Labrador Retriever

Der Labrador ist ein idealer Familienhund, der allen gefallen möchte und sich entsprechend gehorsam verhält. Als Teenager testet er allerdings gerne seine Grenzen aus, weshalb die Erziehung nicht vernachlässigt werden darf.

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Steckbrief Labrador

 Labrador Retriever, Labbi
 Großbritannien
 54-57 cm
 25-35 kg
 11-13 Jahre
 Apportierhunde (Gruppe 8)
 einfarbig: blond, schokobraun, schwarz
 kurz, dicht, hart
 gutmütig, freundlich
 mittel
 gering
 leicht
 Labrador Retriever kosten ca. 1.000 Euro

Labrador - Rassebeschreibung

Der Labrador ist ein kräftig gebauter Hund mit einer Widerristhöhe von bis zu 57 Zentimetern. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Farben, von blond über fuchsrot bis zu schokobraun und schwarz. Labrador Retriever besitzen ein kurzes Fell mit einer wasserbeständigen Unterwolle – eine ideale Voraussetzung für die Wasser liebenden Hunde.

Obwohl es offiziell nur einen Labrador gibt, existieren zwei Zuchtlinien: Einmal eine etwas kompaktere Version (genannt „Showdog“ oder „Showlinie“) und zum anderen eine kleinere und leichtere Variante, die sogenannte Arbeitslinie bzw. „Field Trials“.

Charakter und Wesen des Labradors

Es ist kein Wunder, dass Labradore so beliebt sind, denn sie sind ideale Familienhunde: Stets bemühen sie sich, ihrem Besitzer zu gefallen. Sie kläffen in der Regel nicht und sind äußerst geduldig. Der Grund dafür dürfte sein, dass sie als Jagdhunde oft stundenlang ruhig neben ihrem Besitzer liegen mussten, bevor sie schließlich geschossenes Wild apportieren durften. Ein Labrador besitzt einen sehr freundlichen Charakter. Er ist fast im er gut gelaunt und äußerst ausgeglichen. Er zeigt keinerlei Scheu oder Angst, wenn jemand auf ihn zukommt – ideale Voraussetzungen also für den Umgang mit Kindern. Als Wächter ist der freundliche, aufgeschlossene Labrador allerdings eher weniger geeignet.

Ursprung und Geschichte

Schwarzer Labrador
Schwarzer Labrador

Ursprünglich stammt der Labrador aus Neufundland, an der Ostküste Kanadas. Benannt ist er nach der Labrador-Halbinsel. Dort wurde er von Fischern eingesetzt, um abgetriebene Netze und Fische einzuholen. Im 18. Jahrhundert kam er nach Großbritannien, wo die züchterische Weiterentwicklung erfolgte. Es wurde dabei besonders auf eine jagdliche Leistungsfähigkeit geachtet. Das brachte ihm seinen Namen Labrador Retriever ein (retrieve = zurückholen). Denn aufgrund seiner Liebe zum Wasser wurde er häufig nach der eigentlichen Jagd zum Zurückholen von geschossenen Wasservögeln eingesetzt. 

Zuerst gab es nur schwarze Labradors, erst später wurden weitere Farben herausgezüchtet. Neben schokobraun ist blond sehr beliebt, was sicherlich dazu beigetragen hat, dass der Labrador zu den begehrtesten Hunden der Welt zählt.

Unter anderem mit dem Golden Retriever ordnet die FCI (Féderation Cynologique Internationale = Internationale hundekundliche Vereinigung) sie in die Gruppe 8, Sektion 1 „Apportierhunde“ ein.

Die Erziehung des Labrador Retrievers

Die Erziehung eines Labrador Retrievers ist relativ einfach, weil er sehr lernwillig und intelligent ist. Seine Begeisterungsfähigkeit und sein Spieltrieb helfen zusätzlich, ihn (mit Hilfe des einen oder anderen Leckerlies) in die richtige Richtung zu lenken. Von allein macht sich die Erziehung allerdings nicht! Eine freundliche aber mitunter konsequente Erziehung ist bei diesen kräftigen Hunden durchaus angebracht. Gerade als Teenager nehmen sie sich gern manches raus.

