Savannah-Katze

Hinter dieser noch recht neuen Katzenrasse verbirgt sich eine temperamentvolle wie auch liebenswerte Persönlichkeit. Aber nicht nur das abenteuerlustige Wesen der Savannah Katze erinnert an ihre wilden Verwandten.

Die Savannah auf einen Blick

 Savannah-Katze
 USA
 Katze 3,5 - 8 kg, Kater 4,5 - 12kg
 Kurzhaarkatzen
 Black, black-smoke, silver spotted tabby, brown (black) spotted tabby
Alle erlaubt
 Verspielt, intelligent, aktiv, gesellig, temperamentvoll
 hoch
 gering
 Savannah-Katzen kosten 1.000 - 5.000 Euro
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Savannah-Katze - Rassebeschreibung & Größe

Der Savannah sieht man ihre Vorfahren an und das ist auch so gewollt. Diese Katzenrasse ist durch die Kreuzung von Serval, einer afrikanischen Wildkatze, und verschiedenen Hauskatzenrassen entstanden. Ziel war es, eine Katze zu schaffen, die die Optik ihrer wilden Vorfahren, aber den Charakter einer Rassekatze hat – und das ist auch gelungen. Die Savannah ist die größte Rassekatze der Welt: Die erste Generation (F1), das heißt die direkten Nachkommen aus der Verpaarung eines Servals mit einer Rassekatze, erreicht eine Schulterhöhe von 45 Zentimetern und eine Länge von 120 Zentimetern. Hier kommen die schwersten Vertreter mit bis zu 12 Kilogramm bei Männchen und 8 Kilogramm bei Weibchen vor. Bei den weiteren Generationen (F2 bis F7) nehmen sowohl das Gewicht als auch die Größe ab. Das liegt daran, dass der Wildblutanteil mit der Generationsfolge abnimmt. Daher kommt es zu dieser großen Spannweite bei den Gewichts- und Größenangaben.

Der Körperbau der Savannah ist schlank, lang und dennoch muskulös. Mit ihren langen Beinen und dem schmalen Kopf wirkt sie sehr elegant. Ihre Ohren sind groß, oben am Kopf platziert und zeigen nach vorne. Idealerweise haben die Ohren den so genannten Wildfleck. Das ist ein heller Abdruck auf der Ohrrückseite, den man auch beim Serval beobachten kann. Das Körperhaar der Savannah ist kurz und beige bis goldfarben. Am Bauch wird es heller. Wie der Serval hat sie über den Körper verteilt braune bis schwarze Tupfen und im Gesicht dunkle Tränenstreifen. Da es auch dunkle Servals gibt, sind entsprechend farbige Savannah-Katzen entstanden. Die TICA (The International Cat Association) ist der einzige Dachverband, welcher Savannahs anerkannt hat. Zu den möglichen Farbvarianten zählen black, black-smoke, silver spotted tabby und brown (black) spotted tabby.


Charakter der Savannah

Ähnlich dem äußeren Erscheinungsbild nimmt auch das ursprünglich wilde Verhalten von Generation zu Generation ab. Bei der ersten Generation der Savannah kommt der Serval noch sehr deutlich durch. Trotz ihrer guten Prägung auf den Menschen ist sie eher scheu und zeigt einen ausgesprochen starken Jagdtrieb. Auch eignet sich diese Generation auf keinen Fall für die reine Wohnungshaltung, allein schon deswegen, weil die ersten Nachkommen noch Probleme mit der Akzeptanz eines Katzenklos haben. Ab der F2-Generation, also den Enkelkindern des Servals und der Rassekatze, sind schon deutlichere Charakterzüge einer aktiven Hauskatzenrasse zu erkennen. Sie sind wesentlich anhänglicher und sehr gesellig. Die Neugierde und Verspieltheit zieht sich aber durch alle Generationen durch.

Die Savannah hat ein sehr großes Selbstbewusstsein und liebt es im Mittelpunkt zu stehen. Bekommt sie nicht ihre gewünschte Aufmerksamkeit, wird sie diese durch unterschiedliche Laute und „Köpfchengeben“ einfordern. Eine Eigenschaft, die die Savannah-Katze von den meisten anderen Rassekatzen abhebt, ist ihre Freude am Spielen mit Wasser. Sperren Sie also lieber die Türe ab bevor Sie ein Bad nehmen, sonst haben Sie in ihrer Badewanne schnell Gesellschaft.

Ursprung und Geschichte

Seit 2001 ist die Savannah bei der International Cat Association als Rasse anerkannt
Seit 2001 ist die Savannah bei der International Cat Association als Rasse anerkannt

Die erste Savannah entstand 1986 in den USA, nach der Verpaarung einer Siamkatze mit einem Serval. Patrick Kelly hörte von diesen schönen Nachkommen und beschloss mit Joyce Sroufe eine neue Katzenrasse zu entwickeln. Tatsächlich schafften Sie es mehrfach, die F1-Generation zu züchten. Die Schwierigkeit lag jedoch darin, dass die männlichen Nachkommen steril waren – meist sogar bis einschließlich der F4-Generation. Dieses Problem wurde durch so genanntes Outcross von weiteren Rassekatzen, wie der Egyptian Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar und Hauskatzen behoben. Schnell löste die wilde Schönheit eine wahre Begeisterungswelle in Amerika und Kanada aus. Patrick Kelly und Joyce Sroufe formulierten einen Rassestandard und so kam es, dass die Savannah 2001 von der TICA anerkannt wurde und seit 2012 auch den Championship Status bei der TICA trägt. Mittlerweile gibt es ausreichend fruchtbare Savannah-Kater, so dass Savannahs mit Savannahs gepaart werden können. 

