Mops

Der Mops ist ein kleiner, lebhafter Hund voller Tatendrang und mit einem ganz speziellen Charakter. Nicht nur Loriot war ein großer Fan von ihm.

Der Mops auf einen Blick

 Pug (lateinisch „Faust“)
 China
 25 - 30 cm
 6 - 9 kg
 12 - 16 Jahre
 Gesellschaft- und Begleithunde (Gruppe 9)
 schwarz, silbergrau, beige
 kurz, glatt, weich, glänzend
 fröhlich, lebhaft, mutig
 gering
 gering bis mittel
 mittel
 Ein Mops kosten ca. 800 - 1200 Euro
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Mops - Rassebeschreibung

Einer der berühmtesten Sätze über den Mops stammt von Loriot (Schauspieler Vicco von Bülow): Ein Leben ohne Möpse ist möglich, aber sinnlos. Damit huldigt er die Rasse, die ihm im Leben immer viel Freude bereitet hat. Zeitweise hielt er gleich mehrere Möpse, die er in Cartoons und Fernsehsketchen verewigte und dadurch sicherlich seinen Beitrag zum Bekanntheitsgrad und der großen Beliebtheit dieser kleinen Hunderasse beitrug. Der Mops ist eine Modehund, was bei den kleinen, kompakten Hunden zu Problemen führte: Die herausgezüchtete kurze Schnauze bringt Atemschwierigkeiten mit sich, weshalb bei der Wahl eines Tieres auf dessen Gesundheitszustand geachtet werden sollte.  


Der Mops – sein Charakter und sein Wesen

Frägt man einen Mopsbesitzer nach den typischen Eigenschaften seines Hundes, fehlt eine Antwort selten: Charme! Aber auch Fröhlichkeit, Lebhaftigkeit und Anhänglichkeit werden oft genannt. Er findet es gar nicht lustig, wenn er allein zuhause bleiben muss. Viel lieber begleitet er seinen Halter auf Schritt und Tritt. Und das bereitet auch selten Schwierigkeiten, schließlich ist er nicht nur überschaubar groß, sondern auch recht umgänglich und zählt im Allgemeinen zu den ruhigen Hunderassen. Dementsprechend ist er auch als Anfängerhund geeignet. Stellt er doch einmal etwas an, greift er zu seiner Spezialwaffe: Kopf leicht quer stellen und einen mit großen Augen anschauen. Dann noch freudig rund um Frauchen wuseln, als wäre nichts gewesen – und schon ist der Ärger vergessen. Der Mops ist eben ein kleines Überraschungspaket, weshalb man über ihn auch gerne sagt: „Viel Hund in einem kleinen Körper“.

Ursprung und Geschichte

Wahrscheinlich stammt der Mops aus China. Aufgrund seines flachen Gesichts war er dort – ebenso wie der Shih Tzu und der Pekinese – äußerst geschätzt. Lange Zeit war es ein Privileg des Kaisers, ihn besitzen und anfassen zu dürfen. Erst im 15. Jahrhundert findet man erste Nachweise, dass er von Geschäftsleuten nach Europa importiert wurde. Auch hier war er erst einmal kein „Allerweltshund“, sondern verkehrte nur beim Adel. Er war so beliebt, dass er nicht selten auf Gemälden verewigt wurde. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm seine Popularität plötzlich ab. Wilhelm Busch spottete über ihn, er sei zu einem dicken, faulen Hund verkommen. Nicht viel hätte gefehlt und mit der Rasse wäre es zu Ende gewesen, doch Lord und Lady Willoughby nahmen sich ihrer an und begannen konsequent zu züchten. Der Trend ging jedoch zu einer immer flacheren Nase, die noch heute dafür verantwortlich ist, dass viele Tiere es nicht leicht mit dem Atmen haben. Um dem entgegen zu wirken, wurde 2010 der Rassestandard beim Mops geändert: Übertreibungen bezügllich des Nasenschwamms und der Augen werden seitdem negativ bewertet!

 

Altdeutscher Mops, Retro-Mops & Mini-Mops

Mops ist nicht gleich Mops. Aufgrund gesundheitlicher Probleme (bezüglich Atmung, Gebiss und Augen) wurde bereits in den 90er Jahren von einzelnen Züchtern damit begonnen, den Mops durch selektive Auswahl wieder in der Form zu züchten, wie es in den 60er Jahren der Fall war. Also mit längerer Nase, leicht vorgelagerten Kieferknochen und hochbeiniger. Es handelt sich beim sogenannten Altdeutschen Mops also nicht um eine neue Rasse, sondern lediglich um eine gezielte Auswahl von zur Zucht eingesetzten Hunden.
Ein wenig anders verhält es sich beim Retro-Mops. Hier geht man einen Schritt weiter und kreuzt gelegentlich eine andere Rasse mit ein. Man hat sich für den Parson Russel Terrier entschieden, der eine große Genvielfalt aufweist. Darüber hinaus lag bei ihm das Zuchtziel schon immer weniger auf dem Aussehen, sondern auf Arbeitstauglichkeit. Dementsprechend steht die Gesundheit der Rasse im Vordergrund.
Das kann man bei sogenannten Mini-Möpsen nicht unbedingt behaupten. Minimops ist kein geschützter Begriff, damit werden lediglich Möpse bezeichnet, die relativ klein bleiben. Bewusst sollte einem sein, dass damit aber auch das Risiko von Erbkrankheiten steigt!

