Hunde für Senioren

Hunde sind der reinste Jungbrunnen für Senioren. Doch bei der Anschaffung gibt es einiges zu beachten!

Hunde für ältere Menschen

Das Leben kann recht einsam und eintönig werden, wenn man älter wird. Freunde und Bekannte werden weniger, ein Tag gleicht dem anderen und es fällt schwer, sich aufzuraffen und an die frische Luft zu gehen. Eine große Hilfe in dieser Situation kann ein Hund sein. Wie positiv die Anschaffung eines Hundes für Senioren ist, haben amerikanische Wissenschaftler erforscht. Dabei kam heraus, dass ältere Menschen mit Hund deutlich aktiver sind, mehr Kontakte besitzen, intensiver am aktuellen Zeitgeschehen teilhaben und öfters nach draußen gehen. Einer Vereinsamung wird somit vorgebeugt, denn so ist stets jemand an seiner Seite, man ist gefordert und gezwungen dazu, sich um den Vierbeiner zu kümmern.

Ein Welpe für Senioren?

Nicht jeder Hund ist für ältere Menschen geeignet. Das gilt sowohl hinsichtlich der Größe eines Tiers, aber auch bezüglich seines Alters. Bei einem Welpen stoßen viele Menschen an ihre Grenzen, denn in den ersten Wochen kann dies ganz schön anstrengend sein. Rund um die Uhr muss man bereit sein, mit ihm Gassi zu gehen, denn kein Welpe ist von Beginn an stubenrein. Das kann ohne weiteres bis zum 4. Lebensmonat andauern – vielleicht auch länger. Bedenken Sie auch: Ein Welpe ist enorm umtriebig, hat ständig Flausen im Kopf und beißt gerne einmal spielerisch zu. Kommen Sie damit zurecht? Wenn ja, haben wir einige Tipps für Sie bezüglich der Anschaffung eines Hundes und wenn der Welpe einzieht. Und vergessen Sie nicht: Auf Sie kommt die gesamte Erziehung des Hundes zu! Wenn Sie keine Erfahrung mit Hunden haben, sollten Sie sich dies besser nicht antun, denn hiervon hängt das gesamte zukünftige Zusammenleben mit dem Hund ab.

Welcher Hund ist geeignet?

Die meisten Senioren entscheiden sich für einen Hund mittleren Alters. Somit umgeht man den ganzen Aufwand und den Trubel, der typischerweise im ersten Hundejahr auf einen zukommt. Das Problem ist, dass man sich in diesem Fall nur bedingt an Züchter wenden kann, denn sie haben fast ausschließlich Welpen zum Verkauf. Eine Kontaktaufnahme kann sich dennoch lohnen, denn manchmal nehmen sie Hunde von ehemaligen Welpenverkäufern zurück.

Eine wahre Fundgrube sind Tierheime. Sie sind voll von Hunden mittleren und fortgeschrittenen Alters. Das Schöne daran ist, dass es zu keinen Überraschungen kommt, wie es bei Welpen oft der Fall ist. Diese Hunde haben ihre Sturm-und-Drang-Phase hinter sich und ihr Charakter hat sich klar herausgebildet. Man weiß also, was man bekommt. Und davon kann man sich nicht nur selbst überzeugen, sondern die Mitarbeiter des Tierheims können einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie können Tipps geben, welcher Hund zu Ihnen, Ihrem Charakter, Lebensstil, Erfahrungsschatz und Fittnesszustand passt. Schauen Sie sich in aller Ruhe um, nehmen Sie Kontakt zu in Frage kommenden Hunden auf und drehen Sie die eine oder andere Gassirunde, bevor Sie sich entscheiden. Hilfreich können auch unsere 15 Fragen sein, die sich jeder vor der Anschaffung eines Hundes stellen sollte.

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Worauf sollten ältere Menschen achten?

  • Die Größe des Hundes
    Klein, mittel, groß, Rasse oder Mischling, kurz- oder langhaarig? Die Auswahl an Hunden ist riesig. Die meisten Senioren entscheiden sich eher für einen kleinen Hund, denn im Alter lassen die Kräfte langsam nach und man möchte vermeiden, dass man von seinem Hund umgerissen wird. Je kleiner der Hund, umso leicht lässt er sich auch einmal hoch nehmen oder zum Tierarzt bringen. Außerdem hat man wesentlich weniger Probleme mit ihm bezüglich anderer Menschen. Ein kleiner Hund ist fast überall gerne gesehen, ob im Restaurant, bei den Nachbarn oder unterwegs im Park.

