Kaninchenseuche - erkennen und vorbeugen!

Bei der Kaninchenseuche handelt es sich um eine Virusinfektion. Achtung: Die Kaninchenpest ist hoch ansteckend! Denken Sie daher an eine Prophylaxe.

Ansteckungsgefahr

Die Verbreitung erfolgt über Insekten, v.a. Kaninchenflöhe und Stechmücken oder aber durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier. Auch durch Erreger verunreinigtes Futter kann eine Infektionsquelle sein. Am häufigsten erkranken Kaninchen in den warmen Sommermonaten, wenn die Bedingungen für Insekten ideal sind. Kaninchenpest, gleichbedeutend mit Kaninchenseuche, ist für andere Haustiere und den Menschen ungefährlich.

Wie erkenne ich Kaninchenpest?

Meist dauert es nach der Ansteckung drei bis neun Tage, bis Symptome auftreten. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Verlaufsformen der Kaninchenseuche, die aber auch zusammen auftreten können. Bei  der knotigen Form bilden sich knotenartige Gebilde in Haut und Unterhaut. Insbesondere der Kopf und die Geschlechtsteile sind davon betroffen. Bei der ödematösen Form wird Wasser in der Unterhaut eingelagert. Dies führt z.B. zu Schwellungen der Augenlieder, der Nase, Mund Ohren, Pfoten, sowie der Geschlechtsorgane und des Afters. Sind Rachen und Atemwege betroffen, bekommt das Tier Schwierigkeiten mit der Atmung und dem Schlucken. Es frisst nicht mehr. Sekundärinfektionen mit Bakterien können zu eitrigem Ausfluss, Bindehautentzündung, Lungenentzündung oder Hodenentzündung beim Rammler führen.

Folgende Symptome können auf eine Kaninchenpest (Myxomatose) hinweisen. Es müssen allerdings nicht alle dargestellten Symptome gleichzeitig auftreten. Es kommt sogar vor, dass ein Tier an Kaninchenpest plötzlich stirbt, ohne vorher Symptome gezeigt zu haben.

  • Knotige Hautveränderungen
  • Entzündete, gerötete Augenlieder, tränende Augen, bis hin zur Bindehaut-Entzündung
  • Geschwollene Pfoten, Nase, Mund, Ohren 
  • Geschlechtsorgane und After geschwollen, evtl. Hodenentzündung
  • Schluckbeschwerden, Atemprobleme
  • Apathie, Fressunlust, Tier trinkt nicht


Der Tierarzt wird als erstes den Impfstatus des Tieres überprüfen. Wichtig ist auch die Beobachtung, ob andere Tiere mit denen das erkrankte Kaninchen in Kontakt war, ähnliche Symptome zeigen. 

Wie wird Kaninchenpest behandelt?

Eine ursächliche Behandlung der Myxomatose ist nicht möglich. Ist ein Tier an Kaninchenpest erkrankt, kann man eigentlich nur noch abwarten. Bei weniger schweren Verläufen kann es sinnvoll sein, das Immunsystem zu stärken und mit Infusionen und Zwangsfütterung der Schwächung entgegenzuwirken. Antibiotika kommen zum Einsatz, um Sekundärinfektion zu vermeiden bzw. zu heilen. Bei schweren Verläufen wird der Tierarzt dazu raten, das Kaninchen einschläfern zu lassen, damit es nicht unnötig leidet.

Prognose und Prophylaxe bei Kaninchenpest

Die Prognose bei Kaninchenpest ist im Allgemeinen schlecht. Es gibt verschieden schwere Verläufe und manche Kaninchen überleben die Erkrankung. Meistens endet die Krankheit für die infizierten Tiere jedoch tödlich.

Umso wichtiger ist die Vorbeugung gegen eine Infektion! Die Impfung gegen Myxomatose wird für alle Kaninchen empfohlen. Jungtiere können mit 4- 6 Wochen zum ersten Mal geimpft werden, danach ist ca. alle sechs Monate eine Auffrischungsimpfung erforderlich.

Wenn Sie Ihr Kaninchen vor Kaninchenpest schützen wollen, dann sollten Sie immer für einen aktuellen Impfschutz sorgen. Daneben können Sie darauf achten, dass das Tier nicht mit Infektionsquellen in Berührung kommt: 

  • Stellen Sie sicher, dass Frischfutter keine Insekten enthält
  • Sammeln Sie Grünfutter nicht in Risikogebieten
  • Benutzen Sie Insektengitter und - fallen 
  • Geben Sie Insekten keine Möglichkeit zur Vermehrung durch stehendes Wasser oder einem verunreinigten Käfig

Macht alle mit!

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