Die Haltung eines Labradors

Die Haltung eines Labradors ist grundsätzlich nicht problematisch, da er gerne ein Musterschüler sein möchte. Aber vergessen Sie nicht seinen Ursprung! Er war und wird zum Teil noch heute als Jagdhund eingesetzt. Er möchte und muss also beschäftigt werden. Vor allem liebt er natürlich Apportierspiele, gerne in Kombination mit ausgedehnten Spaziergängen.  Aufgrund seiner Lernbereitschaft eignet er sich für viele Hundesportarten und wird darüber hinaus oft als Rettungshund, Therapiehund, Drogenspürhund oder Blindenführhund eingesetzt.


Pflegetipps für Labrador Retriever

Die Pflege eines Labradors ist vergleichsweise gering. Gelegentliches Bürsten genügt im Allgemeinen. Zu Beginn des Sommers sollte das Bürsten regelmäßig und gründlich erfolgen, um die Unterwolle auszudünnen.  Ein Labrador geht durch dick und dünn – oder anders ausgedrückt – nimmt gerne die eine oder andere Pfütze mit. Man sollte also nicht zu penibel sein ...

Erscheinungsbild und Zucht des Labradors

Der Rassestandard des Labradors besagt, dass sie kräftig gebaut und kurz in der Lendenpartie sind. Sowohl Oberkopf, Brust und Rippenkorb, als auch Lende und Hinterhand sind breit. Ein Labrador ist aufgeweckt, hat eine vorzügliche Nase und ein weiches Maul (um apportiertes Wild möglichst unbeschädigt zum Hundebesitzer zurückzubringen). Ein besonderes Kennzeichen der Rasse ist seine Rute: Sie ist dick im Ansatz, verjüngt sich allmählich und ist rundherum stark mit dichtem Fell bedeckt. In Fachkreisen wird sie „Otterschwanz“ genannt.

Achten Sie auf folgende Fehler

Wollen Sie einen junden Labrador bei einem Züchter kaufen, sollten Sie bei den Elterntieren auf Abweichungen des oben genannten Erscheinungsbilds und unter anderem auf folgende Fehler achten:     

  • Die Hunde dürfen weder aggressiv noch ängstlich sein     

  • Sie dürfen keine physische Abnormalität oder Verhaltensstörungen aufweisen


Das komplette Erscheinungsbild und alle Fehler finden Sie bei der FCI (Federation Cynologique Internationale): Rassestandard Labrador Retriever

Krankheiten und Gefahren beim Labrador

Wie bei den meisten großen Hunden besteht auch beim Labrador die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie oder Ellenbogendysplasie. Um die beiden Krankheiten möglichst auszuschließen, schreibt der Verein für das Deutsche Hundewesen vor, dass zur Erteilung einer Zuchtzulassen Röntgenaufnahmen der Hüftgelenke und Ellenbogengelenke angefertigt werden müssen. Um eine zusätzlich, ungesunde Belastung der Gelenke zu vermeiden sollte bei Welpen und Junghunden außerdem darauf geachtet werden, dass sie möglichst wenig Treppen steigen und springen. 

Da Labbis etwas verfressen sind, besteht bei ihnen eine gewisse Gefahr, dass sie übergewichtig werden. Seien Sie standhaft – und geben nicht jedem flehenden Blick nach einem Leckerli nach! 

Mitunter werden Augenkrankheiten vererbt, ebenso besteht eine kleine Gefahr auf Epilepsie und Myopathie. Dabei handelt es sich um eine erbliche Muskelerkrankung. Insgesamt gesehen hat der Labrador jedoch für seine Größe eine überdurchschnittliche Lebenserwartung.

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