Katzenklo – Tipps rund um die Katzentoilette

Die Wahl des richtigen Katzenklos hat entscheidenden Einfluss darauf, ob es von der Katze akzeptiert wird. Fehler können zu Unsauberkeit führen!

Überlegungen vor dem Kauf

Machen Sie nicht den Fehler, ein x-beliebiges Katzenklo mit irgend einem Streu an eine unüberlegte Stelle in Ihrer Wohnung zu stellen. Eine Katze kennt kein Pardon, wenn es um ihre Katzentoilette geht. Hier muss alles passen, sonst sind am Ende Sie die Leidtragende. Denn die Folge eines nicht akzeptierten Katzenklos ist meist Unsauberkeit. Damit es so weit nicht kommt, sollten Sie bei der Wahl des Katzenklos, des Streus und der Positionierung sehr umsichtig vorgehen.

Ab wann benutzt eine Katze ein Katzenklo?

So lange Kätzchen noch bei ihrer Mutter säugen, suchen sie kein Katzenklo auf. Erst wenn sie beginnen, feste Nahrung zu sich zu nehmen, zeigt ihnen ihre Mutter, wo es lang geht und wie man eine Katzentoilette benutzt. Haben Kitten dies nicht ausreichend gelernt, weil sie zum Beispiel zu früh abgegeben wurden, dann müssen Sie mit anfänglicher Unsauberkeit rechnen. Das ist absolut nachvollziehbar und Sie sollten das Kätzchen keinesfalls schimpfen, wenn Sie eine Pfütze auf dem Fußboden vorfinden. Holen Sie etwas Streu aus dem Katzenklo und warten Sie, bis alles aufgesogen ist. Geben Sie das Streu in die Katzentoilette und setzen Sie das Kitten mit rein, damit es weiß, wo der richtige Platz ist. Werden Kitten im Alter von ca. 12 Wochen abgegeben, sind sie normalerweise stubenrein, aber ein neues Zuhause kann nochmals für etwas Aufregung und Verwirrung sorgen.

Ein Katzenklo für Kitten?

Am liebsten würde man natürlich ein Katzenklo kaufen, das nicht nur für ein kleines Kätzchen passend ist, sondern auch später für die erwachsene Katze. Das kann klappen, muss es aber nicht. Je kleiner die Kitten noch sind, umso größere Probleme könnten sie mit der Überwindung eines hohen Rands haben. Das kann ausschlaggebend dafür sein, ob Ihre Katze zukünftig die Katzentoilette gerne annimmt! Entscheiden Sie sich deshalb dazu, grundsätzlich ein Katzenklo mit niedrigem Rand auszuwählen oder eines für die Übergangszeit von einigen Monaten zu verwenden, bevor Sie dann auf ein Model mit hohem Rand umstellen.  

Bei vielen Kitten ist es kein Problem, doch manche fressen hin und wieder Katzenstreu. Sollte Ihr Kätzchen zu diesen Tieren gehören, sollten Sie nachprüfen, ob das Katzenstreu extrem klumpend ist. Das ist ein Hinweis darauf, dass es schnell aufquillt und verklegt. In der Katzentoilette kein Problem – im Magen des Kätzchens dagegen schon, denn es kann zu Verstopfung führen. Auch wenn ein Umstieg von einem Katzenstreu zu einem anderen grundsätzlich vermieden werden sollte, ist es in diesem Fall ratsam.

Unterschiede beim Katzenklo

Die Auswahl an Katzentoiletten ist groß! Sie reicht von der Katzenschale für ein paar Euro bis hin zur selbstreinigenden Luxusausführung mit einem Preis von über hundert Euro. Doch welche soll es sein? Es ist verständlich, dass einige wegfallen, weil einem das Design nicht zusagt. Doch es bleiben immer noch viele Katzenklos zur Wahl. Ein entscheidender Faktor bei der Auswahl sollte sein, ob und wenn ja welche Erfahrung die Katze bereits mit Katzentoiletten hatte. Achten Sie beim Kauf einer Katze auf diese Details und fragen Sie ggf. nach. Bei einem Kitten ist ein entscheidender Punkt die Einstiegshöhe, bei einer erwachsenen Katze (z.B. aus dem Tierheim) kann es jedoch sein, dass sie ein ganz bestimmtes Katzenklo bevorzugt (z.B. mit oder ohne Haube bzw. Schwingtür). Fragen Sie danach, um eventuell auf Sie zukommende Probleme zu vermeiden. 

