Tollwut bei der Katze

Tollwut ist eine äußerst gefährliche Infektionskrankheit, die nach Ausbruch immer tödlich verläuft. Doch es gibt mittlerweile sehr gute Möglichkeiten, Ihre Katze davor zu schützen.

Definition von Tollwut

Die Krankheit Tollwut ist auch unter den Namen „Rabies“ und „Lyssa“ bekannt. Es handelt sich dabei um eine Viruserkrankung, die sehr ernst zu nehmen ist, da sie auch auf den Menschen übertragbar ist. Die WHO schätzt, dass sich jährlich weltweit 40.000 bis 70.000 Menschen mit Tollwut anstecken. Sollte der Verdacht der Tollwut bei Ihrer Katze ausgesprochen worden sein, muss sofort der zuständige Amtstierarzt benachrichtigt werden. Die ersten Symptome zeigen sich bei Katzen im Schnitt zwei Wochen nach der Ansteckung und lassen sich in drei Stadien aufteilen.

Symptome

  • Prodromalstadium (Dauer: bis zu 24 Stunden)
    Verhaltensänderungen: von extrem zutraulich, über ängstlich bis sehr reizbar
    Evtl. leichtes Fieber
     
  • Exzitationsstadium (Dauer: 2 bis 4 Tage)
    Rasende Wut
    Aggressivität
    Schreckhaftigkeit
    Zittern
    Bewegungsstörungen
    Muskelzuckungen
    Krämpfe
    „Schaum vor dem Mund“, vermehrter Speichelfluss (Hypersalivation)
    Starke Scheu vor Wasser
    Vergrößerte Pupillen
     
  • Endstadium (Dauer 1 bis 4 Tage)
    Verhaltensänderungen lassen nach
    Fortschreitende Lähmung
    Schüttelkrämpfe
    Koma

Diagnose von Tollwut

Sollte Ihre Katze Kontakt zu einem tollwütigen Tier gehabt haben, ist es wichtig, dass Sie sie nicht zum Tierarzt oder einer Tierklinik bringen, um eine mögliche weitere Ansteckung zu vermeiden. Sperren Sie die Katze von anderen Tieren weg – möglichst ohne viel Kontakt und rufen Sie Ihren Tierarzt an. Die typischen Symptome in Kombination mit einer fehlenden oder unvollständigen Impfung sowie der Möglichkeit einer Ansteckung, deuten stark auf die Diagnose Tollwut hin. Sobald der Tierarzt die Diagnose Tollwut bei Ihrer Katze ausgesprochen hat, muss umgehend der zuständige Amtstierarzt benachrichtig werden. Dieser regelt das weitere Vorgehen, um Mensch und Tier vor einer weiteren Ansteckung zu schützen. Eine eindeutige Diagnose lässt sich labordiagnostisch nur am toten Tier durchführen.

Behandlung

Eine Katze, die sich mit Tollwut angesteckt hat, kann nicht behandelt werden. Da das Virus absolut tödlich für Mensch und Tier ist und aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr, ist eine Therapie gesetzlich untersagt. Eine an Tollwut erkrankte Katze muss eingeschläfert werden.

Prognose

Abhängig davon, wo sich die Infektionsstelle befindet, dauert es mehr oder weniger lang, bis die ersten Symptome sichtbar werden. Doch die Tollwut bei der Katze verläuft immer tödlich. Sollte ein Mensch von einer tollwütigen Katze gebissen oder gekratzt worden sein, existiert die Möglichkeit einer nachträglichen Impfung, der so genannten Postexpositions-Prophylaxe.

Ursachen für Tollwut

Bei Tollwut handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit dem Rhabdo-Virus. Dieser wandert vom Speichel des kranken Tieres über eine Hautwunde ein – verursacht durch einen Biss oder Kratzer. Von dieser Infektionsstelle gelangt das Tollwut-Virus über Nervenstränge hoch zum Gehirn und verursacht dort eine Gehirnentzündung. Eine große Virusansammlung findet sich auch in den Speicheldrüsen, weshalb die Ansteckung hauptsächlich über den Speichel stattfindet. In Deutschland sind vor allem Füchse die Hauptüberträger der Tollwut. Durch eine großflächige und intensive Impfaktion für Füchse ist die Tollwut bei den Wildtieren stark zurückgegangen, und somit auch das Risiko der Katze, sich mit der tödlichen Krankheit anzustecken. Heute gilt Deutschland zwar als tollwutfrei, doch das kann sich jederzeit ändert. Auf der Seite der Friedrich-Löffler-Instituts sehen Sie die Verbreitung der Tollwut in Europa in den letzten Jahren.

Vorbeugen

Den sichersten Schutz für Ihre Katze vor Tollwut stellt eine Impfung dar. Diese ist sehr sicher Aufgrund der hohen Gefahr für den Menschen muss jedes Tier bereits bei Verdacht auf Tollwut eingeschläfert werden. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollten Sie Katzen, die Freigang bekommen, regelmäßig impfen. Erst recht wenn Sie in einem Tollwutgebiet wohnen. Denn da reicht bereits der Freilauf einer ungeimpften Katze für den Verdacht aus und sie muss eingeschläfert werden. Falls Sie Ihre Katze nur in der Wohnung halten, können Sie die Notwendigkeit einer Tollwutimpfung mit Ihrem Tierarzt besprechen.  
 

Rassepraedispositionen

Es gibt keine Rasseprädispositionen für Tollwut. Alle Katzen, unabhängig von der Rasse, haben das gleiche Risiko, an dieser tödlichen Krankheit zu erkranken.

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