Beagle

Früher waren Beagle reine Jagdhunde, inzwischen sind sie beliebte Familienhunde, die durch ihre Fröhlichkeit und Spielfreude begeistern. Zu beachten ist, dass sie viel Auslauf benötigen.

Der Beagle auf einen Blick

Beim Beagle handelt es sich um eine relativ kleine Hunderasse, die aus Großbritannien stammt und zur Gruppe der Laufhunde und Schweißhunde zählt.
 33 - 41 cm
 10 - 18 kg
 12 - 14 Jahre
Großbritannien
 meist dreifarbig (braun, schwarz, weiß)
 kurz, dicht, wetterbeständig
 ausdauernd, freundlich, robust
 hoch
 gering
 mittel
 Ein Beagle kosten ca. 600 - 900 Euro

Beagle - Rassebeschreibung

Mit einer Schulterhöhe von knapp 40 Zentimetern sind sie die größten unter den kleinen Hunderassen (Schulterhöhe bis 40 cm). Beagle sind kurzhaarig, kräftig gebaut, stets fröhlich und sehr ausdauernd. Zu erkennen sind sie an ihren Schlappohren, ihrer braun-schwarzen Zeichnung am Rücken, dem weißen Bauch und den weißen Beinen. Der berühmteste Beagle der Welt ist Snoopy, der kluge Comic-Hund von Charlie Brown.

Der Beagle zählt – je nach Statistik – zumeist noch zu den Top 10 der beliebtesten Hunde und ist ein gern gesehener Hund in der Familie.

Der Beagle – sein Charakter und sein Wesen

Mit zwei Dingen wird der Beagle stets in Verbindung gebracht: Mit seiner Jagdleidenschaft und seiner Verfressenheit. Beides ist nicht von der Hand zu weisen – hat aber seine guten Gründe: Der Beagle war Jahrhunderte lang ein Jagdhund, der in der Meute die Verfolgung von Kaninchen und Hasen übernahm. Einzig und allein dafür wurde er gezüchtet. Dementsprechend wahrscheinlich ist es auch heute noch, dass die Jagdleidenschaft gelegentlich mit ihm durchgeht – vor allem bei Tieren, die aus einer jagdlichen Linie stammen.

Bedenkt man die damaligen Fütterungsmethoden, wird auch der zweite Punkt verständlich: Beagle wurden nicht etwa brav einer nach dem anderen gefüttert, sondern bekamen ihr Fressen vorgeworfen und mussten sehen, wo sie bleiben. Kein Wunder also, dass manche wie ein Staubsauger alles Fressbare so schnell wie möglich aufsaugen. Dementsprechend groß ist die Gefahr, dass sie übergewichtig werden, was auf eine nicht unerhebliche Zahl von Beagle zutrifft. Da heißt es standhaft bleiben und dem flehentlichen Beagleblick nicht nachgeben.

Der Beagle ist ein idealer Familienhund, schließlich ist er das Leben im Rudel gewohnt. Werden zwischen Kind und Hund ein paar Regeln eingehalten, verstehen sich diese blendend. Der Beagle ist fröhlich, liebenswürdig und aufgeweckt. Ihn erschrickt auch nichts so leicht und aufgrund seiner Power darf ein Spiel ruhig etwas länger dauern. Aggressivität ist ihm fremd, weshalb er keinesfalls einen guten Wachhund abgeben würde. Er ist zutraulich und charmant, hat aber auch einen ordentlichen Dickkopf und Zielstrebigkeit – zum Beispiel wenn es darum geht, unbeirrt einer Spur zu folgen. Sofern man schon ein wenig Erfahrung mit Hunden hat und bereit ist, auf seine Bewegungsfreude einzugehen, ist der Beagle auch für Anfänger geeignet.