Besondere Rücksicht sollten Sie auch auf die Größe des Katzenklos legen: Ein Maine Coon Kater, eine Norwegische Waldkatze, Savannah oder ähnlich große Katzenrassen bevorzugt eine XXL-Version, denn wer parkt schon gerne rückwärts in der Katzentoilette ein während der Kopf vorne raus schaut. Die Katze sollte sich problemlos im Katzenklo umdrehen und scharren können.

Auswahl an Katzentoiletten

  • Katzenschale
    Einen herrlichen Rundumblick hat die Katze, wenn sie lediglich eine Schale als Katzentoilette benützt. Viele Katzen mögen dies, manche kommen sich dagegen peinlich beobachtet vor. Nachteil ist außerdem, dass Gerüche sich hemmungslos in der Wohnung verbreiten. Haben Katzen Probleme mit dem Katzenklo, kann eine Schale bzw. das Abnehmen der Haube ein guter Anfang darstellen.

  • Katzentoiletten mit Haube
    Schutz vor herumfliegendem Katzenstreu und Katzenurin, das daneben gehen kann, bieten Katzentoiletten mit Haube. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen. Entscheidend für die Akzeptanz der Katze kann es sein, ob sie über eine Schwingtür verfügt oder vorn offen ist. Auch wenn die Gerüche noch besser unterdrückt werden, wenn das Katzenklo eine Tür besitzt, kommt es bei der Auswahl ganz auf Ihre Katze an! Falls Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie bei einem Produkt mit Tür darauf achten, ob diese ggf. problemlos entfernt werden kann. 

    Eine Katzentoilette muss grundsätzlich täglich gereinigt werden! Bei einer großen Öffnung ohne Tür kein Problem. Ist das Gegenteil der Fall, sollte sich die Haube schnell und sicher abnehmen und wieder verschließen lassen. Oder aber das Katzenklo verfügt über eine herausziehbare Schublade.

  • Katzentoiletten mit Extras
    Je nachdem, wie geruchsempfindlich Sie sind, sollten Sie bei der Anschaffung eines Katzenklos darauf achten, ob es mit einem Kohlefilter ausgestattet ist. Dieser hilft, den Geruch zu neutralisieren. Er findet allerdings seine Grenzen, wenn die Hinterlassenschaften nicht ordentlich verscharrt und von Katzenstreu umschlossen sind. Ein Grund dafür kann z.B. zu wenig eingefülltes Katzenstreu sein.

    Interessant sind auch die Luxusausführung unter den Katzentoiletten, die mehr oder weniger selbstreinigend sind! Über die Funktionalität und Effektivität gibt es aber sowohl zwischen als auch bezüglich bestimmter Produkte sehr unterschiedliche Meinungen, weshalb keine klare Kaufempfehlung gegeben werden kann. Im Optimalfall werden (z.B. über einen Hebel) die Hinterlassenschaften abtransportiert und praktisch in einer darunter befindlichen Schale aufgefangen, die mit einem Plastikbeutel ausgestattet ist, der dann problemlos entsorgt werden kann.

Wohin und wie viele Katzenklos?

