Giardien bei der Katze

Die mikroskopisch kleinen Giardien sind nicht nur schwer zu diagnostizieren, sondern auch schwer loszuwerden. Typischerweise betroffen sind junge und immunschwache Katzen.

Definition von Giardien

Giardien sind einzellige Geißeltierchen, die als Endoparasiten nicht nur bei Katzen und anderen Tieren, sondern auch bei Menschen vorkommen können. Sie besiedeln dabei den Dünndarm ihres Wirtstieres und vermehren sich dort millionenfach. Als Nahrung dient ihnen der Darminhalt. Ihre Form erinnert etwas an kleine Gespenster. Außerhalb ihres Wirtstieres können Giardien bei optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate überleben. Sie gehören mit zu den am häufigsten vorkommenden Parasiten bei Katzen. Man geht davon aus, dass etwa ein Viertel aller an Durchfall erkrankten Katzen von Giardien befallen ist. Während erwachsene Katze meist problemlos und ohne Symptome mit den Parasiten fertig werden, können bei jungen oder immunschwachen Katzen typische Symptome auftreten.

Symptome bei Giardienbefall

  • Chronischer, schleimiger Durchfall
  • Gewichtsverlust, trotz unverändertem Appetit
  • Unsauberkeit
  • Struppiges Fell
  • Abgeschlagenheit
  • Erbrechen
  • Fieber Stark stinkender Kot
  • Blut im Kot

Diagnose

Symptome wie etwa Durchfall oder Erbrechen können auf unterschiedliche Erkrankungen hinweisen. Um die Diagnose Giardienbefall stellen zu können, muss der Tierarzt meist mehrere frische Kotproben im Abstand von einigen Tagen untersuchen. Diese winzig kleinen Parasiten sind nämlich relativ schwierig zu diagnostizieren. Möglicherweise wird der Tierarzt auch eine Blutuntersuchung durchführen, die zum einen auch einen Giardienbefall nachweisen kann und zum anderen andere Erkrankungen ausschließen soll.

Behandlung

Ihr Tierarzt wird nach einer ausgiebigen Untersuchung und der Diagnosestellung ein für Ihre Katze passendes Medikament verschreiben. Zur Behandlung von Giardien stehen verschiedene Wurmmittel zur Auswahl. Sollte die Katze sehr geschwächt oder die Symptome extrem stark ausgeprägt sein, wird sie noch weitere Medikamente zur Linderung der Symptome erhalten. Die Therapie kann sich als sehr langwierig herausstellen, da Giardien sehr widerstandsfähig sind. Außerdem können sie außerhalb des Körpers sogar mehrere Monate überleben und die Katze erneut befallen. Aus diesem Grund müssen auch alle Gegenstände, mit denen die Samtpfote häufig in Kontakt kommt, mehrmals gründlich gereinigt werden. Eine einfache Desinfektion mit handelsüblichen Mitteln reicht bei Giardien nicht aus. Es bedarf eines professionen Desinfektionsmittels. Sollten noch weitere Tiere im Haushalt leben, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt besprechen, ob eine vorsorgliche Mitbehandlung der anderen Tiere sinnvoll ist.

Prognose

Ein Giardienbefall ist zwar lästig und die Therapie kann sich über Wochen hinziehen, doch die Prognose ist gut, sofern die Erkrankung erkannt und behandelt wird.

Ursachen für Giardien bei Katzen

Katzen stecken sich mit Giardien meist über die Aufnahme von verschmutztem Wasser oder Futter oder das Benützen eines gemeinsamen Katzenklos an. Auch eine Infektion durch direkten Kontakt mit einem erkrankten Tier, über das Beschnüffeln oder gegenseitiges Putzen kommen als Ursache in Frage. Nach Aufnahme setzen sich die Giardien in der Dünndarmwand der Katze fest und vermehren sich dort. Da sich die Giardien vom Darminhalt der Katze ernähren, magert die Samtpfote selbst meist ab, obwohl sie reichlich Futter aufnimmt.

Vorbeugen

Hundertprozentig kann man einen Giardienbefall nicht verhindern – immerhin gehören Giardien zu den am häufigsten nachgewiesenen Parasiten bei Katzen. Ein Impfstoff oder Präparat, äquivalent zu den Wurmmitteln, existiert nicht. Daher bleibt nur die Einhaltung von hygienischen Maßnahmen, um die Wahrscheinlichkeit eines Giardienbefalls etwas zu minimieren. So sollte das Katzenklo täglich gereinigt und der Kot sofort beseitigt werden! Es empfiehlt sich außerdem, Gegenstände wie Katzenspielzeug, Kuscheldecke, Futternapf und Wasserschale in regelmäßigen Abständen heiß zu waschen.

Rassepraedispositionen

Giardien können alle Katzen, unabhängig von Ihrer Rasse, befallen. Es gibt somit keine Katzenrasse, die häufiger betroffen ist als andere.

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