Durchfall bei Katzen

Hat sich die Katze den Magen verdorben, folgt oft Durchfall, der meist schnell wieder verschwindet. Doch es gibt auch Ursachen, die sollten Sie sehr ernst nehmen und schnellstens einen Tierarzt aufsuchen.

Mögliche Ursachen für Durchfall bei Katzen

Die häufigste Ursache für Durchfall bei Katzen, ist die Aufnahme von etwas Unverträglichem. Der Körper versucht sich auf diese Weise so rasch wie möglich von dem schädlichen Stoff zu entledigen. Hier verschwindet der Durchfall meist ebenso schnell, wie er gekommen ist. Anders sieht es bei einer Futtermittelallergie aus. Hier muss erst einmal der für den Durchfall auslösende Inhaltstoff identifiziert werden. Das geschieht mit Hilfe einer Ausschlussdiät. Dabei werden bestimmte Fleischsorten bzw. Inhaltsstoffe über einen längeren Zeitraum streng ausgetrennt, um herauszufinden, was die Ursache ist. Helfen kann auch die Umstellung auf eine andere Futtermarke, weil die Katze auf bestimmte Zusätze im Futter allergisch reagiert hat. Genauso gut kann eine vor kurzem durchgeführte Futterumstellung die Ursache für den Durchfall sein! Konsultieren Sie auf alle Fälle Ihren Tierarzt und teilen Sie ihm alles mit, was als Grund für die Probleme in Frage kommen könnte. 

Als weitere Ursachen kommen Infektionen, Darmentzündungen, Hormonstörungen, Darmverschluss sowie bestimmte Krankheiten in Frage, bei denen Durchfall meist nur eines von vielen Symptomen ist (z.B. Katzenseuche, Chronische Niereninsuffizienz). Aber auch der Befall mit Parasiten wie Giardien oder Würmer sind typische Gründe für Durchfall bei der Katze.

      Was kann ich tun?

      Zunächst sollten Sie alle schwerwiegenden Ursachen ausschließen können: Hat Ihre Katze beispielsweise Milch getrunken und diese nicht vertragen, können Sie folgendes machen: Da Katzen bei Durchfall sehr viel Flüssigkeit verlieren, ist es zunächst wichtig, dass ausreichend Trinkmöglichkeiten mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Anschließend können Sie Ihrer Katze, nach kurzem Fasten (nie länger als einen Tag) etwas Schonkost anbieten. Diese kann aus etwas gekochtem Hühnchen mit Reis und Hüttenkäse bestehen (bitte keinerlei Gewürze verwenden). In kleinen, lauwarmen Portionen über den Tag hinweg serviert, wird Ihre Katze schnell wieder auf die Beine kommen. 

      Tipp: Achten Sie stets darauf, dass das Futter nicht zu lange im Napf liegen bleibt, da es sonst verdirbt. Vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen hoch sind, kann das schnell passieren. Desweiteren sollten Sie Ihre Katze auch regelmäßig entwurmen und impfen, um Parasiten und bestimmten Krankheiten erst gar keine Chance zu geben.

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          Ab wann zum Tierarzt?

          Hält der Durchfall länger als 24 Stunden an, ist er sehr stark und dünnflüssig, ist Blut mit beigemischt oder hat der Kot eine teerartige Beschaffenheit, dann heißt es ab zum Tierarzt. Ebenso, wenn Sie beobachten, dass Ihre Katze Fieber hat, das Futter verweigert und apathisch ist. Zum einen besteht vor allem bei wässrigem Durchfall die Gefahr einer lebensgefährlichen Austrocknung aufgrund des starken Flüssigkeitsverlustes, zum anderen ist die Ursache nicht selten eine ernsthafte Krankheit oder sogar ein Notfall.  

          Wenn es für Sie möglich ist, dann sollten Sie eine Kotprobe zum Tierarzt mitnehmen. Das kann bei der Ursachenfindung und Diagnosestellung helfen. Ist der Durchfall sehr stark oder besteht er schon länger, wird Ihre Katze beim Tierarzt zunächst eine Elektrolytlösung erhalten, um den Wasserhaushalt wieder zu stabilisieren. Auch dabei wird die Katze zunächst fasten müssen, damit sich der Verdauungsapparat etwas erholt. Der Tierarzt wird Ihnen dann Tipps für die richtige Kost geben, mit der sie wieder starten können. Zudem wird der Arzt, abhängig von der Ursache, weitere Medikamente oder eine bestimmte Therapie vorschlagen.