Ursprung und Geschichte

Der Beagle ist ein klassischer Jagdhund. Als sein Ursprungsland wird Großbritannien angegeben, doch wahrscheinlich scheint, dass die Engländer ihn während des hundertjährigen Kriegs um 1400 aus Frankreich mit in ihr Land gebracht haben. Der Grund dafür war deren beeindruckende und unermüdliche Jagdleidenschaft. Das hatte die Engländer fasziniert und so setzten sie den Beagle von da an zu Jagdzwecken auf Niederwild ein. Ihre Aufgabe war es, Fährten aufzunehmen und zielsicher zu verfolgen. Dabei traten die Hunde im Rudel an. Im Gegensatz zu den Foxhounds, folgten die Jäger nicht auf Pferden, sondern zu Fuß.

Erwähnung fand der Beagle erstmals 1515 in den Haushaltsbüchern von Heinrich VIII. Darin wurde die Entlohnung für den "Keeper of the Beagles", also den Zuständigen für die Beagles, festgehalten. Bei dem Aufwand, den eine große Meute macht, ist es durchaus verständlich, dafür extra jemanden zu beauftragen.

Mehrere Jahrhunderte vergingen, bis im Jahr 1890 für den Beagle ein offizieller Rassestandard vom Kennel Club Großbritanniens ausgegeben wurde.

Den Beagle erziehen

Es könnte alles so einfach sein, wäre da nur nicht seine Jagdleidenschaft und sein Dickkopf. Ein Beagle, der im Freilauf eine Spur aufgenommen hat, ist nur mit viel Mühe bzw. entsprechender Erziehung daran zu hindern, dieser zu folgen. Ihm wird nicht so schnell bange, wenn er seinen Halter nicht mehr sieht – und dementsprechend kehrt er auch nicht mehr so bald zurück. Vor allem in Waldgebieten sollte diese Situation vermieden werden, um nicht mit einem Jäger in Konflikt zu geraten.

Wie im Prinzip jeder Hund, braucht auch der Beagle eine liebevolle und dennoch konsequente Erziehung. Klare Regeln machen es für Hund und Familie am einfachsten, Komplikationen zu vermeiden. Der Trick ist, seinen Jagdtrieb in entsprechende Bahnen zu lenken, so dass dieses Problem möglichst umgangen wird. Dazu bedarf es einiger Erfahrung mit Hund. Wenn diese nicht vorhanden ist, kann jedem Beaglebesitzer nur angeraten werden, einen Hundeschule zu besuchen. An Aufmerksamkeit und Schlauheit fehlt es dem Beagle nicht – man muss sie nur zu nutzen wissen.

Bewährt hat sich eine Erziehung, die mit positiver Verstärkung und ohne Stress abläuft. Damit lässt sich durchaus bewerkstelligen, wer der Boss im Rudel ist, ohne dass es zu einer Bestrafungen kommen muss!


Haltung

Er gehört nicht umsonst in die Gruppe der Laufhunde, denn sein Bewegungsdrang ist relativ hoch. Dieser sollte durch abwechslungsreiche Spaziergänge befriedigt werden. Umso mehr schafft man die Voraussetzung dafür, dass man einen ausgeglichenen Hund an seiner Seite hat. Sehr förderlich in dieser Beziehung ist auch eine artgerechte Beschäftigung. Die wenigsten Menschen in Deutschland nutzen den Beagle heute noch für die Jagd, dementsprechend sollte für Ausgleich gesorgt werden. Als Laufhund mögen Sie zum Beispiel gemeinsames Joggen oder am Rad mitlaufen. Ebenso eignen sie sich für allerlei Hundesportarten. Besonders beliebt sind aber Schnüffelspiele. Dabei können sie ihre ausgezeichnete Nase unter Beweis stellen.

Wird der Hund täglich ausgepowert, gibt es zuhause keine Probleme. Er muss (und soll) keinesfalls den ganzen Tag beschäftigt werden. Er braucht seine Pausen – und diese am liebsten im Kreise seiner Liebsten. Für ihn ist Familienanschluss wichtig – allein sein mag er gar nicht. Wenn Sie mehr über das Verhalten von Hunden wissen möchten, dann finden Sie weitere Informationen in unserer Rubrik Verhalten.

