Homöopathie für Hunde

Sowohl bei organischen Krankheiten als auch bei Verhaltensproblemen können mit der Homöopathie sehr gute Erfolge beim Hund erzielt werden – ohne klassische Nebenwirkungen!

Die Anfänge der Homöopathie

    Die Homöopathie wurde vom deutschen Arzt Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) entwickelt. Er sah darin eine, von anderen Verfahren unabhängige, Heilmethode.  Der Hauptgedanke hinter der homöopathischen Heilwirking ist ein medizinisches System, das mit den Gesetzen der Natur übereinstimmt bzw. in diesen ihren Ursprung findet. 

    In einem Selbstversuch entdeckte Hahnemann, dass ein Wirkstoff, der bei einer gesunden Person Krankheitssymptome hervor rufen kann, bei einer erkrankten Person genau diese Symptome heilen kann. Um das herauszufinden, nahm er über einige Wochen regelmäßig einige Dosen Chinarinde ein. Es dauerte nicht lange, und er entwickelte Symptome, die denen der Malaria sehr ähnlich waren. Als er die Einnahme einstellte, klangen die Symptome schnell ab und er war „geheilt“.

    Homöopathie bei Hunden

    Die Mittel der Homöopathie werden aus pflanzlichen, tierischen, mineralischen, synthetischen Stoffen und Krankheitsprodukten gewonnen. In der Homöopathie stehen nicht einzelne Symptome – seien sie nun organischer oder psychischer Herkunft – im Mittelpunkt, sondern es wird immer der GANZE HUND betrachtet. Wird das passende Mittel gefunden, kann es dem Hund dabei helfen, sein Gleichgewicht wieder zu finden. Es geht also nicht darum, bestimmte Symptome zu bekämpfen oder zu unterdrücken, sondern die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren und damit „Hilfe zur Selbsthilfe“, zu leisten. Hierbei wirken die drei Ebenen Körper, Geist und Gemüt immer als eine untrennbare Einheit zusammen.  

    Im Vergleich zum Einsatz von Psychopharmaka kann die homöopathische Behandlung als „sanfte Heilweise“ bezeichnet werden. Es treten weder klassische Nebenwirkungen auf, noch bilden sich Abhängigkeiten aus. Beim Absetzen des Mittels muss auch nicht mit einer Absetz- bzw. Entzugserscheinung gerechnet werden. Aber auch dann, wenn die Homöopathie eine große Hilfe für Hund und Halter darstellen kann, kann sie eine gezielte Verhaltenstherapie bzw. den Besuch beim Tierarzt niemals ersetzen. Sie kann dabei helfen, einen Hund, der z. B. durch große Angst „wie gelähmt ist“, ansprechbar zu bekommen und ihn dadurch in einen Zustand zu versetzen, in dem er aufnahmebereit, d. h. ansprechbar ist und somit lernen und sein Verhalten verändern kann.  

    Vor allem dann, wenn es sich um erlernte Verhaltensweisen bzw. Verhaltensmuster handelt, müssen diese durch ein – häufig langes – Training wieder verlernt und durch alternative Verhaltensweisen ersetzt werden.

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    Reaktionen auf homöopathische Mittel beim Hund

    Bei organischen Krankheiten tritt in einigen Fällen eine sog. Erstreaktion, die auch als Heilkrise oder Erstverschlimmerung bezeichnet wird, auf. Das bedeutet, dass die Symptome und Beschwerden, die der Patient bereits zeigt, sich für kurze Zeit geringfügig verschlechtern. Das betrifft allerdings nur die sowieso schon vorhandenen Symptome. Neue, d h. andere Symptome, dürfen nicht auftreten bzw. sind, falls das doch passiert, nicht der Erstverschlimmerung zuzuordnen. Eine Erstverschlimmerung kann allerdings in vielen Fällen erfolgreich verhindert werden, wenn die Potenz richtig ausgewählt und das Mittel richtig dosiert wird. Sollen nur Verhaltenssymptome behandelt werden, so treten erfahrungsgemäß keinerlei Erstverschlimmerungen auf. Auch dann, wenn diese Erstverschlimmerung unangenehm ist, so ist sie dennoch positiv zu bewerten. Sie zeigt, dass für den Patienten das passende Mittel ausgewählt wurde und zu wirken beginnt und dass die Selbstheilungskräfte des Körpers erfolgreich aktiviert werden konnten. Diese Erstreaktionen verlaufen analog dem Gesetz von Ursache und Wirkung, das aus der Biologie bekannt ist. 

     

    Grenzen der Homöopathie

    Verhaltensweisen die erworben, d. h. gelernt wurden, können häufig erfolgreich beeinflusst werden. Der Grundcharakter eines Hundes kann allerdings nicht so verändert werden, dass am Ende „ein anderer Hund vor einem steht“. Ein sehr ängstlicher Hund wird sein Leben lang vorsichtig bleiben und nicht plötzlich mutig auf alles und jeden zugehen. Ein Hund, der andere Hunde nicht mag oder sogar aggressiv auf diese reagiert, kann zwar lernen, dass er friedlich an ihnen vorbei geht und es evtl. auch erträgt, wenn er einmal angeschaut bzw. berührt wird, er wird aber höchstwahrscheinlich niemals für riesige Hundespielgruppen oder Gruppenspaziergängen mit mehreren frei laufenden Hunden zu begeistern sein. Ist der Hund eher gemütlich und ruhig und ist keine organische Erkrankung dafür verantwortlich, so wird aus ihm wahrscheinlich niemals ein Energiebündel werden.  

    Sind die Ursachen für das störende Verhalten nicht beim Hund, sondern beim Halter bzw. den Haltungsbedingungen zu suchen, so kann die Homöopathie nicht helfen. Hier müssen immer die Lebensumstände verändert bzw. verbessert werden. Ein Hund, der unter schlechten und nicht artgerechten Bedingungen leben muss, zeigt durch sein Verhalten nur, dass seine Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigt werden und er sich unwohl fühlt. Werden die Haltungsbedingungen nicht verändert, kann sich auch im Verhalten des Hundes nichts verändern. Es darf auch nicht erwartet werden, dass allein durch die Gabe eines homöopathischen Mittels alle Probleme gelöst werden können! Es handelt sich nicht um eine „Wunderpille“, sondern lediglich um ein Hilfsmittel, damit der Hund in einen Zustand versetzt werden kann, in dem er in der Lage ist zu lernen. Dieser lernbereite Zustand muss immer für eine entsprechende Verhaltenstherapie genutzt bzw. von ihr begleitet werden.