 

Savannah – die Haltung

Die Savannah ist keine Katze für eine reine Wohnungshaltung oder einen berufstätigen Single! Vor allem die ersten beiden Generationen (F1 und F2) brauchen dringend ein großzügiges Freigehege, um ihren Bewegungsdrang durch Spielen, Jagen, Klettern und Springen nachkommen zu können. Savannah-Katzen können aus dem Stand bis zu 2 Meter hoch springen! Für die Haltung der F1-Genration gelten sogar behördliche Auflagen. Hierzu können Sie sich beim zuständigen Amtsveterinär erkundigen. Weiter entfernte Generationen sind weniger kompliziert in der Haltung und können auch in einer großen Wohnung mit gesichertem  Balkon oder Terrasse gehalten werden, sofern ausreichend viele, große und stabile Kletter- und Spielmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Ein uneingeschränkter Freilauf ist bei der Savannah nicht zu empfehlen, da sie einen ausgesprochen starken Jagdtrieb hat und in diesem auch anderen Katzenrassen deutlich überlegen ist. Das könnte über kurz oder lang zu Ärger mit den Nachbarn führen. Da die Savannah intelligent und sehr lernwillig ist, können Sie versuchen mit ihr an einer Leine bzw. am Geschirr spazieren zu gehen. Diese Rasse folgt ihrem Menschen ohnehin gerne, das kann für ein paar kleine Ausflüge ins Freie genutzt werden, sofern sie nicht zu stürmisch ist. Diese Katzenrasse möchte nämlich beschäftigt werden. Nicht selten kann man ihr sogar das Apportieren von Gegenständen beibringen.

Außerdem liebt die verspielte Savannah die Gesellschaft: In einem Haushalt mit zumindest einer weiteren Katze fühlt sie sich am wohlsten. Achten Sie aber darauf, dass die zweite Katze entweder auch eine Savannah ist oder zumindest beim Temperament mithalten kann. Mit Hunden und Kindern verstehen sich Savannah-Katzen meist sehr gut. Generell wird sich die Savannah in einem Zuhause sehr wohl fühlen, in dem immer etwas los ist. Sollten Sie allerdings Kleintiere, Fische oder Vögel haben, könnte es für diese gefährlich werden. Eine Savannah wird ihrem Jagdtrieb nie widerstehen können, daher sollten Sie solche Tiere besser in einem „Savannah-freien“ Raum unterbringen.

Eine Savannah Katze kaufen

Wer sich für den Kauf einer Savannah entscheidet sollte bedenken, dass es sich hierbei um die teuerste Katzenrasse der Welt handelt. Wer ein Savannah Kitten kaufen möchte, muss mit einem Preis zwischen 1.000 und 5.000 Euro rechnen, abhängig von der Generation. So sind Savannah-Katzen der F1-Generation, also die direkten Nachkommen von Serval und Rassekatze, die teuersten. Der Aufwand bei der Zucht ist hier auch am größten. Der Preis nimmt mit den nachfolgenden Generationen ab. Am „günstigsten“ sind meist die sterilen Kater aus der F3- und F4-Generation. Wenn Sie Angebote sehen, in denen Savannah-Katzen deutlich preiswerter angeboten werden, können Sie davon ausgehen, dass es sich um keine seriösen Züchter handelt. Entweder es sind keine tatsächlich Savannahs oder es wird an einer anderen Stelle eingespart, wie den Haltungsbedingungen. Und das sollte in keinem Fall unterstützt werden.

Wenn Sie eine reinrassige Savannah bei einem Züchter kaufen, sollten Sie außer auf das Zuhause und den Gesundheitszustand der Tiere, auch auf Fehler im Rassestandard achten. Dazu zählen bei Savannah-Katzen:    

  • Rosetten-Zeichnung
  • Wenn die Flecken eine andere Farbe als braun bis schwarz haben
  • Vertikal ausgerichtete Flecken
  • Kleine Ohren
  • Gedrungener Körper

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard bei Savannahs können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.


Tipp: Bevor Sie sich eine Katze anschaffen, sollten Sie diese 10 Fragen klären.

Savannah-Katzen Züchter

Video von der Savannah

In diesem Video können Sie die Savannah-Katze bestaunen

Pflege einer Savannah

Aufgrund ihres kurzen Fells ist die Fellpflege bei der Savannah sehr einfach. Gelegentliches Bürsten reicht völlig aus. Im Frühling und Herbst, wenn sich der Fellwechsel ankündigt, können Sie etwas öfters zur Bürste greifen.


Häufige Krankheiten bei Savannah-Katzen

Die Savannah ist eine sehr robuste und gesunde Rasse. Dies liegt an ihrem großen Genpool. Vererbbare Krankheiten sind bei ihr nicht bekannt. Lediglich beim Impfen sollten Sie darauf achten, dass nur mit Totimpfstoffen geimpft wird. Falls Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihren Savannah-Züchter. Dieser kann Ihnen bestimmt Tipps geben, welche Impfstoffe von Savannah-Katzen gut vertragen werden.

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