Flöhe bei Katzen

Haben Sie Flöhe bei Ihrer Katze gefunden, sollten Sie umgehen handeln, denn damit haben sie nur die Spitze des Eisbergs entdeckt. Die meisten Flöhe sitzen nicht etwa auf der Katze, sondern in der Umgebung!

Flöhe

Flöhe sind 2-3 Millimeter kleine Insekten, die sich vom Blut anderer Tiere ernähren. Diese herumspringenden, flügellosen Parasiten kommen bei Katzen gar nicht so selten vor – Schätzungen gehen von bis zu 20% aus. Der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) ist der häufigste Vertreter, der unsere Samtpfoten befällt. Er ist rötlich-braun und hält sich nur als ausgewachsener Floh im Fell der Katze auf. Alle vorherigen Entwicklungsstadien leben und wachsen in der nächsten Umgebung der Katze auf. Flöhe sind aber nicht nur für unsere Katzen lästig, sie können auch Menschen und andere Tiere befallen. Außerdem können sie Krankheiten übertragen.

Symptome bei Flohbefall

  • Punktförmige Rötungen

  • Meist Juckreiz

  • Allergische Reaktion (Flohallergie)

  • Hautreizungen

  • Hautentzündungen (Dermatitis)

  • Haarausfall (Alopezie)

  • Schuppige Haut

  • Gurkenbandwurminfektion

  • Blutarmut und Gewichtsverlust bei jungen Katzen

Diagnose

Um Gewissheit zu haben, ob die Katze unter einem Flohbefall leidet, kann man einen Test machen, den Sie auch ganz leicht zu Hause durchführen können. Dazu nehmen Sie einen Kamm und fahren damit durch das Fell Ihrer Katze. Anschließend streifen sie den Kamm an einem weißen, feuchten Papier (z.B. Haushaltsrolle) ab. Können Sie kleine dunkle Krümel erkennen, die sich auf dem Papier in rot-braune Flecken auflösen, hat Ihre Katze mit großer Wahrscheinlichkeit Flöhe. Diese Krümel sind der Flohkot, den die Flöhe im Fell und auf der Haut Ihrer Katze ausgeschieden haben. Bei einem Flohbefall oder auch nur dem Verdacht, sollten Sie mit Ihrer Katze auf jeden Fall zu einem Tierarzt gehen. Dieser wird die Katze weiter untersuchen, eventuell auch auf eine Flohallergie hin. Außerdem wird er mit Ihnen besprechen, welches Flohbekämpfungsmittel für Ihre Katze am besten geeignet ist.

Therapie

Bei einem Flohbefall ist eine Behandlung unumgänglich, um die blutsaugenden Parasiten restlos loszuwerden und eine Übertragung auf andere Tiere in der Umgebung zu vermeiden. Dabei muss zum einen die Katze, zum anderen aber auch das Umfeld behandelt werden. Mit einem Flohkamm können Sie die Flöhe, den Flohkot und einige Floheier aus dem Fell Ihrer Katze heraus kämmen. Hat Ihre Katze bereits Hautentzündungen oder zeigt sie eine Flohallergie, wird sie entsprechende Medikamente vom Tierarzt verabreicht bekommen, die die Symptome lindern. Der Tierarzt wird zudem ein Anti-Floh-Mittel verschreiben. Hier gibt es unterschiedliche Wirksubstanzen: Die einen töten die Flöhe ab, die anderen deren vorhergehende Entwicklungsstadien. Sie können als Spot-On-Präparat, Tablette oder Spray angewendet werden und sind meist sehr effektiv. Doch das alleine reicht nicht.  

