Kittenfutter – So ernähren Sie Kitten richtig!

Die Grundregeln der Fütterung unterscheiden sich bei Kitten deutlich von erwachenden Katzen. Katzenkinder haben einen sehr kleinen Magen, brauchen aber viel Energie zum Wachsen und Toben.

Kitten-Ernährung in den ersten Wochen

Ein frisch geborenes Kitten ernährt sich in den ersten Wochen ausschließlich von Muttermilch. Sie enthält alle wichtigen Nährstoffe, die ein Kätzchen für eine gesunde Entwicklung benötigt. Mit etwa vier Wochen lässt die Milchproduktion bei der Katzenmutter nach und die Kitten begeben sich langsam auf Futtersuche. Wie lange und wie viel Milch eine Katzenmutter gibt, ist vor allem davon abhängig, wie groß der Wurf ist. Nun ist die Zeit gekommen, die kleinen Samtpfoten an ihr erstes Futter zu gewöhnen. Am besten eignet sich dazu breiiges Kittenfutter, das Sie zunächst in kleinen Portionen in einem flachen Napf oder auf einem Teller anbieten. Mit der Zeit werden die Kätzchen immer mehr vom Katzenfutter fressen und immer weniger Muttermilch trinken. Bis zur vollständigen Entwöhnung dauert es aber noch einige Wochen. 

Kittenfutter nach der Entwöhnung

Mit spätestens 3 Monaten ernähren sich Kätzchen nur noch von Katzenfutter. Dies ist auch der früheste Zeitpunkt, ab wann sie von ihrer Mutter getrennt und in ein neues Zuhause umziehen sollten. Diese Trennung von der Katzenmutter und den Geschwisterchen stellt für Kitten eine enorme Belastung dar. Um den Stress nicht zu vergrößern, sollten Sie zunächst das gewohnte Kittenfutter weitergeben, bevor Sie eine neue Sorte ausprobieren. Möchten Sie aus einem bestimmten Grund das Futter umstellen, dann warten Sie, bis sich das Kätzchen an seine neue Umgebung gewöhnt hat. Mischen Sie dann täglich etwas mehr von dem neuen Katzenfutter unter das gewohnte Futter – so ist eine Futterumstellung verträglicher für Ihr Kitten. Wer unsicher ist, ob sein Kätzchen genug frisst, kann es regelmäßig wiegen. Ein sich gesund entwickelndes Kitten nimmt pro Woche etwa 100 Gramm zu. Je nach Größe des Tiers kann es aber zu Unterschieden kommen.

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      Regelmäßig das Kätzchen füttern

      Kitten haben noch einen sehr kleinen Magen – sie können also keine großen Mengen auf einmal zu sich nehmen. Für eine gesunde Entwicklung und das Wachstum brauchen Kätzchen im ersten Lebensjahr aber viele hochwertige Nährstoffe. Durch das Herumtoben und Spielen verbrauchen sie zudem sehr viel Energie. Wie füttert man also am besten die kleinen Samtpfoten? Bei der Katzenmutter konnten die Kätzchen immer dann Katzenmilch trinken, wenn sie gerade Hunger hatten und das mehrmals täglich. Dieses Füttern nach Bedarf sollten Sie auch so bei Ihrem Kitten weiter fortführen. Denn das Kleine merkt am besten, wann die Reserven im noch sehr kleinen Magen aufgebraucht sind und es wieder Nachschub braucht. Stellen Sie daher sicher, dass das Kätzchen immer Zugang zum Futter hat – ein zu viel gibt es in den ersten Monaten nicht. Meist wird die kleine Samtpfote bis zum Alter von einem halben Jahr von selbst die Mahlzeiten auf 2 bis 3 reduzieren und gleichzeitig die Portionsgröße erhöhen.

      Auch Kitten haben Durst

      Wichtig ist, dass den Katzenkindern ständig Wasser in einer Schale zur Verfügung steht. Das ist umso wichtiger, je mehr Sie bei der Ernährung des Kitten auf Trockenfutter setzen. Kuhmilch ist kein Wasserersatz, da es zu nährstoffreich ist und außerdem die meisten Katzen (auch schon im Kindesalter) nicht vertragen. Häufig ist Durchfall die Folge. Möchten Sie Ihrem Kätzchen Milch anbieten, dann ist Katzenmilch die bessere Alternative. Eine Wasserschale sollte diese dennoch nicht ersetzen.

      Zusammensetzung von Kittenfutter

      Katzenfutter für Kitten unterscheidet sich von normalem Katzenfutter. Der Magen der Kitten ist noch klein, aber der Nährstoffbedarf in der Wachstumsphase besonders hoch. Aus diesem Grund muss in Kittenfutter viel Energie in Form von hochwertigen Proteinen, Vitaminen und Mineralien enthalten sein. Außerdem muss es leicht verdaulich und für die Kauanfänger auch leicht zu fressen sein. Spezielles Futter für Kätzchen gibt es im Fachhandel meist in Form von Feuchtfutter - dadurch wird eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sichergestellt. Das Kittenfutter, das auf die speziellen Bedürfnisse von jungen Katzen ausgerichtet ist, sollte (je nach Größe des Tiers) bis zum Alter von etwa einem Jahr gegeben werden. Dann ist die Katze ausgewachsen und kann langsam auf normales Katzenfutter umgestellt werden.

        Ist Kittenfutter wirklich notwendig?

        Es gibt unterschiedliche Thesen, ob Kitten ein spezielles Katzenfutter benötigen. Richtig ist, dass eine Katzenmutter schließlich auch kein spezielles Futter zur Fütterung ihrer Kitten anschleppt. Bei freilebenden Katzen stehen hauptsächlich Mäuse auf der Speisekarte – egal ob für einen selbst oder die Kitten. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, wie hochgradig spezialisiert der Organismus der Katzen auf Mäuse ist. Sie liefern ihnen in perfekter Art und Weise alles an Nährstoffen, was sie benötigen. Von Katzenfutter kann man das dagegen leider nicht immer behaupten. Es gibt große Qualitätsunterschiede – und dementsprechend kann das eine oder andere Futter für erwachsene Katzen tatsächlich den Bedarf eines Kittens nicht ausreichend decken. Bei einem sehr hochwertigen Katzenfutter sollte das ausgeschlossen sein. Zur Sicherheit macht es dennoch Sinn, wenn Sie zu einem speziellen Kittenfutter greifen, denn dieses sollte hoffentlich den höheren Ansprüchen von Kitten hinsichtlich Proteinen, Vitaminen und Fetten entspechen.