Border Collie

Der Border Collie wird von vielen als die intelligenteste Rasse der Welt angesehen. Doch damit verbunden können auch Probleme auftreten, die nur von erfahrenen Hundebesitzern zu meistern sind.

Steckbrief Border Collie

 Border
 Großbritannien
 51 - 55 cm
 14 - 22 kg
 12 - 15 Jahre
 Hütehunde (Gruppe 1)
 große Vielfalt (weiß nicht vorherrschend)
 mäßig lang oder kurzhaarig
 aufmerksam, intelligent, arbeitswillig
 hoch
 gering
 mittel bis schwer
 Golden Retriever kosten 800 - 1200 Euro
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Border Collies – Rassebeschreibung

Der Border Collie ist ein mittelgroßer Hund, der mit einer großen Anzahl unterschiedlicher Fellfarben anzutreffen ist. Seine eigentliche Bestimmung ist das Hüten von Schafen, doch aufgrund seiner sprichwörtlichen Intelligenz wird er auch als Familienhund immer beliebter. Wer aktiv ist und wie ein Border Collie immer Lust auf neue Herausforderungen hat, für den ist dieser Hund genau das Richtige. Wer dagegen um Hundevereine eher einen großen Bogen macht und zeitlich relativ eingeschränkt ist, der sollte sich diesen anspruchsvollen Hund besser nicht anschaffen.

Charakter und Wesen des Border Collies

Border Collies sind äußerst aufmerksam und blitzgescheit, schließlich wurden sie über Generationen hinweg dahingehend gezüchtet, selbstständig oder auf Zeichen des Schäfers Schafe zu hüten. Dabei preschen sie auf Ausreißer nicht einfach los und weisen sie in ihre Schranken, sondern gehen sehr bedacht vor. Die Herde wird ununterbrochen beobachtet und geschickt umrundet, so dass diese stets zusammen bleibt. Auf Auseinandersetzungen hat es der Border Collie prinzipiell nicht abgesehen, im Zweifelsfall würde er sich aber Respekt verschaffen.

Ein Border Collie ist enorm lernbereit, gleichzeitig aber auch sehr sensibel. Er merkt Unsicherheiten und nicht konsequentes Verhalten sofort und nutzt dieses für sich aus. Unerfahrene Hundebesitzer müssen dann damit rechnen, dass sie zusehends Probleme mit dem Hund bekommen. Ein Border Collie lechzt nach körperlicher und vor allem geistiger Auslastung, ist (und muss) aber auch durchaus in der Lage sein, sich zurückzunehmen. Das ist für ihn prinzipiell nicht ungewöhnlich, schließlich gibt es auch beim Schafe hüten längere Phasen, in denen es nichts zu tun gibt. Dies sollte der Mensch bewusst fördern, sonst kann es passieren, dass er bald einen der berühmten „Balljunkies“ an seiner Seite hat, der ständig auf 180 ist.

Ursprung und Geschichte

Dieser Border Collie beherrscht den Trick "Beine übereinander"
Dieser Border Collie beherrscht den Trick "Beine übereinander"

Schon die Wikinger sollen von ihren Feldzügen aus Großbritannien Hirtenhunde in ihre Heimat mitgebracht haben, die die Vorfahren der heutigen Border Collies sein dürften. Die erste konkrete Beschreibung der Arbeitsweise eines Hütehundes stammt von John Caius, dem Leibarzt Königin Elisabeths I. Als Stammvater der Boder Collies gilt jedoch „Old Hemp“ (1893 – 1901), der im Besitz des Farmers Adam Telfer war. Er verfügte über außergewöhnliche Hütefährigkeiten, die er auch an seine Nachfahren weitergab, die auf vielen Hütewettbewerben ganz oben auf dem Treppchen standen.

Border Collie Züchter hatten erst einmal wenig Interesse an einem einheitlichen Standard, ihnen ging es nur um die Fähigkeiten der Hunde. Und so dauerte es bis ins Jahr 1976, als der Boder Collie endlich als eigenständige Rasse bei der FCI (Féderation Cynologique Internationale = Internationale hundekundliche Vereinigung) eingetragen wurde: Gruppe 1, Sektion 1 "Schäferhunde".  Seinen Namen verdankt er übrigens der Tatsache, dass er aus dem Grenzgebiet (Grenze = border) zwischen England und Schottland stammt.

 

Border Collie – Die Erziehung

Viele Hundebesitzer würden sich so einen aufmerksamen und lernbegierigen Hund wünschen. Nach einer Wiederholung klappt die neue Übung bereits wie am Schnürchen. Aber damit ist es eben nicht genug! Der Boder Collie schaut seinen Besitzer fragend an, was denn als nächstes kommt. Ausgiebiges Bälle werfen reicht zum Beispiel bei weitem nicht ais – das kann ja fast jeder. Er möchte schon auch geistig jeden Tag aufs Neue gefordert werden, sonst kann es leicht sein, dass er sich Ersatzbeschäftigungen sucht und den Gehorsam mitunter verweigert. Eine konsequente Erziehung ist unabdingbar, aber selbstverständlich ohne großes Brüllen oder gar Handgreiflichkeiten. Das vertragen die sensiblen Boder Collies gar nicht! 

