Hund und Katze

Hund und Katze können sehr gute Freunde werden, wenn der Halter sie richtig aneinander gewöhnt und darauf achtet, dass sowohl der Hund als auch die Katze ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen.

Freundschaften zwischen Katze und Hund

Katzen sind nur auf der Jagd Einzelgänger, ansonsten sind sie recht sozial und freuen sich über einen tierischen Partner. Es bestehen oft wunderbare und innige Freundschaften zwischen zwei oder mehreren Katzen, aber auch zwischen Katze und Hund. Es kommt eben auf den Charakter, die bisherigen Erfahrungen und auf gegenseitige Sympathie an.

Viele Hundehalter gehen davon aus, dass sie ihre Katze erziehen können. Das ist aber nur bedingt möglich, da Katzen sehr viel eigenständiger sind als Hunde. Wenn sie überhaupt „gehorchen“, dann sind das eher zufällige Einzelfälle. Es ist daher immer wichtig, dass der Halter seinen Hund erzieht, wenn er ihn mit einer Katze vergesellschaften möchte, denn es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass der Hund macht was ihm gesagt wird als die Katze.

Wünsche und Bedürfnisse der Katze

  • Die Katze möchte nicht vom Hund gejagt oder angegriffen werden. 
  • Die Katze muss genügend Zeit haben, den Hund kennen zu lernen und immer einen Rückzugsort zur Verfügung haben, den sie schnell und gefahrlos erreichen kann. 
  • Katzen schlafen in der Regel mehr als Hunde und die Katze möchte vom Hund weder gestört, noch ständig bedrängt oder zu einem Spiel aufgefordert werden. 
  • Katzen haben meistens eine größere Individualdistanz als Hunde. Der Hund muss diese akzeptieren bzw. der Mensch muss darauf achten, dass der Hund der Katze nicht zu nahe kommt, wenn diese das nicht möchte. 
  • Falls die Katzen nicht zu bestimmten Zeiten frisst, sondern ihr Katzenfutter dauerhaft zur Verfügung hat, muss es so aufgestellt werden, dass die Katze es jederzeit problemlos erreichen kann, der Hund aber keine Möglichkeit hat, es zu stehlen. 
  • Das Katzenklo ist für den Hund absolut tabu!

Wünsche und Bedürfnisse des Hundes

  • Der Hund möchte von der Katze weder angegriffen, noch verletzt werden. Traut sich der Hund nicht mehr sich zu bewegen, weil die Katze ihn jederzeit angreifen und mit ihren Krallen verletzen könnte, muss der Halter dem Hund Sicherheit geben. 
  • Der Hund möchte die Katze kennenlernen und auch an ihr schnuppern. Akzeptiert die Katze das nicht, kann er eine Decke oder ein Spielzeug der Katze bekommen, das er intensiv beschnuppern und erkunden darf.

Günstige Voraussetzungen für eine Vergesellschaftung

Ideal ist es zum Beispiel, wenn sowohl Hund als auch Katze bereits erwachsen sind und bisher keine schlechten Erfahrungen mit dem jeweils anderen gemacht. Oder aber beide sind noch Welpe bzw. Kitten und ziehen gemeinsam in ihr neues zu Hause – wachsen also gemeinsam auf und betrachten den anderen von Anfang an als selbstverständlich. Ist die Katze vor dem Hund da, ist es besser, der Hund ist bereits erwachsen, da ein tapsiger und ungestümer Welpe die Katze sehr schnell verletzen oder auch verunsichern kann. Ist der Hund vor der Katze da, sollte er zumindest soweit erzogen sein, dass er auf die wichtigsten Grundkommandos sicher hört. Die Katze kann hier gerne ein Jungtier sein, da diese neugieriger und aufgeschlossener gegenüber dem Hund reagieren. Sind beide Tiere ungefähr gleich alt und besitzen das selbe Temperament, ist viel gewonnen, denn der „Lebhaftere“ wird dem „Gemütlichen“ nicht ständig auf die Nerven gehen.

Probleme zwischen Hund und Katze

Schwer wird es, wenn Hund oder Katze bereits negative Erfahrungen mit der anderen Art gemacht haben. Wahrscheinlicher ist es, dass ein Hund dazu neigt, eine Katze zu verfolgen. Aber es gibt auch entgegengesetzte Fälle. Ist dieses Verhalten bei dem einen oder anderen Tier bekannt, sollte die Vergesellschaftung gut überlegt sein. Und selbst wenn diese funktioniert und die beiden sich gegenseitig akzeptieren oder sogar Freunde werden, heißt das nicht, dass ein Hund draußen keine fremden Katzen mehr jagt bzw. jede Katze als Freund betrachtet.

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