Rhodesian Ridgeback

Der ehemalige Löwenjäger aus Südafrika hat sich zu einem beliebten Familienhund entwickelt. Das Zusammenleben mit einem Rhodesian Ridgeback funktioniert aber nur mit einer konsequenten Erziehung.

Steckbrief Rhodesian Ridgeback

 Ridgeback
 Südafrika
 61 - 69 cm
 Hündin ca. 32 kg, Rüde ca. 36,5 kg
 11 - 13 Jahre
 Lauf- und Schweißhunde (Gruppe 2)
 helles bis rotes Weizen
 glatt, kurz, dicht
 klug, würdevoll, zurückhaltend
 hoch
 gering
 mittel bis schwer
 Rhodesian Ridgebacks kosten 1300 - 1700 Euro
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Rhodesian Ridgeback - Rassebeschreibung

Beim Rhodesian Ridgeback handelt es sich um einen großen, kräftigen Hund mit kurzem, glatten Fell. Er kann dunkle oder bernsteinfarbene Augen besitzen, verfügt über rotbraunes Fell und wirkt äußerst imposant. Das Markenzeichen des Rhodesian Ridgeback ist sein namensgebender Rückenkamm (ridgeback). Er entsteht dadurch, dass an dieser Stelle die Haare exakt in die Gegenrichtung verlaufen. Der Kamm muss bei einem Rassehund deutlich abgegrenzt und symmetrisch sein, zu den Hüfthöckern hin schmaler werden und unmittelbar hinter den Schultern beginnen. Mit einer Schulterhöhe von durchschnittlich 65 Zentimetern zählt der Rhodesian Ridgeback zu den großen Hunderassen.


Charakter und Wesen des Rhodesian Ridgebacks

Rhodesian Ridgebacks sind mutige Hunde, die sowohl zur Jagd als auch als Wachhund eingesetzt werden können. Ihre Beliebtheit als Familienhund steigt zusehends. Ganz unproblematisch ist dies aber nicht, denn die klugen Hunde sind auch recht sensibel und eigenwillig. Als Anfängerhund kann man die kräftigen und ausdauernden Ridgebacks daher nicht bezeichnen. Man sollte in der Hundehaltung bereits erste Erfahrungen gemacht haben, bevor man sich Rhodesian Ridgeback zulegt. Wer mit ihm umzugehen weiß, der wird ihn jedoch lieben, denn neben viel Unternehmensgeist zeigt er sich in der Familie durchaus als verschmuster, anhänglicher Zeitgenosse, auch gegenüber Kindern.

Ursprung und Geschichte

Der Rhodesian Ridgeback wird noch immer zur Jagd auf Wildtiere eingesetzt
Der Rhodesian Ridgeback wird noch immer zur Jagd auf Wildtiere eingesetzt

Beim Rhodesian Ridgeback handelt es sich um die einzige anerkannte Hunderasse aus Südafrika. Er entwickelte sich aus Hunden, die der Stamm der Khoi-Khoi zur Jagd auf Wild und als Wächter einsetzte. Bereits diese Hunde wiesen den auffälligen Rückenkamm auf. Als die Kolonialherren ins Land kamen, brachten sie nicht nur viel Begeisterung für die Großwildjagd mit, sondern auch ihre eigenen Jagdhunde. Diese kamen aber mit dem ungewohnten Klima zur mäßig zurecht, weshalb sie mit den dort lebenden Hunden gekreuzt wurde. Es entwickelte sich der perfekte Jagdhund für südafrikanische Verhältnisse: Robust, muskulös und als Teamplayer einsetzbar für die Jagd auf Großwild, der auch vor einem Löwen nicht zurückschreckte. 1922 stellte der Brite Francis Richard Barnes den ersten Rassestandard auf, 1926 wurde dieser von der Kennel Union des Südlichen Afrikas anerkannt.

Der Rhodesian Ridgeback wird in der FCI (Féderation Cynologique Internationale = Internationale hundekundliche Vereinigung) neben den Laufhunden und Schweißhunden in Gruppe 6, Sektion 3 „Verwandte Rasse“ geführt.

 

Rhodesian Ridgeback – Die Erziehung

Der Rhodesian Ridgeback ist ein sehr lernfähiger Hund, der aufgrund seiner Historie jedoch einen Hang zur Dominanz hat. Er musste in Südafrika auf die Jagd nach Löwen gehen und die Farmen gegen Wildtiere verteidigen. Von daher benötigten er eine konsequente (aber liebevolle) Erziehung, damit er nicht zum Rudelführer in der Familie aufsteigt. Fremden gegenüber verhält er sich eher distanziert bis misstrauisch, jedoch normalerweise nie aggressiv. Er verfügt über eine hohe Arbeits- und Gehorsamsintelligenz, weshalb die Voraussetzung für eine erfolgreiche Erziehung grundsätzlich gegeben sind. 

Die Haltung

Ein Rhodesian Ridgeback eigenet sich durchaus für die Haltung in einer Familie, denn er wünscht sich einen engen Anschluss. Seinem Rudel ist er sehr verbunden, Fremden gegenüber eher distanziert. Was er braucht, ist eine Menge Auslauf und darüber hinaus auch geistige Beschäftigung. Er war und ist es gewöhnt, stundenlang durch die Natur zu streifen, dementsprechend sollten sich die täglichen Spaziergänge keinesfalls auf zweimal 10 Minuten beschränken. Zweimal eine Stunde entsprechen wesentlich eher seinem Bedürfnis!

