Welpen füttern - Darauf müssen Sie achten

Die Wachstumsphase ist eine große Herausforderung für die Knochen und Gelenke der Welpen. Entscheidenden Einfluss darauf hat die Welpenernährung!

Welpenernährung in den ersten Wochen

Die ersten Lebenswochen ernähren sich Welpen ausschließlich von Muttermilch. Sie enthält alle Nährstoffe, die sie in dieser Zeit benötigen. Ab der vierten Woche begeben sie sich aber hin und wieder schon auf die Suche nach zusätzlichem Futter und machen dabei auch nicht vor dem Napf ihrer Mutter halt. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, jedem Welpen einen eigenen Futternapf zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist nun jedoch, die Kleinen nicht zu überfüttern. Die Futtermenge hängt hauptsächlich vom zu erwartenden Endgewicht des Hundes ab. Während der ersten Monate lässt es sich folgendermaßen überschlagen: Pro Tag sollte der Welpe etwa 2 bis 4 Gramm (pro Kilogramm Endgewicht) zunehmen. Ein Welpe, der als Erwachsener 10 Kilogramm wiegt, dürfte dementsprechend pro Tag zirka 20 bis 40 Gramm zunehmen.

Welpenernährung im neuen Zuhause

Je nach Züchter steht ab der 8. Woche ein Umzug der Welpen in ihr zukünftiges Zuhause bevor. Spätestens dann hat auch die Hündin das Säugen eingestellt. Die Trennung von ihrer Mutter und den Geschwistern stellt eine große Belastung für Hundewelpen dar. Um diese nicht noch zu vergrößern, sollten Sie jetzt keinesfalls eine Nahrungsumstellung durchführen. Am besten füttern Sie die ersten Tage etwas kleinere Rationen und warten ab, ob die Verdauung einwandfrei funktioniert. Bei Durchfall dürfen Sie nicht lange zögern und sollten sofort einen Tierarzt aufsuchen. Möchten Sie einen Futterwechsel durchführen, warten Sie damit mindestens 3 Wochen und vollziehen Sie diesen keinesfalls augenblicklich. Mischen Sie täglich ein wenig mehr vom neuen Welpenfutter in das bislang gewohnte Futter.

Regelmäßig den Welpen füttern

Im Gegensatz zu erwachsenen Hunden müssen Welpen deutlich häufiger gefüttert werden – am besten gleich viermal täglich zu festen Zeiten. Lassen Sie sich schon jetzt nicht auf Betteleien ein, sondern halten Sie die Fresszeiten ein. Das kommt auch dem Welpen zugute, dessen Organismus sich darauf einstellen kann. Was nach maximal 30 Minuten immer noch im Napf ist, kommt weg. So lernt der Welpe, in einem gewissen Zeitraum zu fressen und Sie haben eine bessere Übersicht, wieviel er offensichtlich benötigt bzw. gefressen hat.

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Futtermenge für Welpen

Wer selber kochen mag, hat eine große Verantwortung, denn eine ausgewogene Ernährung bereitzustellen, ist gar nicht so einfach. Fehlen wichtige Nährstoffe bzw. werden diese in einer zu hohen Dosis bereitgestellt (z.B. durch übermäßiges Zufüttern von Mineralstoff- und Vitaminmischungen), kann es zu Skelettschäden kommen! Denn die Knochen sind in diesem Fall nicht in der Lage, dem Wachstum der Muskeln in der gleichen Geschwindigkeit zu folgen. Gerade große Hund können bis zu 2 Jahre benötigen, bis sie wirklich ausgewachsen sind, bei kleinen Hunden ist die Wachstumsphase nach ca. einem Jahr abgeschlossen.  

Die Futtermenge hängt von der Rasse und dem zu erwartenden Gewicht des Hundes ab. Eine große Hilfe ist das umfangreiche Angebot an speziellem Welpenfutter. Die darauf enthaltenen Angaben geben einen guten Überblick, was im Futter enthalten ist und wieviel davon gefüttert werden sollte. Wundern Sie sich nicht, wenn der Bedarf beim Welpen relativ hoch ist, schließlich haben die sehr agilen Fellbündel einen entsprechend hohen Energieverbrauch. Da ihr Magen noch relativ klein ist, muss die Nahrungsaufnahme mehrmals am Tag erfolgen. Und vergessen Sie nicht, täglich immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung zu stellen.

Ernährung von Junghunden

Im ersten halben Jahr ist das Risiko am Größten, dass es zu Entwicklungsstörungen kommt. Aber auch darüber hinaus ist es besonders bei großen Rassen wichtig, dass die Ernährung auf das jeweilige Tier abgestimmt ist. Dementsprechend sollte auch die (langsame) Umstellung auf Junghundefutter bzw. Futter für erwachsene Hunde erfolgen.