Rottweiler

Der Rottweiler ist ein äußerst imposanter Hund, der bisweilen mit einem schlechten Image zu kämpfen hat. Auch wenn man es ihm nicht unbedingt ansieht, bei richtiger Prägung handelt es sich bei ihm um einen sehr anhänglichen und gutmütigen Kerl.

Steckrief Rottweiler

 Rotti
 Deutschland
 56 - 68 cm
 Hündin ca. 42 kg, Rüde ca. 50 kg
 9 - 12 Jahre
 Molosser (Gruppe 2)
 schwarz mit braunen Abzeichen
 kurz, fest, dicht, glänzend
 temperamentvoll, unerschrocken, arbeitsfreudig
 mittel bis hoch
 gering
 mittel bis schwer
 Rottweiler kosten 700 - 1200 Euro
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Rottweiler - Rassebeschreibung

Der Rottweiler ist ein echtes Kraftpaket. Er kann ein Gewicht von über 50 Kilogramm erreichen, wobei er weder plump, noch hochläufig oder windig aussehen soll. Am besten trifft es das Wort „stämmig“. Er ist muskulös, aber verfügt dennoch über eine gewisse Ausdauer. Aufgrund seiner Statur und des schwarzen Fells mag er für manche bedrohlich wirken, doch mit wenigen Ausnahmen handelt es sich beim Rottweiler um einen liebevollen Begleiter. Bei ungenügender Prägung und Erziehung, schlechter Haltung oder gar bewusstem Fördern der natürlichen „Schärfe“ kann er aufgrund seiner Kraft jedoch zum „Problemhund“ werden.

Charakter und Wesen des Rottweilers

Trotz seiner imposanten Erscheinung darf man sich nicht täuschen lassen. Im Rassestandard des Rottweilers ist festgeschrieben, dass es sich bei ihm um einen Hund von freundlicher und friedlicher Grundstimmung handeln soll, der anhänglich, gehorsam, führig und arbeitsfreudig sein soll. Es handelt sich bei ihm auch nicht um einen Raufer, zu verteidigen weiß er sich im Zweifelsfall jedoch. Und das gilt auch für seine Familie! Sie geht ihm über alles, weshalb er ein idealer Beschützer ist. Aufgrund seiner Intelligenz und seines Arbeitswillens hat er sich im Laufe des letzten Jahrhunderts zu einem idealen Kandidaten für den Polizei- und Militärdienst entwickelt. Bereits seit 1910 gilt der Rottweiler als offizielle Polizei-Hunderasse.

Ursprung und Geschichte

Rottweiler werden seit Jahrhunderten als Wachhunde eingesetzt
Rottweiler werden seit Jahrhunderten als Wachhunde eingesetzt

Rottweiler zählen zu den ältesten Hunderassen der Welt. Ihre Vorfahren lebten bereits in der Römerzeit. Gemeinsam mit den römischen Legionen zogen sie über die Alpen, um Mensch und Vieh zu beschützen. Bei der Besiedlung Germaniens stießen sie unter anderem auf die Stadt Rottweil, wo sie sich mit einheimischen Hunden vermischten. Deren Aufgabe war von nun an das Bewachen von Großviehherden. Daneben sollten sie auch ihren Herrn und sein Eigentum verteidigen. Vor allem Metzer züchteten später diesen Hundeschlag und sollen am Abend ihre Einnahmen um den Hals des Hundes gebunden haben. So entstand der Rottweiler Metzgerhund. Ende des 19. Jahrhunderts ging seine Popularität deutlich zurück, doch 1910 wurde unter anderem der Rottweiler auf eine Eignung als Polizeihund getestet. Es zeigte sich schnell, dass er dafür ideale Voraussetzungen mitbrachte, weshalb er bis heute dafür eingesetzt wird.

Der Rottweiler wird in der FCI (Féderation Cynologique Internationale = Internationale hundekundliche Vereinigung) in Gruppe 2, Sektion 2 „Molosser“ geführt.

 

Rottweiler richtig erziehen

Keine Frage, ein kräftiger Hund wie der Rottweiler benötigt von Anfang an eine konsequente Erziehung. Wie auch bei anderen Rassen sollte diese liebevoll und ohne körperliche Sanktionen durchgeführt werden. Der Rottweiler ist durchaus in der Lage Führungsqualitäten zu erkennen, ohne dass dafür Gewaltanwendung notwendig ist. Mit der Erziehung sollte frühzeitig begonnen werden, damit der Hund gar nicht erst auf die Idee kommt, selbst das Regiment zu übernehmen. Wer dies richtig umsetzt, wird normalerweise keine Schwierigkeiten mit dieser Rasse haben.

