Hundesteuer

Jeder Hundehalter muss seinen Hund anmelden und Hundesteuer für ihn entrichten. Was Sie wissen sollten und wie Sie am besten vorgehen.

Wo melde ich meinen Hund an?

Spätestens 3 Monate nach Einzug des Hundes muss jeder Hund bei der Gemeinde seines Wohnortes gemeldet und für ihn eine Steuer bezahlt werden. Das gilt auch für Pflegehunde, die länger als 3 Monate bei ihrer Pflegestelle leben. Auf den Internetseiten der Gemeinden oder auch im Rathaus gibt es fertige Formulare, in die die Rasse, das Alter, das Geschlecht und weitere besondere Merkmale des Hundes, sowie die Adresse des Halters, eingetragen werden müssen. Der Halter erhält kurze Zeit später einen Steuerbescheid seiner Gemeinde, gemeinsam mit einer Steuermarke, die der Hund am Halsband oder Geschirr tragen soll.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Die Städte und Gemeinden dürfen die Höhe der Steuer selbst festlegen und das Geld für sich behalten. Die Höhe der Hundesteuer variiert erheblich und ist in der Regel in den Großstädten deutlich teurer als auf dem Land. Die Hundesteuer steigt mit jedem weiteren Hund deutlich an. So ist sie für den Zweithund in der Regel doppelt so teuer wie für den ersten – und für jeden weiteren Hund erhöht sie sich nochmals um 50 oder sogar 100 Prozent. Für die Haltung von sog. „Kampfhunden“ bzw. „Listenhunden“ ist die Hundesteuer um ein Vielfaches erhöht und beträgt nicht selten mehrere hundert bis über eintausend Euro pro Jahr.

Stirbt der Hund oder wird er abgegeben, reicht es aus, wenn der Halter eine formlose Nachricht per E-Mail oder auch Post an die Gemeinde sendet. Hierin sind alle Daten von Hund und Halter zu nennen und die Steuermarke zurückzusenden. Der Halter erhält anschließend einen Bescheid, in dem die Steuerpflicht für den Hund aufgehoben wird. 

Übrigens ist es ein Irrtum zu glauben, dass die Hundesteuer für die Beseitigung der Hundehaufen oder die Errichtung von Hundeauslaufflächen etc., verwendet werden muss. Es handelt sich um eine reine Luxussteuer, die die Stadt zur freien Verfügung verwenden kann – und das auch tut.

Unmut über die Hundesteuer

Für viele Hundebesitzer ist es nicht nachvollziehbar, warum man für Hundesteuer bezahlen muss, während andere Tiere wie Katzen und Kleintiere steuerfrei sind. Diese Ungerechtigkeitsgefühl führt immer wieder dazu, dass manche Hunde nicht angemeldet werden. Schätzungen gehen davon aus, dass für beinahe ein Viertel der Hunde keine Steuer abgeführt wird. Wer dabei erwischt wird, muss jedoch wissen, dass er mit einem Bußgeld zu rechnen hat.

Es gibt aber auch Fälle, in denen der Hund ganz legal steuerfrei ist, zum Beispiel wenn es sich um einen Blindenhund handelt. Auf für Wach- und Diensthunde entfällt oft die Hundesteuer. Nicht dagegen für Hartz-IV-Empfänger. Hier muss ein Antrag gestellt werden, ob auf die Steuer ausnahmsweise verzichtet wird.

Aufgrund des hohen Verwaltungs- und Kontrollaufwands – und der vergleichsweise relativ geringen Einnahmen – haben einige Nachbarländer die Hundesteuer wieder abgeschafft. In ganz Deutschland werden "nur" 300 Millionen Euro pro Jahr erzielt. Das ist ein minimaler Anteil von 0,05 Prozent des Gesamtsteueraufkommens.

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