Alle Gegenstände (Futternapf, Schlafkissen, Teppich), in deren Nähe sich die befallene Katze aufhält, sollten mehrmals gründlich gereinigt werden. Beim Kampf gegen Flöhe benötigen Sie viel Geduld, denn die Eier und Larven in der Umgebung der Katze lassen sich nur sehr langsam vernichten. Und so müssen Sie die ganze Prozedur nach etwa 4 Wochen wiederholen, so lange dauert im Normalfall der Entwicklungszyklus eines Flohs. Bei einem sehr hartnäckigen Befall sollten Sie mit Ihrem Tierarzt das Für und Wider vom Einsatz stärker wirkender Mittel (z.B. Fogger) abwägen. Gleichzeitig zur Therapie gegen den Flohbefall sollten Sie Ihre Katze entwurmen lassen, da Flöhe den Gurkenbandwurm übertragen können.

Prognose

Die Prognose bei einem Flohbefall ist im Prinzip gut, hängt aber auch vom Schweregrad des Flohbefalls ab. Denn Flöhe sind sehr schwierig wieder loszuwerden. Haben sich die Flöhe extrem stark vermehrt, können sich die Beseitigung und somit auch die endgültige Heilung der Katze über mehrere Wochen hinziehen. 


Ursachen für Flöhe auf Katzen

Machen Sie sich keine Sorgen, dass Ihre Katze aufgrund vermeintlich mangelnder Hygiene Flöhe bekommen hat. Flöhe gibt es fast überall – auf der Wiese, im Wald sowie im Garten – und so können Katzen, vor allem Freigänger, ganz leicht befallen werden. Aber auch durch den direkten Kontakt mit einer befallenen Katze, beim Freigang oder auf Katzenausstellungen können sich unsere Samtpfoten anstecken. Und nicht zuletzt stellt auch der Besitzer eine Infektionsquelle für die Katze da, sofern er Flöhe hat. Erwachsene Flöhe ernähren sich von Blut und suchen sich dazu einen Wirt, auf den sie springen. Mit ihren Mundwerkzeugen stechen sie dann an einer geeigneten Stelle zu und geben auch etwas von ihrem Speichel ab, damit das Blut flüssig bleibt und nicht gerinnt. Dabei können Krankheitserreger vom Floh auf den Wirt übertragen werden.  

Weibliche Flöhe legen täglich zwischen 20 und 50 Eier ab. Diese bleiben aber nicht im Fell der Katze haften, sondern fallen ab und bleiben meist in der Umgebung der Katze liegen – also am Schlafplatz, in Dielenritzen oder im Teppichboden. So kommt es, dass über 95 % der Flohpopulation gar nicht auf dem Tier zu finden ist. Aus diesen Eiern entstehen über Larven und Puppen schließlich ausgewachsene Flöhe, die sich wieder ein neues Tier suchen, um ihren Hunger zu stillen.

Vorbeugen

Eine hundertprozentige Prophylaxe gegen Flöhe gibt es nicht. Dafür kommen Flöhe zu häufig vor, vor allem in der Natur. Doch mit Anti-Floh-Mitteln – wie Spot-Ons, Shampoos oder Sprays – können Sie das Risiko eines Befalls deutlich reduzieren. Achten Sie darauf, dass das verwendete Präparat tatsächlich für die Anwendung an Katzen vorgesehen ist. Anti-Floh-Mittel für Hunde enthalten zum Teil andere Inhaltsstoffe, die für Katzen giftig sein können. Bei Flohhalsbändern sollten Sie darauf achten, dass diese eine Sollbruchstelle haben. Das ist wichtig, damit sich die Katze nicht stranguliert, falls sie mit dem Halsband irgendwo hängenbleibt. Ansonsten ist es hilfreich, in regelmäßigen Abständen alle Katzenutensilien zu reinigen und das Fell der Katze auf Flöhe hin zu untersuchen, um schnellstmöglich reagieren zu können.

Rassepraedispositionen

Es gibt keine Katzenrassen, die mehr dazu neigen von Flöhen befallen zu werden. Lediglich Freilaufkatzen haben ein höheres Risiko sich mit Flöhen anzustecken als reine Wohnungskatzen.

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