Die Haltung

Ein Rottweiler ist groß und kräftig. Auch wenn er eine gute Erziehung genossen hat und sehr folgsam ist, kann es trotzdem einmal vorkommen, dass er sich losreißen möchte. Selbst für eine körperlich große Person könnte dies bereits eine echte Herausforderung werden, alle anderen haben keine Chance! Darüber sollte man sich bei der Anschaffung eines Rottweilers bewusst sein. Zwar benötigt er nicht überdurchschnittlich viel Auslauf, aber er sollte unbedingt beschäftigt werden, damit er sich auspowern kann. Es muss nicht gleich Schutzdienst sein, es darf auch Turnier-Hundesport sein – und auch wenn es für manche etwas komisch klingen mag – auch beim Dogdancing kann sich ein Rottweiler durchaus ausleben und sogar eine gute Figur machen. 

Achtung: Rottweiler zählen in manchen Bundesländern zu den „Listenhunden“, für die eine Haltererlaubnis und ein Sachkundenachweis notwendig sind!


Pflegetipps für Rottis

Das Fell des Rottweilers ist äußerst pflegeleicht! Gelegentliches Bürsten ist völlig ausreichend. Es genügt ein Gumminoppenhandschuh oder eine Naturbürste, um loses Haar, Hautschuppen und Staub zu entfernen. Anschließend glänzt das Fell wieder schön.

Rottweiler Welpen

Oberstes Ziel jedes Züchters sollte es sein, gesunde, kräftige, charakterfeste Welpen zu züchten. Rottweiler sind temperamentvoll, unerschrocken, arbeitsfreudig, gehorsam und sehr anhänglich. Überzeugen Sie sich davon vor Ort. Besuchen Sie den Züchter und schauen Sie sich die Welpen und ihr Zuhause an. Sehen sie gesund und munter oder eher ängstlich und apathisch aus? Leben die Welpen isoliert oder gemeinsam in der Familie? Suchen Sie sich einen seriösen und kompetenten Züchter und lassen Sie sich bei der Auswahl des zu Ihnen passenden Welpen beraten.

Achtung: So nett Rottweiler-Welpen auch sind, sie benötigen unbedingt von Anfang an eine liebevolle, aber dennoch konsequente Erziehung. Die Sozialisierung muss bereits im Welpenalter beginnen!

Sollten Sie bereits einen Welpen in Aussicht haben, interessiert Sie bestimmt unsere große Auswahl an Hundenamen

Erscheinungsbild und Zucht des Rottweilers

Der Rassestandard des Rottweilers besagt, dass es sich bei ihm um einen mittelgroßen bis großen stämmigen Hund handelt, der weder plump, leicht, hochläufig noch windig sein darf. Seine im richtigen Verhältnis stehende kräftige Gestalt lässt auf Kraft, Ausdauer und Wendigkeit schließen.  Rüden wiegen zirka 50 Kilogramm, Hündinnen 42 Kilogramm.

Ihr Fell besteht aus Deckhaar und Unterwolle. Das Deckhaar soll mittellang, dicht, derb und straff anliegen – die Unterwolle soll nicht aus dem Deckhaar hervortreten. Die Fellfarbe ist meist schwarz mit gut abgegrenzten Abzeichen von rotbrauner Färbung an Brust, Läufen, Backen, Fang, Halsunterseite, über den Augen und unter der Rutenwurzel.


Einen Rottweiler kaufen

Wollen Sie einen reinrassigen Rottweiler bei einem Züchter kaufen, sollten Sie bei den Welpen bzw. Elterntieren auf Abweichungen des oben genannten Erscheinungsbilds und unter anderem auf folgende Fehler achten:    

  • schmaler, leichter, zu kurzer/langer oder plumper Kopf
  • Lefzen nicht straff schließend, rosafarben oder fleckig
  • helle, tiefliegende, zu volle oder runde Augen
  • eng gestellt oder nicht gerade Vordergliedmaßen
  • schwacher, zu langer oder eingesenkter Rücken

Das komplette Erscheinungsbild und alle Fehler finden Sie bei der FCI (Federation Cynologique Internationale): Rassestandard Rottweiler

Rottweiler Züchter

Krankheiten und Gefahren beim Rottweiler

Zwar handelt es sich beim Rottweiler um einen sehr robusten Hund, frei von genetisch bedingten Anfälligkeiten ist er jedoch leider nicht. Auch er gehört zu den Rassen, bei denen Hüftgelenkdysplasie (HD) und Ellbogengelenksdysplasie (ED) auftreten können. Deshalb muss bei einer Zuchttauglichkeitsprüfung eine Röntgenuntersuchung vorliegen. Eine Neigung besteht außerdem hinsichtlich Herzvenenverengung, Degenerative Rückenmarkentzündung, Schilddrüsenunterfunktion und Osteochondrose (Störung bei der Umwandlung von Knorpeln zu Knochen).

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