Norwegische Waldkatze

Trotz ihrer enormen Größe sind Norwegische Waldkatzen sehr aktiv und wendig. Nach einem ausgiebigen Spiel verwandeln sie sich aber gerne in einen regelrechten Schmustiger.

Die Norwegische Waldkatze auf einen Blick

 Norweger
 Skandinavien
 Katze 3,5 - 7 kg, Kater 5 - 9 kg
 Halblanghaarkatzen
 Alle, außer chocolate, lilac, cinnamon, fawn und der Zeichnung pointed
Alle erlaubt
 Verspielt, gesellig, selbstbewusst
 hoch
 mittel
 Norwegische Waldkatzen kosten 550 - 1000 Euro
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Norwegische Waldkatze – Rassebeschreibung

Die Norwegische Waldkatze zählt zu den größten Katzenrassen. Von der Nase bis zur Schwanzspitze kann sie eine Länge von bis zu 130 Zentimetern aufweisen. Aufgrund ihres dichten Fells und der Ohrpinsel erinnert sie an einen Luchs. Mit ihm hat sie einiges gemeinsam, schließlich stammt sie aus Skandinavien, wo sie als Bauernhofkatze selbst die kalten Winter oftmals draußen verbringt. So entwickelte sich bei ihr eine wärmende Unterwolle mit einem langen, dichten Deckhaar, das wasserabweisend ist. Charakteristisch sind für die Norwegische Waldkatze ihre Halskrause und ihr buschiger Schwanz, mit dem sie sich im eingerollten Zustand vor Wind und Kälte schützen kann. Ihre Wintertauglichkeit wird unterstützt durch „Schneeschuhe“ an den Pfoten und wärmende Knickerbockerhosen an den Hinterbeinen.


Charakter der Norwegischen Waldkatze

Vielleicht hängt es ja mit ihrer Ursprünglichkeit zusammen: Norwegische Waldkatzen sind selbstbewusst, gelehrig und unkompliziert. Da sie recht gesellig sind, plaudern sie gern mit ihrem Menschen oder lassen sich zu einem Spiel verführen. Mitunter haben sie lebhafte Phasen, doch im Allgemeinen ruhen Norwegische Waldkatzen in sich selbst und lassen sich gerne eine Schmuseattacke gefallen. Zumindest von ihrem „Lieblingsmenschen“, den sie sich möglicherweise in der Familie aussuchen.

Ursprung und Geschichte

Seit 1972 sind sie Norwegens Nationalkatze
Seit 1972 sind sie Norwegens Nationalkatze

Die Ursprünge der Norwegischen Waldkatze sind nicht eindeutig geklärt. Vielleicht kamen sie einst auf dem Seeweg von Persien nach Norwegen, wo sie ihrem Schicksal überlassen wurden. Vielleicht entwickelten sie sich auch durch natürlich auftretende Mutationen aus verwilderten Hauskatzen. Sicher ist, dass sie nicht von der europäischen Wildkatze abstammt. Wahrscheinlich haben sich die Norwegischen Waldkatzen parallel zu ihr an das harte Klima angepasst und so entstand „ganz von selbst“ ihr heutiges Aussehen. Die Norweger sind stolz auf ihre Rasse und haben die Norwegische Waldkatze 1972 zu ihrer Nationalkatze ernannt. Seit diesem Jahr gab es auch wieder größere Anstrengungen, einen eindeutigen Standard zu verabschieden und die Rasse gezielt zu züchten. Denn aufgrund von Vermischungen mit kurzhaarigen Hauskatzen, wurden die langhaarigen Norweger immer seltener. Seit 1977 ist die Norwegische Waldkatze bei der Fédération International Feline offiziell anerkannt.

 

Norwegische Waldkatze – die Haltung

Norwegische Waldkatzen sind recht gesellig, weshalb sich die Haltung von mindestens zwei Katzen empfiehlt! Als Einzelkatze benötigen sie sehr viel Zuwendung, schließlich wollen sie öfters mal ein Pläuschchen halten. Da sie recht verspielt und temperamentvoll sind, benötigen sie ausreichend Platz und vor allem einen großen, stabilen Kratzbaum als Grundausstattung. Diesen lieben die kletterfreudigen Katzen ebenso wie Ausflüge nach draußen. Vielleicht haben Sie ja die Möglichkeit, einen katzensicheren Balkon zur Verfügung zu stellen – oder noch besser ein Freigehege oder einen Garten.

Größe, Farben und Standard der Norwegischen Waldkatze

Im Rassestandard wird die Norwegische Waldkatze als groß, mit einem langen und kräftigen Körperbau beschrieben. Ihre Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine und an den großen, runden Pfoten hat sie Fellbüschel zwischen den Zehen. Der Kopf erscheint von vorne dreieckig und das Profil ist lang und gerade.  Bei den Augen sind, unabhängig von der Fellfarbe, alle Farben erlaubt. Die Ohren der Norwegischen Waldkatze sind groß, liegen hoch und sind mit langen Haarbüscheln und Luchspinseln versehen. Das charakteristische Fell weist eine weiche Unterwolle mit halblangen, wasserabstoßenden Grannenhaaren auf. Norwegische Waldkatzen, die voll im Fell stehen, besitzen eine Hemdbrust, eine volle Halskrause und Knickerbocker. Ihr Schwanz ist lang und buschig. Wie bei der Maine Coon, sind auch bei dieser Katzenrasse alle Fellfarben, mit Ausnahme von chololate, cinnamon, lilac und fawn sowie die Zeichnung pointed erlaubt.

