Was sind Dressurvierecke?
Dressurvierecke aus Holz oder Kunststoff begrenzen den Platz, auf dem bei Dressuren verschiedene Figuren geritten werden. Die Vierecke haben nach Klassen genormte Abmessungen. In den Klassen E bis L betragen die Maße 20 mal 40 Meter. Für schwere Aufgaben in der Klasse L sowie für die Klassen M bis S sind die Maße 20 mal 60 Meter vorgeschrieben. Innerhalb des Vierecks gibt es definierte Bahnpunkte. Sie bestimmen die Stellen, die bei Bahnfiguren während der Dressurprüfung anzusteuern sind. Außerdem dienen sie zur Orientierung von Punktrichtern und Reitern.
Dressurvierecke für Training und Wettkampf
Ein Dressurviereck wird nicht nur im Wettkampf, sondern auch beim Training und auf gewöhnlichen Reitplätzen eingesetzt. Es sorgt für eine elegante Optik und professionelle Trainingsbedingungen. Dressurvierecke sind in Varianten aus Holz und Kunststoff erhältlich. Die Holzvierecke bieten ein klassisches Design und sind umwelt- und klimafreundlich in der Herstellung. Dressurvierecke aus Kunststoff sind hingegen besonders wetterfest, langlebig und pflegeleicht. Besonders praktisch für den Aufbau sind Modelle, die mit Buchstaben gekennzeichnet sind. In der Regel bestehen sie aus einer Kombination von Stützen und Balken, die schnell auf- und abgebaut werden können.
Dressurvierecke für die Reitplatzbegrenzung und für den mobilen Einsatz
Dressurvierecke sind eine ideale Reitplatzumrandung. Ob für Dressur, Springreiten oder Voltigieren, die Vierecke liefern für jeden Pferdesport eine gut sichtbare Begrenzung. Um für einen perfekten Kontrast zu sorgen, sind sie gewöhnlich in hellem Weiß gehalten. Dressurvierecke eignen sich aber auch für den mobilen Einsatz. Dank eines modularen Baukastensystems lassen sie sich leicht montieren und demontieren. Die Einzelteile können platzsparend zum neuen Einsatzort transportiert werden. Für mehr Komfort gibt es zum Transportieren von Dressurvierecken auch spezielle Wagen. Das Zusammenbauen erfolgt über Steckverbindungen.
Reitplatzumrandungen mit Buchstabenkennzeichnung
Feste wie mobile Dressurvierecke sind aus dickwandigem Material gefertigt. Sie zeichnen sich durch eine elegante Optik aus, sind aber gleichzeitig funktional. Die Balken sind trittfest und stabil. Die Verbindungskegel können flexibel platziert werden und bestehen aus sehr robustem und recycelbarem Polyethylen.
Modelle mit Buchstabenkennzeichnung ermöglichen es, den Reitplatz beziehungsweise die Reitbahn in unterschiedliche Abschnitte zu unterteilen. Diese Exemplare erleichtern es Reitern, bestimmte Punkte auf dem Platz anzusteuern. Die Dressurvierecke sind aber in Kombination mit einem Reitplatzzaun auch als Begrenzung für Zuschauer geeignet.
Die normierten Abmessungen von Dressurvierecken
Die Vierecke für den Dressursport müssen normierte Abmessungen aufweisen, um bei Turnieren zum Einsatz kommen zu können. Die Dressurvierecke mit den Maßen 20 mal 40 Meter und die Variante 20 mal 60 Meter müssen eine Höhe von 130 Millimetern und eine Dicke von 20 Millimetern aufweisen. Ferner sind die Ecken des Reitplatzes mit vier Eckkegeln zu markieren. Die gesamte Konstruktion muss in der Farbe Weiß gehalten werden.
Merkmale zugelassener Dressurvierecke auf einen Blick:
Dressurvierecke 20 mal 40 Meter
- Höhe: 130 Millimeter
- Dicke: 20 Millimeter
- Länge der Planken: vier Meter
- Anzahl der Planken: 30 Stück
- Anzahl der Verbindungskegel: 30
- Anzahl der Eckkegel: vier
- Farbe: Weiß
Dressurvierecke 20 mal 60 Meter
- Höhe: 130 Millimeter
- Dicke: 20 Millimeter
- Länge der Planken: vier Meter
- Anzahl der Planken: 40 Stück
- Anzahl der Verbindungskegel: 40
- Anzahl der Eckkegel: vier
- Farbe: Weiß
Bahnpunkte und Buchstaben im Dressurviereck
Bei den Olympischen Spielen von 1920 wurden die Bahnpunkte in Dressurvierecken eingeführt. Je nach Bahngröße werden die Punkte in unterschiedlichen Abständen und Anordnungen angebracht. Markiert sind sie mit den Buchstaben K, F, E, B, S, M, C und H, die für Reiter, Punktrichter und Zuschauer optisch und akustisch gut zu unterscheiden sind. Die drei imaginären Buchstaben G, X und D liegen auf der Mittellinie.
Autor: Thomas Brodmann, vom Team der TIEREXPERTEN
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