ein Unbefugter an Ihre Adressdaten kommt. Ein Lesegerät ermöglicht lediglich, die 15stellige Nummer abzulesen. Die Verbindung zu Ihnen ist nur über das jeweilige Haustierregister möglich.

Katzenklappe mit Chiperkennung

Ein Mikrochip hilft nicht nur bei der Wiederfindung eines Tiers, er dient auch der eindeutigen Kennzeichnung von Zuchtkatzen. Darüber hinaus verwenden ihn manche Katzenhalter in Verbindung mit einer Katzenklappe: Wenn die Katzenklappe mit Chiperkennung ausgestattet ist, kann sie so eingestellt werden, dass sie sich nur öffnet, wenn die eigene Katze rein- oder rausmöchte. Bei ungebetenen Gästen bleibt die Klappe zu!

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