Bezüglich der Norwegischen Waldkatze macht die Fédération Internationale Féline folgende allgemeine Anmerkungen im Rassestandard:

  • sehr langsames Heranwachsen der Rasse
  • erwachsene Kater können breitere Köpfe als die Kätzinnen haben
  • das Fell wird hauptsächlich nach seiner Textur und Qualität bewertet
  • die Länge des Felles und die Dichte des Unterfelles variieren mit den Jahreszeiten
  • Jungtiere können bis zu 6 Monate brauchen, um die Grannenhaare zu entwickeln

Eine Norwegische Waldkatze kaufen

Wer sicher gehen möchte, dass er beim Kauf nichts falsch macht, holt sich seine Norwegische Waldkatze Kitten bei einem seriösen Züchter, der im Idealfall einem Verband angehört. Der Preis beträgt 550 bis 1000 Euro. Vermeintliche Schnäppchenangebote aus Zeitungsannoncen oder von unseriösen Züchtern lohnen sich nicht, weder für Ihren Geldbeutel, noch für die die Gesundheit Ihrer Katze. Wenn Sie etwas sparen möchten und kein Interesse an einer Zucht haben, können Sie selbstverständlich Abstriche beim Rassestandard machen bzw. sich für einen Mix entscheiden. Denken Sie auch an die Möglichkeit, eine Norwegische Waldkatze in Not oder eine Tierheim-Katze aufzunehmen.

Wollen Sie eine Norwegische Waldkatze bei einem Züchter kaufen, dann sollten Sie unter anderem auf folgende Fehler achten:    

  • Kleine und fein gebaute Katzen
  • Ein runder oder viereckiger Kopf
  • Kleine Ohren
  • Ein kurzer Schwanz
  • Kurze oder dünne Beine

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard der Norwegischen Waldkatze können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.

Tipp: Bevor Sie sich eine Katze anschaffen, sollten Sie diese 10 Fragen klären.

Video über die Norwegische Waldkatze

In diesem Video können Sie die Norwegische Waldkatze bestaunen

Norwegische Waldkatze Kitten

Vor der Anschaffung von Norwegische Waldkatze Kitten sollten Sie prüfen, ob diese Katzenrasse überhaupt zu Ihnen und Ihren Lebensgewohnheiten passt. Die gesellige Norwegische Waldkatze fühlt sich in Einzelhaltung nicht wohl. Sie braucht zumindest einen Spielkameraden und aufgrund ihres Bewegungsdrangs entsprechend viel Platz. Zur Grundausstattung sollte ein großer Kratzbaum zur Verfügung stehen und wenn es die Wohnung erlaubt, ein katzensicherer Balkon oder Außengehege.

Beim Züchter sollten Sie die Kitten sehr aufmerksam beobachten. Spielen sie, sind aufgeweckt und aktiv? Oder verstecken sie sich und sind ungepflegt? Hat der Züchter alle Impfungen und die Entwurmung bei den Norwegischen Waldkatzen Kitten durchführen lassen? Sind die Elterntiere negativ auf vererbbare Krankheiten getestet worden? Nehmen Sie sich bei der Entscheidung für das richtige Kitten so viel Zeit wie Sie benötigen. Ihre Norwegische Waldkatze sollten Sie aber auf keinen Fall aus einer unseriösen Anzeige oder einem Zoofachgeschäft kaufen.

Pflege einer Norwegischen Waldkatze

Obwohl Norwegische Katzen ein langes dichtes Fell besitzen, ist die Fellpflege die meiste Zeit des Jahres nicht aufwändig: Wöchentlich einmal bürsten oder kämmen genügt. Im Frühjahr jedoch, wenn die Norweger sich ihres Winterfells entledigen, sollten sie täglich gekämmt werden, um der Bildung von Knoten vorzubeugen. Hilfreich kann hierbei ein Kämmhilfe-Spray sein.


Häufige Krankheiten bei Norwegischen Waldkatzen

Norwegische Waldkatzen sind äußerst robust und wenig krankheitsanfällig. Leider tritt aber auch bei ihnen die HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie), eine Erkrankung des Herzmuskels, auf. Aus diesem Grund sollten Züchter ihre Katzen auf diese Krankheit hin untersuchen lassen, um auszuschließen, dass diese Tiere zur Zucht verwendet werden.  Ebenfalls auftreten kann die Glykogen Speichererkrankung (GSD-IV), eine erbliche Erkrankung des Stoffwechsels. Kitten mit dieser Krankheit kommen tot zur Welt oder sterben meist nach kürzester Zeit. Auch bei dieser Krankheit kann ein Test zeigen, ob eine Katze Trägertier ist.

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