Es darf und sollte durchaus auch anspruchsvoll für den Ridgeback werden: Fährtensuche, Mantrailing oder Schweißarbeit liegen ihm, es kann aber auch Obedience oder Agility sein, Hauptsache es stehen regelmäßig Herausvorderungen auf dem Programm. Umso sicherer kann man dann sein, dass der Hund ausgelastet ist und nicht versucht, seinen eigenen Willen bei den unterschiedlichsten Begebenheiten durchzusetzen. Hilfe bei der Haltung bietet Ihnen unser Verhaltens-Ratgeber.

Ernährungs-Tipps: Der Futterbedarf des Rhodesian Ridgebacks hängt stark mit seinem Aktivitätslevel zusammen. Tipps zur richtigen Ernährung finden Sie in unserem Special über Futter für große Hunderassen und allgemein in unserem Ernährungs-Ratgeber.


Pflegetipps für Rhodesian Ridgebacks

Aufgrund des kurzen Haarkleids ist die Fellpflege beim Rhodesian Ridgeback ein Leichtes. Man könnte fast meinen, das Fell besäße einen Selbstreinigungseffekt, denn gerade noch schmutzig, ist im nächsten Moment kaum mehr etwas zu sehen. Es genügt voll und ganz, gelegentlich mit einem Gummistriegel über das Fell zu bürsten, um lose Haare und Hautschuppen zu entfernen.

Ridgeback Welpen

Rhodesian Ridgebacks sind intelligent, mutig, selbstbewusst und freundlich. Ob dem wirklich so ist, lässt sich auf einer Internetseite oder übers Telefon nicht beurteilen! Wenn Sie Rhodesian Ridgeback Welpen kaufen möchten, dann überzeugen Sie sich vor Ort. Besuchen Sie den Züchter und schauen Sie sich die Rhodesian Ridgeback Welpen und ihr Zuhause genau an.

Sollten Sie bereits einen Welpen in Aussicht haben, interessiert Sie bestimmt unsere große Auswahl an Hundenamen.

Erscheinungsbild des Rhodesian Ridgeback

Der Rassestandard des Rhodesian Ridgebacks besagt, dass es sich bei ihm um einen ausgewogen gebauten, muskulösen, starken, wendigen und aktiven Hund handelt, der symmetrisch im Profil und bei mittlerer Geschwindigkeit äußerst ausdauernd ist. Bei der Zucht ist das Hauptaugenmerk auf Eleganz, Beweglichkeit und funktionale Beweglichkeit zu legen, ohne eine Tendenz zu einer massiven Erscheinung. Die Besonderheit des Ridgebacks ist sein Rückenkamm (ridge), der deutlich abgegrenzt sein muss. Die Zuchtordnung des britischen Rasseclubs besagte bis 2008, dass Welpen ohne Ridge getötet werden sollen. Nachdem dies öffentlich wurde, strich der Club diese Regelung aus ihren Vorschriften.

Ein Rhodesian Ridgeback sollte eine Widerristhöhe von 61 bis 69 Zentimetern aufweisen, bei einem Gewicht von 32 bis 36,5 Kilogramm. Der starke Kiefer solle ein perfekt schließendes und vollständiges Scherengebiss aufweisen, der Hals lang, kräftig und ohne lose Kehlhaut sein. Der kraftvolle Körper endet in einer glatten, kräftigen Rute von mäßiger Länge. Das Fell eines Ridgebacks sollte glatt, kurz und dicht sein, weder wollig noch seidig. Der Originalstandard ließ viele Farben zu, der FCI-Standard dagegen nur ein helles bis rotes Weizen. Zu viel weißes Fell an der Brust oder zu viele schwarze Haare im ganzen Fell sind unerwünscht.

Einen Rhodesian Ridgeback kaufen

Wollen Sie einen reinrassigen Ridgeback-Welpen bei einem Züchter kaufen, sollten Sie bei den Elterntieren auf Abweichungen von oben genanntem Erscheinungsbild und folgende Fehler achten:    

  • Agressive oder übermäßig ängstliche Hunde
  • Hunde mit physischen Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen
  • Hunde, die nicht funktional und klinisch gesund sind
  • Rüden müssen zwei normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden

Das komplette Erscheinungsbild und alle Fehler finden Sie bei der FCI (Federation Cynologique Internationale): Rassestandard Rhodesian Ridgeback

Wir haben für Sie viele Tipps rund um die Anschaffung eines Hundes, dessen Erstausstattung und Hundezubehör.

Krankheiten und Gefahren beim Rhodesian Ridgeback

Beim Rhodesian Ridgeback handelt es sich prinzipiell um eine sehr gesunde, robuste Hunderasse. Die einzige Auffälligkeit hinsichtlich einer erblich bedingte Krankheit besteht durch Dermoid Sinus (DS), eine Hautkrankheit, die sich durch eine Zyste im embrionalen Stadium bemerkbar macht. An diesen Stellen haben sich die Zellen, die später einmal die Haut bilden, nicht von jenen Zellen getrennt, die zum Nervensystem werden. Daraus ergeben sich kanalartige Hautstrukturen, die von außen zumeist nur als kleine Hautveränderungen zu erkennen sind. Wird der DS nicht operativ entfernt, kann es früher oder später zu Infektionen kommen.

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