Kaninchenschnupfen erkennen und behandeln

Kaninchenschnupfen ist eine häufige Infektionskrankheit und kann durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen werden. Folgendes müssen Sie wissen.

Ansteckungsgefahr bei Kaninchenschnupfen

Die Ansteckung mit Kaninchenschnupfen erfolgt durch direkten Kontakt mit erkrankten Artgenossen aber auch mit erkälteten Menschen! Es genügt, wenn ein Tier Tröpfchen abbekommt, weil es angeniest wird. Kaninchenschnupfen tritt vor allem im der kalten Jahreszeit auf. Zugluft und andere belastende Faktoren wie Stress, zu enge Haltung, unausgewogene Ernährung, mangelnde Hygiene können den Ausbruch begünstigen. Die Keime befallen die Atemwege und lösen eitrige Entzündungen aus.

Wenn mein Kaninchen niest

Das erste Indiz für Kaninchenschnupfen ist meistens eine laufende Nase. Das Sekret ist zunächst klar und flüssig, im weiteren Verlauf kann es dann eitrig gelb und klebrig werden. Das Fell um die Nase herum ist eitrig verklebt und da das Kaninchen sich häufiger putzt, sind auch die Pfoten klebrig. Die Nase ist gerötet und das Kaninchen muss häufig niesen. Meistens sind auch die Augen betroffen, sind gerötet bis hin zur eitrigen Bindehautentzündung. Durch die verstopfte Nase macht das Kaninchen beim Atmen merkwürdige Geräusche oder atmet nur noch durch das Maul.

Wird der Kaninchenschnupfen nicht rechtzeitig behandelt, kann sich in der Folge eine Lungenentzündung entwickeln. Das Kaninchen leidet dann gegebenenfalls unter Atemnot. Auch Mittel- oder Innenohrentzündungen sind häufige Komplikationen. Das Kaninchen wirkt apathisch, zeigt Fressunlust und legt den Kopf schief. Ein gestörtes Allgemeinbefinden und Fieber können die Infektion begleiten.

Wie wird Kaninchenschnupfen behandelt?

Da häufig Bakterien die Verursacher des Kaninchenschnupfens sind, bekommt das erkrankte Tier Antibiotika, nachdem der Erreger durch einen Abstrich genau identifiziert wurde. Gegen die Begleitsymptome können Schleimlöser, sowie Kochsalzlösung für die Nase und zum Inhalieren eingesetzt werden. Wenn das Kaninchen häufiger krank ist, können Medikamente zur Stärkung des Immunsystems, sowie Vitamingaben sinnvoll sein. Denkbar ist auch der Einsatz von Globuli. Einwandfreie Hygiene, Reduzierung von Stressfaktoren, ausgewogene Ernährung und Wärme tragen zu einer schnelleren Heilung bei.

Prognose und Prophylaxe bei Kaninchenschnupfen

Die Prognose bei Kaninchenschnupfen ist abhängig von der Grundkonstitution des Kaninchens. Wird der Kaninchenschnupfen frühzeitig entdeckt und behandelt, wird das Kaninchen meist schnell wieder gesund. Kommt es zu Komplikationen, ist die Behandlung  oft langwierig und schwierig. Bei Tieren mit schlechter Konstitution kann Kaninchenschnupfen sogar zum Tod führen. 

Häufig lassen sich die Erreger nicht vollständig abtöten, sondern bleiben im Körper des einmal infizierten Kaninchens. Bei den Tieren kommt es dann immer wieder zu Ausbrüchen, die mit Antibiotika und immunstärkenden Medikamenten behandelt werden. Wenn Sie Ihr Kaninchen vor Kaninchenschnupfen schützen wollen, sollten Sie vor allem Faktoren vermeiden, die die Krankheit begünstigen. Sorgen Sie für ausreichende Hygiene. Achten sie darauf, dass die Tiere genug Platz haben, denn wenn zu viele Tiere auf engem Raum leben, steigt das Ansteckungsrisiko. Bieten Sie Ihren Kaninchen eine ausgewogene vitaminreiche Kost und vermeiden Sie Zugluft.  

Es kann sinnvoll sein, erkrankte Tiere zu isolieren, damit sie sich nicht gegenseitig anstecken. Allerdings muss man bei allen Maßnahmen im Blick haben, dass die Tiere nicht zu sehr in Stress geraten, da dies sich wiederum negativ auf den Gesundheitszustand auswirken kann. Zwar gibt es Impfstoffe gegen Kaninchenschnupfen, diese werden aber nur in Einzelfällen, zum Beispiel bei Gruppen, die an Ausstellungen teilnehmen, empfohlen.

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