Wählen Sie den Ort für das Katzenklo mit Bedacht aus! Ein Abstellraum im Keller ist ebenso ungeeignet, wie neben der Waschmaschine im Bad, in der Nähe der Futterstelle oder einem stark frequentierten Flur. Die Katzentoilette sollte rund um die Uhr erreichbar sein, sich also nicht in einem Raum befinden, dessen Tür gelegentlich geschlossen sein könnte. Außerdem ist, vor allem für ältere Katzen, ein kurzer Weg von Vorteil. Je größer eine Wohnung ist bzw. über mehrere Stockwerke verfügt, desto besser ist es, mehrere Katzenklos aufzustellen. Entscheidend für die Anzahl ist zudem, wie viele Katzen es im Haushalt gibt. Es hat sich bewährt, für jede ein eigenes Katzenklo aufzustellen. Aber bitte nicht alle in Reih und Glied. Etwas Abstand sollte schon sein. Auch gibt es Katzen, die kleine und große Geschäfte gerne trennen. In diesem Fall sollten Sie für ein Einzeltier zwei Katzentoiletten zur Verfügung stellen! 

Zubehör fürs Katzenklo

Das wichtigste Zubehör für das Katzenklo ist Katzenstreu. Auch hier ist die Auswahl groß und reicht von nicht klumpendem, über klumpendes bis zu Silikatstreu oder Katzenstreu aus Pflanzenfasern. Nicht klumpendes Katzenstreu kann Hinterlassenschaften weniger gut umschließen wie klumpendes und muss entsprechend öfters (komplett) ausgetauscht werden. Dafür eignet es sich besser für Kitten, da es beim Verschlucken weniger dazu neigt, im Magen-Darm-Trakt zu verkleben und Klumpen zu bilden. Das ist der große Vorteil von klumpendem Katzenstreu, das Urin und Kot hervorragend bindet und einschließt und dementsprechend problemlos mit einer kleinen Schaufel aus der Schale entfernt werden kann.

Eine Alternative zu Streu stellen Pflanzenfasern aus Nadelbäumen dar. Diese haben den Vorteil, dass alles kompostierbar ist und nicht im Hausmüll landen muss. Eine weitere Alternative stellt Silikatstreu dar, welches nicht staubt und besonders leicht ist. Zwar ist es sehr saugfähig, jedoch nicht für Katzenkinder geeignet und es klumpt auch nicht, weshalb beim Reinigen öfters das komplette Streu ausgewechselt werden muss. 

Achtung: Sollten Sie über einen Wechsel des Katzenstreus nachdenken, mischen Sie das neue Streu am besten zunehmend unter das alte Produkt. Denn Katzen sind Gewohnheitstiere und halten von einem Wechsel möglicherweise recht wenig. 

Tipp: Eine ideale Ergänzung zum Katzenklo ist eine Auffangmatte. Vor allem bietet sich diese bei Katzentoiletten ohne Haube an. Aber auch bei geschlossenen bietet sie den Vorteil, dass Streu aufgefangen wird, das an den Pfoten der Katzen hängen bleibt.

Probleme rund ums Katzenklo

Ist die Katze unsauber, also wird das Katzenklo nicht akzeptiert, können vielerlei Gründe dafür verantwortlich sein. Von der Position, dem Katzenstreu und der Toilettenart abgesehen, kommen auch hormonelle Gründe oder eine Krankheit in Frage. Hier kann der Tierarzt helfen. Möglicherweise gibt es aber auch einen Grund, auf den Sie selbst kommen: Vielleicht ein neues Haustier, ein einschneidendes Erlebnis, eine Bestrafung, zu viel Langeweile oder Unterdrückung durch einen Artgenossen. Nehmen Sie schnellstmöglich alles unter die Lupe, denn je länger die Unsauberkeit anhält, umso schwerer ist sie wieder in den Griff zu bekommen. 

Checkliste für das Katzenklo

  • Nicht nur Wohnungkatzen, auch Freigängerkatzen brauchen eine Katzentoilette. 
  • Bieten Sie pro Katze eine Katzentoilette an.
  • Das Katzenklo sollte an einem ruhigen Ort stehen.
  • Manche Katzen benötigen einen leichten Einstieg.
  • Das Katzenklo muss regelmäßig komplett gereinigt werden.
  • Achten Sie auf Größe und Ausstattung des Katzenklos.
  • Für Kitten ist klumpendes Streu ungeeignet.
  • Benutzen Sie keine stark riechenden Putzmittel.
  • Stellen Sie die Katzentoilette nicht in die Nähe des Futterplatzes.
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