  • Die Erlaubnis der Haltung
    Bedenken Sie Ihre Wohnsituation: Sind Hund überhaupt erlaubt? Benötigen Sie das Einverständnis des Vermieters oder der Wohngemeinschaft? Kleine Hunde haben deutlich höhere Chancen – selbst vor Gericht – als nicht erlaubnispflichtig eingestuft zu werden. Doch gehen Sie kein Risiko ein und klären das besser vor einer eventuellen Anschaffung. Vielleicht wohnen Sie auch in einem Senioren- oder Pflegeheim. Leider gibt es hier noch relativ häufig Verbote, obwohl jedem bewusst sein sollte, wie groß die Vorteile eines Hundes sind. Sie erleichtern den Kontakt zu anderen Menschen, geben Halt, verstreuen die Einsamkeit und sorgen dafür, dass man täglich gefordert wird.

  • Die Pflege des Hundes
    Natürlich darf man auch nicht vergessen, was an Aufgaben auf einen zukommt: Neben täglich zwei- bis dreimal Gassigehen (insgesamt je nach Rasse Minimum eine Stunde), kommt auch die Pflege des Hundes auf einen zu. Sie hängt ab von der Fellstruktur des Hundes. Gelocktes Haar, wie es z.B. der Pudel aufweist, hat den Vorteil, dass es nicht zu Boden fällt und überall Hundehaare herumliegen. Dafür ist regelmäßig ein Termin beim Hundefriseur fällig. Grundsätzlich kann man sagen, dass Kurzhaarhunde pflegeleichter als Langhaarhunde sind. Sie müssen umso öfter gebürstet werden, je länger ihr Fell ist bzw. umso mehr Unterfell sie besitzen. Besonders während des zweimal im Jahr stattfindenden Fellwechsels kann einiges auf Sie zukommen.

  • Kosten für einen Hund
    Zu guter Letzt darf man auch die Kosten eines Hundes nicht vergessen. Ein Hund beim Züchter kostet zumeist zwischen 500 und 1000 Euro. Im Tierheim kommt man deutlich preiswerter weg, aber entscheidend sind ja auch die Folgekosten. Zuerst einmal die Ausstattung des Hundes, bestehend aus Hundebett, Decke, Leine, Halsband, Näpfen und Spielzeug. Anschließend dreht es sich hauptsächlich ums Hundefutter, bei dem es zum einen große Preisunterschiede gibt, vor allem kommt es aber auf die Größe des Hundes an. Je kleiner, umso geringer sind die Kosten. Das gilt leider nur bedingt für Unkosten, die beim Tierarzt anfallen können. Hierfür sollte man immer etwas in Reserve haben.

Hunderassen für Senioren

Diese Rassen sind bezüglich Größe, Erziehung und Pflegeaufwand für Senioren grundsätzlich geeignet:

  • Cavalier King Charles Spaniel
    Meist sind sie die Ruhe selbst. Sie sind weder streitsüchtig noch nervös, sondern immer gut gelaunt, unternehmungslustig und leicht zu erziehen. 
  • Pudel
    Klein, mittel, groß? Pudel gibt es in allen Größen! Sie sind sehr bemüht, es ihrer Familie recht zu machen und begeistern durch ihre Intelligenz und Zuverlässigkeit.
  • Mops
    Der kleine Kult-Hund gilt als ausgeglichen und fröhlich. Die gutmütige Rasse besticht durch seinen Charme und seine Intelligenz.  mehr...
  • Maltipoo
    Die kleinen Hybridhunde aus Malteser und Pudel sind nicht nur bei Allergikern sehr beliebt.  mehr...
  • Bichon Frisé
    Die kleinen Bichons sind wachsam und mutig, aber ebenso geduldig und fähig, schnell etwas zu lernen, was sie zu einem idealen Anfängerhund macht. 
  • Labradoodle
    Der bekannte „Designerhund“ vereint die Eigenschaften, die ihnen Labrador und Pudel mitgegeben haben: Sie sind klug, gelehrig, familienfreundlich und anhänglich.  mehr...
  • Malteser
    Sie zählen zu den kleinsten Hunden der Welt. Zwar besitzen sie langes Haar, das regelmäßig gekämmt werden muss, aber sie verlieren kaum Haare.
  • Französische Bulldogge
    Die kleine Rasse ist verspielt, anhänglich und liebenswürdig. Sie gehört prinzipiell weder zu den Kläffern noch weist sie einen besonders großen Jagdtrieb auf.  mehr... 
  • Chihuahua
    Sie hängen sehr an ihrem Menschen, sind sehr aufmerksam und für ihre Größe ganz schön mutig.  mehr...
  • Yorkshire Terrier
    Die kleinen Yorkies brauchen weder viel Platz noch Auslauf. Allerdings muss ihr seidiges Haar gut gepflegt werden. Sie sind liebevoll, tapfer und forsch.
  • Papillon
    Die kleinen Hunde mit den großen Ohren sind freundlich und gelehrig. Die Rasse ist seit Jahrhunderten ein beliebter Familienhund. 
  • Zwergspitz
    Die kleinen Zwerge kommen auch in der kleinsten Wohnung zurecht und benötigen keine großen Spaziergänge. Sie sind gelehrig, fröhlich und lebhaft.