Ein Tierfriedhof – Letzte Ruhestätte für Tiere

In Deutschland wächst die Zahl der Tierfriedhöfe beständig. Das liegt vor allem daran, dass Tiere als echte Familienmitglieder angesehen werden.

Auf dem Land sind Tierfriedhöfe noch relativ selten, denn wer einen eigenen Garten besitzt, darf (unter bestimmten Auflagen) sein Tier dort begraben. Menschen in Großstädten haben diese Möglichkeit nur selten, doch der Bedarf, sein Tier nicht einfach nur beseitigen zu lassen, ist groß, weshalb die Zahl der Tierfriedhöfe steigt. Träger eines Tierfriedhofs sind zum Teil die Gemeinden bzw. Tierheime, aber auch Institutionen bzw. Privatpersonen.

Bestattet werden hauptsächlich Hunde und Katzen, manchmal auch Kleintiere wie zum Beispiel Kaninchen. Der weltweit bekannteste Tierfriedhof ist der Cimetiere des chiens, nördlich von Paris gelegen, der bereits 1899 gegründet wurde. Zwar ist die korrekte Übesetzung "Hundefriedhof", doch es befinden sich dort auch Katzen, Kleintiere, Vögel, ein Pferd und sogar ein Löwe. Mittlerweile wurden auf diesem Tierfriedhof bereits über 100.000 Tiere begraben.

Was bietet ein Tierfriedhof?

Wie bei uns nicht anders, gibt es die Möglichkeit, sein Tier einäschern zu lassen und die Überreste in einer Urne aufzubewahren oder das Tier zu begraben. Wird das Tier verbrannt, kann die Urne mit nach Hause genommen werden, die Asche verstreut werden oder – je nach Angebot  – die Urne eine Erdbestattung erfahren bzw. in einem Kolumbanum aufbewahrt werden.

Entscheidet man sich dafür, sein Tier zu begraben, gibt es je nach Tierfriedhof verschiedenen Möglichkeiten. Einige bieten an, das Tier von Zuhause oder vom Tierarzt abzuholen. Telefonisch oder bei einem persönlichen Gespräch wird besprochen, welche Form der Beisetzung man wünscht. Es gibt anonyme Gräber, Einzelgräber oder Reihengräber. Dementsprechend unterschiedlich können die Kosten ausfallen, die sich aus Abholung, Bestattungskosten, jährlicher Grabmiete und evtl. Grabpflege zusammensetzen.

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Urnen, Tiersärge und Gedenktafeln

Es besteht die Möglichkeit, das Tier lediglich in einem Tuch zu begraben, Tierfriedhöfe bieten für das Tier aber auch Tiersärge und Urnen an. Es besteht auch die Möglichkeit, über das Internet einen Tiersarg oder eine Tierurne zu bestellen. Darüber hinaus gibt es Grabsteine und Gedenktafeln.

Bestattung von Mensch und Tier 

Im Jahr 2015 wurden in der Nähe von Koblenz und in Essen die ersten Mensch-und-Tier-Friedhöfe gegründet. Eine gemeinsame Erdbestattung ist nicht erlaubt, wohl aber, wenn das Tier verbrannt wurde, denn bezüglich Urnenbestattung von Tieren gibt es keine besonderen Vorschriften. Deren Asche darf man im Wind verstreuen, zuhause in einer Urne aufbewahren oder eben neben einer Menschenurne vergraben. Nur das Mischen ist nicht erlaubt, hierbei muss jeder für sich bleiben.

Tierfriedhöfe in Deutschland nach Postleitzahlen

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