Katzenjahre in Menschenjahre

Bei der Frage nach der Lebenserwartung einer Katze sind viele Halter überfragt. Ein gutes Mittel, um die eigentlichen Katzenjahre einzuordnen, bildet der Vergleich mit Menschenjahren.

Auch wenn es sich dabei nicht um eine wissenschaftlich anerkannte Form der Berechnung des Katzenalters handelt, setzen Katzenhalter und Züchter vermehrt auf diese einfache Orientierung. So ist es heute gemeinhin anerkannt, dass die ersten beiden Lebensjahre einer Katze etwa 24 Lebensjahren von uns Menschen entsprechen. Für jedes Jahr, das dann dazu kommt, werden weitere vier Jahre obendrauf gerechnet.

Wie Sie das Alter ihrer Katzen berechnen

Folglich kommt eine Katze im Alter von drei Jahren auf ein Menschenalter von 28 Jahren. Wohingegen eine sechs Jahre alte Katze ein vergleichbares Menschenalter von 40 Jahren aufweist. Eine einfache Formel, um das Katzenalter in Menschenjahren zu berechnen, bietet der PURINA Katzenalter-Rechner. Hier können Interessierte in wenigen Klicks online das aktuell entsprechende Menschenalter ihrer Stubentiger ausrechnen. Die veraltete Berechnungsweise, in der sieben Menschenjahre einem Katzenjahr entsprechen, ist schon lange nicht mehr stimmig, da sie die Realität nicht widerspiegelt.

Katzenjahre in Menschenjahren: Lebensstadien einer Katze

Warum ist es eigentlich empfehlenswert, eine Orientierung für das Katzenalter zu finden? Ganz einfach: Nur so können Katzenhalter auf das jeweilige Altersstadium einer Katze eingehen und entsprechend darauf reagieren. Demnach gehören Katzen bis zu einem Alter von 6-8 Monaten in das Stadium der Kitten und Babykatzen. Die verspielten kleinen Katzen müssen nicht nur mit besonderer Sorgfalt bedacht werden, sondern auch mit einem speziellen Futter für Kitten.  

Danach geht die Katze in das Stadium der Jungkatze über. Sie entdeckt die Welt und durchläuft einen Prozess der Entwicklung des gesamten Körpers. Das können Katzenhalter mit dem passenden Futter unterstützen und ihre Katze an die wichtigsten Lebensgewohnheiten im Alltag heranführen. Auch wenn sich die Katze nicht wie ein Hund erziehen lässt, so sollte dennoch die Rangfolge im Haus und in der Wohnung festgelegt werden. Andernfalls kann es später zu Problemen und Verhaltensauffälligkeiten kommen, die man nur sehr schwer wieder in den Griff bekommt.

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      Geschlechtsreife - die erwachsene Katze

      Für viele Katzen und insbesondere Kater beginnt mit der Geschlechtsreife ein vollkommen neuer Lebensabschnitt, der das ganze Wesen und den Katzenalltag auf den Kopf stellt. Weibliche Stubentiger, die nicht zuletzt durch den Eintritt der Geschlechtsreife aktiv werden, können nun selber Kitten bekommen. Wer diesen Prozess unterbinden möchte, lässt beim Tierarzt rechtzeitig eine Kastration oder Sterilisation vornehmen. Beides sind relativ einfache Eingriffe und mit einer kurzen Narkose und einer stationären Behandlung erledigt. In Folge dessen haben die Tiere meist weniger Lust auf Raufereien oder tagelange Ausflüge.

      So stellen sich Katzenhalter auf das Alter der Katze ein

      Die Umrechnung der Katzenjahre in Menschenjahre liefert eine gute Orientierung für die Ernährung, die Bewegung und die Auslastung der Haustiere. Katzenhalter sollten ihre Lieblinge weder überfordern noch unterfordern, denn das führt unweigerlich zu Problemen im Zusammenleben. Gleiches gilt für die ältere Katze, die ab ca. neun Jahren (= 52 Menschenjahre) ein spezielles Seniorenfutter benötigt und folgerichtig einen ruhigen Platz, an der sie Zeit hat, ihre Energiespeicher wieder aufzufüllen.   Man wird bei dem Großteil der Katzen beobachten, dass sie gerade im ersten Lebensjahr sehr intensiv spielen und sich diese Neigung über die folgenden Monate und Jahre immer weiter verringert. Manch einer stellt aber auch fest, dass seine Katze ihr ganzes Leben lang sehr verspielt ist und immer wieder gerne den Kontakt zu ihrem Besitzer sucht.  

      Insbesondere Wohnungskatzen sollte man reichlich Möglichkeiten für Bewegung und Auslastung geben, da sie anders als Freigänger mit einem begrenzten Territorium zurechtkommen müssen. Kratzbäume, Bälle oder kleine Spielmäuse bieten hier tiergerechte Abwechslung, selbst wenn der Stubentiger nicht nach draußen kann. Bei der Frage, wann eine Katze in das Stadium des Seniors übergeht, entscheiden grundsätzlich das Alter, der Entwicklungsstand und das Verhalten der Katze über ihr Lebensstadium, so dass das Katzenalter in Menschenjahre nicht der einzig und alleinige Orientierungspunkt darstellt.

      Wie verändert sich das Verhalten der Katze im hohen Alter?

      Oftmals verändert sich das Verhalten der Katzen, sobald sie in das zweistellige Altersstadium wechseln. Spätestens dann sollte man das Futter umstellen und sich auf einen eingeschränkten Bewegungsradius der Stubentiger einstellen. Tatsächlich hat die ältere Katze oft ganz andere Bedürfnisse als Jungkatzen. Bei einigen Stubentigern lässt es sich sogar beobachten, dass diese im Alter sturer und  oftmals etwas zerstreut wirken.  

      Selbst die Futtervorlieben können sich verändern sowie das Essverhalten. Hier ist der Tierarzt der beste Ansprechpartner, gerade wenn im Zusammenhang mit dem Alter erste Gelenkprobleme, Arthrose oder andere Verhaltensveränderungen auftreten. Auf Basis einer gesunden und altersgerechten Ernährung können Katzenhalter davon ausgehen, dass sie viele Jahre glücklich mit ihren Stubentigern zusammenleben, ohne dass es dabei zu gesundheitlichen Problemen kommt. Vielleicht ja sogar so lange, wie die älteste Katze der Welt: Sie heißt Scooter und steht im Guinnes-Buch der Rekorde. Mit ihren 30 Katzenjahren bringt sie es umgerechnet auf zirka 136 Menschenjahre!