Katzensprache deuten und verstehen

Was will uns die Katze sagen? Wie kommuniziert Sie mit uns und ihresgleichen? Wir helfen Ihnen, die Katzensprache besser zu verstehen.

Die Sprache der Katzen

Katzen versuchen häufig, mit dem Mensch zu kommunizieren. So können verschiedene Bedürfnisse und Probleme in Stresssituationen verstanden und zusammen mit der Katze gelöst werden. Aber auch positive Ansätze, etwa die Zuneigung der Katze dem Halter und seiner Familie gegenüber, werden über die Sprache geäußert. Die Katze nutzt hierbei in Abhängigkeit von Rasse, Alter, Erziehung und Verhältnis zum Menschen unterschiedliche Signale, die sich zwar verallgemeinern lassen, aber dennoch nicht universell für alle Katzen gelten.

Diese Mittel nutzt die Katze zur Kommunikation

Katzen verfügen über mehr als nur eine Möglichkeit, um dem Menschen ihre Anliegen mitzuteilen. Die Katzensprache weist mehrere Äußerungsmerkmale auf, die unterschiedlichen Anliegen vermitteln. Die direkte Sprache, also das Miauen der Katze, ist hierbei die eindeutigste Kommunikationsform, die dennoch nicht ohne weiteres zu deuten ist. Mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, also das, was bei Menschen als Mimik umschrieben wird, ist die Katze darüber hinaus in der Lage ihre Gefühle auszudrücken.

In Kombination mit der Körpersprache besitzt die Katze viele Möglichkeiten, um Stresssituationen und positive Emotionen auszudrücken. Das zeigt sie auch durch bestimmte Verhaltensweisen, also Bewegungen, die unter Umständen die drei vorangegangenen Möglichkeiten kombinieren. Die Katzensprache zu deuten stärkt das Miteinander von Mensch und Tier und stellt die Grundlage einer guten Beziehung dar.

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Das Miau in der Katzensprache

Das Miauen der Katze ist am ehesten als konkrete Sprache zu bezeichnen. Hiermit ist meist die Aufforderung nach Aufmerksamkeit des Menschen verbunden. Oft hat die Katze einfach nur Hunger und möchte gefüttert werden. Besonders wenn die letzte Fütterung schon etwas her ist oder wenn die Katze zu dieser Tageszeit normalerweise ihr Futter erhält, ist das der Fall. Dafür spricht ebenfalls, wenn die Katze in der Nähe der Näpfe bleibt. Falls die Katze aber keinen Hunger hat, kann das Miauen auch als Aufforderung zum Spielen oder zum Kuscheln verstanden werden.

Mimik als Kommunikation

Besonders die Augen der Vierbeiner können zur Kommunikation beitragen. Wenn sie beispielsweise weit geöffnet sind, ist das in der Regel ein Zeichen für Wohlbefinden, da die Katze sich in der unmittelbaren Umgebung sicher fühlt. Das leichte Schließen der Augen ist eher gegenteilig zu verstehen. Die Katze fokussiert sich auf die Umgebung, da sie etwas misstrauisch ist. Hier kommt es oft zu intensiven Beobachtungen der Umgebung, die die Katze besonders in einem neuen Umfeld benötigt. Ein Fauchen deckt dann eindeutige Stresssituationen auf.

Ein leichtes Anblinzeln ist dagegen als positives Erlebnis zu verstehen. Dadurch zeigt die Katze ihr Wohlbefinden und vermittelt dem Besitzer oder anderen Menschen, dass sie ihn mag. Schwierig ist die Deutung des Starrens der Katze, da es hier auf die Pupillen ankommt. Bedrohlich verhält sich die Katze, wenn die Pupillen klein sind. Große Pupillen sind dagegen grundsätzlich als Begeisterung zu verstehen, da die Katze etwas interessiert beobachtet. Generell ist hierbei die Deutung aber nicht ohne weiteres möglich und unterscheidet sich von Katze zu Katze.

So nutzt die Katze ihre Körpersprache

Besonders der Kopf ist als Kommunikationsmittel der Katze zu verstehen. Sie nutzt ihn vielseitig und kann sowohl positive wie auch negative Emotionen ausdrücken. Ein leichtes Stoßen oder Reiben ist eigentlich immer als positiv aufzufassen, sofern es nicht zu gewaltsam ist. Hierbei markiert die Katze quasi ihr Revier, indem sie den Besitzern ihren eigenen Geruch übergibt und sie markiert. So kann beispielsweise Akzeptanz im Familienleben ausgedrückt werden. Das Stoßen ist als Begrüßung zu verstehen und wenn sie dafür sogar ihre Nase nutzt, ist das ein ganz besonderer Vertrauensbeweis.

Auch der Einsatz von Speichel gegenüber Menschen ist als Zuneigung zu empfinden. Das Putzen ist hierbei ein Ritual der Vierbeiner, bei dem der Mensch quasi gepflegt wird und die Katze somit große Hingabe ausdrückt. In einigen Fällen kommt es auch bei intensiven Streicheleinheiten zur Speichelbildung, weil die Katze sich sehr wohl fühlt. Ein Gähnen ist dagegen nicht zu stark zu interpretieren, da die Katze im Grunde genommen einfach nur müde ist.

Interpretation bestimmter Verhaltensmuster

Häufig lässt sich die Katze beobachten, wie sie in Kartons und anderen weitestgehend geschlossenen Gefäßen spielt oder sich zurückzieht. Aus Sicht der Katze bietet sich so ein Versteck perfekt zum Erkunden der Umwelt an. Es ist keinesfalls negativ zu deuten, sondern eher spielerisch erforschend. Wenn sich die Katze dagegen zurückzieht und versteckt, sobald unbekannte Menschen in das Zimmer kommen, ist das als Zeichen der Angst, des Misstrauens und der Vorsicht zu verstehen.

Warnsignale gegenüber anderer Katzen

Sehr beeindruckend sind die Katergesänge, die bisweilen in der Nacht zu hören sind. Dabei geht es um Revier- und Rangstreitigkeiten. Die Gesänge sind markerschütternd und können ausarten, wenn keiner der beiden Kontrahenten sich zurückzieht. Dann wird gefaucht, gespuckt und geknurrt. Reicht selbst diese deutliche Katzensprache nicht aus, um einen der beiden Kater zum Rückzug zu bewegen, kommt es zum Kampf.