Den Mops erziehen

Manch einer sagt, der Mops ist gar nicht zu erziehen, andere glauben, so ein kleiner Hund benötigt sowieso keine Erziehung. Beides ist falsch! Wer nicht möchte, dass der Kleine sich plötzlich zum Tyrannen aufspielt oder ständig macht was er will, sollte vom Welpenalter an auf eine liebevolle und dennoch konsequente Erziehung setzen. Macht der Mops etwas falsch, wird er am besten ignoriert, macht er etwas richtig, erhält er Lob und eine Belohnung. Positive Verstärkung ist noch immer die beste Erziehung! Und denken Sie immer daran: Der Hund kann nicht wissen, warum er einmal auf die Couch darf und ein anderes mal nicht. Überlegen Sie sich also am besten frühzeitig, was erlaubt ist bzw. was konsequent zu unterlassen ist.


Haltung

Das schöne am Mops ist, dass er problemlos auch in einer kleinen Wohnung gehalten werden kann. Ob in der Stadt oder auf dem Land ist ihm egal, Hauptsache er bekommt genügend Auslauf! Damit nehmen es manche leider nicht so genau. Die Konseqzenz ist, dass der Hund unausgelastet ist und möglicherweise auf dumme Gedanken kommt. Behandeln Sie ihn als ganzen Hund, der sich nicht nur über Aufmerksamkeit freut, sondern auch täglich seine zwei bis drei Gassirunden bekommt. Je nach körperlicher Verfassung sollten diese entsprechend lang bzw. kurz sein. Weist der Hund Atemprobleme auf, sollte sowohl auf Ausflüge in der Mittagshitze als auch auf sportliche Aktivitäten wie z.B. Agility besser verzichtet werden. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Mops gerne überall dabei ist und keine Probleme mit Kindern oder Fremden aufweist.

Einen Mops kaufen

Wer einen reinrassigen Mops-Welpen kaufen möchte, sollte dies bei einem seriösen Züchter tun. Vermeindliche Schnäppchenangebote von Vermehrern oder unerfahrenen Züchtern stellen auf Dauer gesehen ein erhöhtes finanzielles Risiko aufgrund von unerwarteten Tierarztbesuchen dar! Kaufen Sie einen Mops keinesfalls ungesehen, sondern schauen Sie sich die Zucht vor Ort an und begutachten Sie die Elterntiere und den in Frage kommenden Welpen genau. Ein Mops weist ein quadratisches, gedrungenes Erscheinungsbild auf. Er sollte weder „tiefgestellt“ noch schmal und hochbeinig sein. Der Kopf ist relativ groß und rund (aber kein Apfelkopf!). Sind Vater und/oder Mutter extrem kurznasig und können nur schwer atmen, lässt das Rückschlüsse auf die Welpen zu!  

Denken Sie beim Kauf von einem Mops auch daran, dass es nicht zwingend ein reinrassiges Tier sein muss. Wer nicht züchten möchte, findet bestimmt auch Gefallen an einem Mops-Mischling. Oder vielleicht möchten Sie einen Mops in Not bei sich aufnehmen.

Wir haben für Sie viele Tipps rund um die Anschaffung eines Hundes, dessen Erstausstattung und allgemeines Zubehör für den Hund.

Pflege und Ernährung

Zwar besitzt ein Mops ein kurzes Fell und ist daher recht pflegeleicht, dennoch sind kurze Haare nicht zu unterschätzen. Sie auf Teppichen und Kleidung zu entfernen, lässt einen schnell verzweifeln. Daher empfiehlt sich regelmäßiges Bürsten mit einem Noppenhandschuh oder einer weichen Bürste – vor allem während des Fellwechsels, bei dem auch ein Mops ordentlich haart! Falten am Kopf sollten stets beobachtet werden, ob sie sauber und trocken sind. Ebenso sollten die Augen begutachtet werden. Sie können leicht tränen und mit einem Sekret verschmutzt sein. Sind sie deutlich gerötet, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. 

Ernährungs-Tipp: Sowohl der Mops wie auch die Französische Bulldogge bewegen sich recht gerne, sind aber keine Sportskanonen. Ihre kurzen Beine müssen einen recht kompakten Körper tragen. Überggewicht sollte unbedingt vermieden werden! Passen Sie die Futtermenge an den Aktivitätsgrad Ihres Hundes an! Tipps zur richtigen Fütterung finden Sie unter anderem in Futter für kleine Hunde und Grundregeln der Hundeernährung.

Krankheiten beim Mops 

Aufgrund ihrer kurzen Schnauze (Brachycephalie), kommt es oft zu Problemen bei der Atmung. Um dem entgegenzuwirken, wurde 2010 der offizielle Standard geändert: „Zusammengedrückte Nase und starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken sind unakzeptabel und sollten (bei einer Hundeschau) schwer bestraft werden." Probleme gibt es auch regelmäßig mit den großen Augen, die relativ ungeschützt sind. Erste Anzeichen sind tränende Augen. Spätestens wenn das Auge eitert und der Hund es häufig zukneift, muss ein Tierarzt auf gesucht werden. Denn dann besteht eine erhöhte Gefahr, das der Mops eine Hornhautentzündung erleidet, die sich zu einem Geschwür ausweiten kann.

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