Einen Beagle kaufen

Wer einen reinrassigen Beagle-Welpen kaufen möchte, sollte dies bei einem seriösen Züchter tun. Schnäppchenangebote von Vermehrern oder unerfahrenen Züchtern stellen auf Dauer gesehen ein erhöhtes finanzielles Risiko aufgrund unvorhergesehener Tierarztbesuche dar! Kaufen Sie einen Beagle keinesfalls ungesehen, sondern schauen Sie sich die Zucht vor Ort an und begutachten Sie die Eltern und den oder die in Frage kommenden Welpen.
Achtung:
Fragen Sie nach, ob es sich sich bei der Zucht um eine jagdlich geführte Linie handelt. Diese weisen grundsätzlich einen noch höheren Jagdtrieb auf!

Denken Sie beim Kauf eines Beagles daran, dass es nicht zwingend ein reinrassiges Tier sein muss. Ein Beagle-Mischling hat ebenfalls seinen Reiz. Oder vielleicht möchten Sie einem Beagle in Not eine Chance geben.

Wir haben für Sie viele Tipps rund um die Anschaffung eines Hundes, dessen Erstausstattung und allgemeines Zubehör für den Hund.

Die Pflege

Zwar besitzt ein Beagle ein kurzes Fell und ist daher sehr pflegeleicht, dennoch sind kurze Haare nicht zu unterschätzen. Sie auf Kleidung oder Teppich zu entfernen, lässt einen schnell verzweifeln. Daher empfiehlt es sich, den Beagle mindestens einmal pro Woche zu Bürsten – z.B. mit einem Noppenhandschuh oder einer weichen Bürste. Während Fellwechsels sollte (im eigenen Interesse) das Bürsten am besten täglich durchgeführt werden. Insgesamt gesehen ist der Pflegeaufwand aber sehr überschaubar. Gelegentlich kontrolliert werden sollten die Schlappohren.

Tipp: Weitere Infos zur Pflege des Hundes finden Sie in unserem Artikel über die richtige Hundepflege.

Ernährung beim Beagle

Viele Beagle sind übergewichtig! Mit den zusätzlichen Pfunden steigt das gesundheitliche Risiko eines Hundes. Wenn der Hund zu dick ist, sollte dringend eingeschritten werden. Am besten lässt man es so weit erst gar nicht kommen. Halten Sie sich an die Fütterungsvorgaben Ihres bevorzugten Hundefutters.

Einen besonderen Fokus sollten Sie darauf legen, den Hund nicht übermäßig mit Leckerli zu versorgen. Wenn er welche bekommt, dann sollte er dafür auch etwas tun. Sie können ihn z.B. die Leckerli suchen lassen. So ist er beschäftig und gleichzeitig bewegt er sich. Entscheidenden Einfluss auf die Ernährung hat vor allem sein Alter und seine tägliche Auslastung.

Um Sie ausführlich über spezielles Hundefutter und die Ernährung von Hunden zu informieren, finden Sie bei uns eine Vielzahl von Fachartikeln:

Video über den Beagle

In diesem Video können Sie den Beagle bestaunen

Krankheiten beim Beagle

Übergewicht ist eine Krankheit – und diese tritt beim Beagle relativ häufig auf – weshalb sie auch an erster Stelle genannt werden soll. Beagle haben stoffwechselbedingt einen etwas niedrigeren Energiebedarf als andere Hunde. Halten Sie sich bei den Futtervorgaben daher erst einmal an die untere Grenze und nehmen Sie eine Wage zur Hand, wenn Sie sich nicht sicher sind. Sprechen Sie mit dem Züchter oder Ihrem Tierarzt über das Idealgewicht, das Ihr Beagle aufweisen sollte und halten Sie dieses im Auge.

Grundsätzlich handelt es sich beim Beagle um einen recht robusten, gesunden Hund. Rassebedingt kommt es gelegentlich zu einem Bandscheibenvorfall. Auch eine Neigung zu "Hound-Ataxie" ist gegeben. Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung. Ebenso kommt es bisweilen zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

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