Corona bei Katzen

Das Feline Coronavirus ist bei Katzen keine Seltenheit. Dieses ist nicht auf den Menschen übertragbar. Doch wie steht es mit Covid-19?

Können sich Haustiere an Covid-19 anstecken?

Bis zum 27. März 2020 war kein einziger Fall bekannt, bei dem sich eine Katze am Coronavirus Covid-19 angesteckt hatte. Durch die Presse ging lediglich ein Vorfall bei einem Hund aus Hongkong. Die Behörden hatten Anfang März bei dem Zwergspitz einer mit Corona erkrankten Frau Rückstände des Erregers auf Schnauze und Nase gefunden. Zu einer Infektion soll es nicht gekommen sein, zumindest zeigte der Hund keinerlei Symptome. Wahrscheinlich kam es bei der Berührung von Mensch und Hund zu einer äußerlich beschränkten Übertragung. Sowohl die Hongkonger Landwirtschafts- und Fischereibehörde wie auch die Weltgesundheitsorganisation WHO gaben ein paar Tage später Entwarnung: „Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass ein Haustier sich an Covid-19 anstecken oder zu einer Infektionsquelle werden könnte.“

Belgische Katze mit Coronavirus infiziert?

Am 28. März 2020 meldete die Belgische Behörd für Lebensmittelsicherheit, es gäbe den ersten Fall einer mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Katze. Nach Informationen eines Behördensprechers haben Wissenschaftler der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Lüttich die Katze einer Corona-Patientin untersucht . Dabei soll die Katze positiv auf das Virus getestet worden sein. „Möglicherweise kann es in sehr seltenen Fällen von Menschen auf Tiere übertragen werden“, so die Behörde. Die Katze habe vorübergehend Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme aufgewiesen. Ihr Zustand habe sich jedoch sehr schnell wieder gebessert.

Von der Behörde wurde darüber hinaus mitgeteilt, dass es weiterhin keinerlei Nachweise gäbe, dass das Virus von einem Haustier auf den Menschen übertragen werden könne.

Corona bei Katzen

Grundsätzlich ist das Auftreten von Corona bei Katzen keine Seltenheit. Wissenschaftler schätzen, dass ungefähr ein Drittel aller Hauskatzen in ihrem Leben einmal mit dem Felinen Coronavirus in Kontakt kommen. Zu 90 - 95 Prozent aller Fälle bleibt dies ohne größere Folgen, weil das Immunsystem der Katze Antikörper produziert und das Virus erfolgreich bekämpfen kann. Zumeist kommt es lediglich zu Darmproblemen. Gelegentlich mutiert das Feline Coronavirus jedoch zum Felinen Infektiösen Peritonitis-Virus, welches die tödliche Krankheit FIP auslöst. Leider gibt es keine Heilung, so dass die Katze üblicherweise innerhalb weniger Wochen verstirbt. Sobald es sichtbare Schmerzen gibt, werden viele eingeschläfert.  

Wichtig zu wissen:
Auch wenn das Feline Coronavirus zur großen Familie der Coronaviren zählt, grenzt es sich deutlich zu Covid-19 ab. Das Feline Coronavirus überträgt sich ausschließlich zwischen Katzen und stellt für den Menschen keinerlei Gefahr dar!

Katzenhaltung mit Corona

Bedenkt man die Anzahl der weltweit infizierten Menschen im Vergleich zu den inwischen bekannten extrem seltenen Fällen einer Ansteckung von Haustieen, ist die Gefahr für diese sehr gering. Es gibt daher keinen Grund, eine Katze auszuquartieren, wenn im Haushalt ein Coronafall auftritt. Allerdings sollte man zur Sicherheit vorübergehend auf intensives Schmusen verzichten.

Wenn möglich sollte die Katzen auch besser erst einmal keinen Freilauf gewährt bekommen, da es nicht auszuschließen ist, dass sie das Virus auf andere Katzen übertragen könnte. Völlig inakzeptabel wäre es, eine Katze aus Furcht vor einer Ansteckung in ein Tierheim abgeben zu wollen. Gerade in schweren Zeiten sind sie für viele Menschen eine wichtige Stütze. Sie hätten es keinesfalls verdient, aus ihrem Umfeld gerissen zu werden.

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