Wichtig ist außerdem, selbst Ruhe auszustrahlen. Border Collies reagieren auf Umweltreize oft besonders sensibel und brauchen einen Menschen, der ihnen Sicherheit vermittelt. Das ist vor allem in der Junghundphase wichtig. Wer selbst zu den unruhigen, leicht ablenkbaren Menschen gehört, die ständig in Action sein müssen, ist nicht unbedingt der perfekte Partner für einen Border.

Die Haltung

Auch ohne Schafherde lässt sich ein Border Collie halten, wobei man offen zugeben muss, dass diese Haltungsform wohl die beste für ihn wäre. Manche Besitzer sollen sich extra eine Gänseschar angeschafft haben, damit der Border artgerecht beschäftigt werden kann. Aber es geht natürlich auch ohne. In diesem Fall sollten Sie unbedingt darauf achten, einen Border Collie aus der „Showlinie“ zu bekommen. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Rasse, sondern lediglich um eine Variante, in der das Aussehen an erster Stelle steht. Diese Hunde sind für Familien prinzipiell weit besser geeignet als ein Hund aus der „Arbeitslinie“. Denn dort geht es weiterhin in erster Linie um die Fähigkeit des Hütens. Diese Hunde sind schwieriger mit Ersatzbeschäftigungen wie Obedience, Flyball, Agility, „Haushaltshelfer“ oder Rettungshund zu befriedigen.


Pflegetipps für Border Collies

Das Fell des Border Collies ist äußerst pflegeleicht. Gelegentliches Bürsten ist völlig ausreichend, wobei natürlich mehrmaliges Bürsten pro Woche umso mehr verhindert, dass es zu Verfilzungen oder Verflechtungen kommen kann. Zudem befreit das Bürsten von Staub, Schuppen und losen Haaren. Baden dürfte selten notwendig sein, wenn doch, benützen Sie unbedingt ein spezielles Hundeshampoo.

Erscheinungsbild des Border Collies

Der Rassestandard des Border Collie besagt, dass es sich bei ihm um einen gut proportionierten Hund mit geschmeidigen Außenlinien, Anmut und Harmonie handelt. Seine Erscheinung soll den Eindruck erwecken, dass dieser Hund zu ausdauernder Leistung fähig ist. Jegliche Tendenz zu Schwäche oder Plumpheit ist in der Zucht daher unerwünscht. 

Die Länge des Körpers übertrifft leicht die Schulterhöhe, die idealerweise 52 – 53 Zentimeter beträgt. Die Rute ist mäßig lang und darf nicht über dem Rücken getragen werden. Die Bewegung der Border Collies soll fließend und unermüdlich sein, wobei die Pfoten nur wenig angehoben werden sollten, so dass sich der Hund beinahe schleichend und dennoch mit großer Geschwindigkeit fortbewegt. Es existieren zwei Haarvarianten: Kurzhaar und mäßig langes Haar. Ebenso wie die Unterwolle sind beide Haarlängen sehr dicht, um dem Border Collie einen wetterfesten Schutz zu bieten. Border Collies mit mäßig langem Haar tragen dies an Brust, Hosen und Fahne. Gesicht, Ohren, Voderläufe und Hinterläufe (ab dem Sprunggelenk abwärts) sind kurzhaarig. Eine große Vielfalt an Fellfarben ist erlaubt, wobei die Farbe Weiß nie vorherrschen soll.

Einen Border Collie kaufen

Wollen Sie einen reinrassigen Border-Collie-Welpen bei einem Züchter kaufen, sollten Sie bei den Elterntieren auf Abweichungen des oben genannten Erscheinungsbilds und unter anderem auf folgende Fehler achten:    

  • Agressive oder übermäßig ängstliche Hunde
  • Hunde mit physischen Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen
  • Hunde, die nicht funktional und klinisch gesund sind
  • Rüden müssen zwei normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden

Das komplette Erscheinungsbild und alle Fehler finden Sie bei der FCI (Federation Cynologique Internationale): Rassestandard Border Collie

Border Collie Züchter


Boder Collie in Not

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Krankheiten und Gefahren beim Border Collie

Vor allem der Tatsache, dass Border Collies in erster Linie auf Arbeitsfähigkeit gezüchtet wurden – und weniger nach Aussehen – ist es zu verdanken, dass es sich bei ihnen um eine sehr robuste, widerstandsfähige Rasse handelt. Krankheiten, die bei dieser Rasse vergleichsweise gehäuft auftreten können, gibt es aber dennoch. Dazu zählt unter anderem die vererbbare „Collie Eye Anomaly (CEA), eine Augenkrankheit, die die Sehkraft so stark beeinträchtigen kann, dass die Hunde erblinden. Ebenfalls auftreten kann der MDR1-Defekt, der eine Überempfindlichkeit gegenüber verschiedenen Arzneistoffen hervorruft. 

In Deutschland nicht erlaubt ist eine Merle-Merle-Zucht. Denn durch diese Verpaarung treten bei Welpen gehäuft Taubheit und Blindheit auf.

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