Maine Coon

Die Maine Coon Katze ist zwar eine der größten Hauskatzen der Welt, doch ihr Charakter ist freundlich und sanft. Erfahren Sie alles über Anschaffung, Haltung und Pflege dieser schönen Rasse.

Die Maine Coon auf einen Blick

 Hundekatze, Maine Cat, Maine Shag, Coonie
 USA (Neuengland)
 Maine Coon Katze 4 - 6,5 kg, Kater 5,5 - 9 kg
 Halblanghaarkatzen
 Alle, außer chocolate, lilac, cinnamon, fawn und pointed
Alle erlaubt
 Sanftmütig, anhänglich, intelligent, verspielt, gesprächig
 mittel
 mittel
 Eine Maine Coon kostet 500 - 1000 Euro
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Maine Coon - Rassebeschreibung

Die Maine Coon Katze gehört zu den größten und schwersten Hauskatzen. Ausgewachsen erreicht sie eine Gesamtlänge von 1,20 Meter und eine Schulterhöhe von bis zu 40 Zentimetern, womit sie eindeutig zu den großen Katzenrassen zu rechnen ist. Bis sie jedoch körperlich voll ausgebildet ist, braucht die Maine Coon etwa 3 Jahre. Der Kopf ist eher lang als breit und hat die typische Keilform mit hohen Wangenknochen. Man sieht der Katze die Anpassung an das eher kalte und raue Klima ihrer Herkunft an. An Hals, Flanken, Bauch und Beinen hat sie ein langes, dichtes und wasserabweisendes Fell, das vor Kälte schützt. Ihr Schwanz ist lang und buschig, so dass dieser zusätzlich Wärme spendet, wenn sich die Maine Coon zusammenrollt. Die großen Ohren haben häufig so genannte Luchspinsel. Zwischen den Zehen hat die Maine Coon Fellbüschel, die verhindert, dass sie im tiefen Schnee einsinkt. Trotz ihrer langen Haare gehört die Maine Coon jedoch in die Kategorie Halblanghaarkatzen.


Charakter der Maine Coon

Trotz des imposanten Auftretens ist die Maine Coon eine sehr sanftmütige und freundliche Katze. So kam sie auch zu ihrem Spitznamen „Gentle Giant“, was so viel wie sanfter Riese bedeutet. Sie liebt die Gesellschaft von Menschen und anderen Artgenossen. Auch mit Hunden versteht sie sich hervorragend, wenn sie schon in jungen Jahren aneinander gewöhnt wurden. Die Maine Coon gilt als anhänglich und folgt ihren Besitzern im Haus gerne auf Schritt und Tritt. Durch ihren ausgesprochenen Jagd- und Spieltrieb wird es mit dieser Katze nie langweilig. Sie können die Spielstunden auch nutzen und der Maine Coon Tricks, wie zum Beispiel das Apportieren, beibringen. Diese Katzenrasse gilt nämlich als besonders intelligent. Nicht selten wird man sie dabei ertappen, wie sie ihr Futter mit den Pfoten frisst oder den Wasserhahn und verschlossene Türen öffnet. Ein weiteres charakteristisches Merkmal von Maine Coons ist ihre Gesprächigkeit. Sie unterhalten sich gerne untereinander oder mit ihren Menschen. Dabei ist die Stimme keineswegs laut und aufdringlich – sie ist eher hoch und gleicht einem leisen Gurren.

Ursprung und Geschichte

Um den Namen "Maine Coon" ranken sich viele Mythen
Um den Namen "Maine Coon" ranken sich viele Mythen

Die Maine Coon ist eine relativ alte Katzenrasse und hat ihren Ursprung im US-Bundesstaat Maine, im Nordosten der USA. Um die Entstehung der Rasse und somit ihres zweiten Namens „Coon“ ranken sich hingegen viele Mythen. Eine beliebte Legende ist, dass die Maine Coon aus der Verpaarung von Katzen und Waschbären – im Englischen „racoon“ oder „coon“ – entstanden ist. Doch da dies genetisch gar nicht möglich ist, bleibt es bei einer Mär. 

Viel wahrscheinlicher ist, dass die Rasse aus der Kreuzung von amerikanischen Kurzhaarkatzen und eingewanderten Langhaarkatzen hervorgegangen ist. Auch hierzu kursiert eine Geschichte, in der ein Captain namens Thomas Coon des Öfteren in der Hafenstadt Maine angelegt haben soll. Bei seinen Besuchen auf dem Festland sollen ihn seine langhaarigen Kater begleitet und sich mit den einheimischen Katzen gepaart haben. War im Wurf eine Halblanghaarkatze dabei, so soll sie von den Anwohnern als Coon-Katze bezeichnet worden sein. 

Eine weitere Legende besagt, dass die Vorgänger der Maine Coon bereits von den Wikingern im Jahre 1000 n. Chr. nach Amerika gelangt sein sollen. Aus welcher Kreuzung die Maine Coon nun tatsächlich entstanden ist, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen, sicher ist aber, dass die Katzenrasse schon um 1850 in ihrer heutigen Form in Maine heimisch war und von den Farmern auf Ausstellungen präsentiert wurde. Als um die Jahrhundertwende die Perser und weitere exotische Katzen nach Amerika kamen, schwand das Interesse um die Maine Coon und eine Anerkennung als Rassekatze blieb vorerst aus. Erst in den 70er Jahren wurde die Maine Coon vom letzten großen US-Katzenzucht-Dachverband anerkannt, in den 80er Jahren folgte schließlich auch die Aufnahme in Europa.

 

Maine Coon – die Haltung

Die sanften Riesen sind sehr verspielt und brauchen Platz zum Toben. Falls Sie Ihrer Maine Coon keinen Freilauf anbieten möchten, sollten Sie darauf achten, dass sie im Haus bzw. in der Wohnung ausreichend Platz zur Verfügung hat. Vielleicht haben Sie einen Balkon, den Sie katzensicher gestalten können. Die Maine Coon liebt erhöhte Schlaf- und Aussichtsplätze. Bieten Sie ihr einen großen und stabilen Kratzbaum an. Daran kann sie nicht nur ihre Krallen wetzen, sondern auch ihrem Bewegungsdrang durch Klettern und Springen nachgehen.

Bei der Anschaffung der Katzentoilette und weiterem Katzenzubehör sollten Sie auf eine entsprechende Größe achten, damit kein Malheur passiert. In einem Mehrkatzenhaushalt sollten natürlich mehrere Katzenklos zu Verfügung stehen, am besten pro Katze eines. Maine Coons sind sehr gesellige Katzen und möchten nicht gerne alleine gehalten werden. Am wohlsten fühlen sie sich in Familien, die viel Zeit zum Spielen haben und bei denen noch weitere Katzen wohnen.

Ernährungs-Tipps: Die Gesundheit der Katze hängt in hohem Maße von der Ernährung ab. In unserem Ernährungs-Ratgeber finden Sie viele Tipps rund um die Fütterung.

Eine Maine Coon kaufen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft eine Maine Coon bei einem seriösen Züchter, der einem Verband angehört. Der Preis beträgt zwischen 500 und 1000  Euro. Greifen Sie nicht auf Schnäppchenangebote zurück, das zahlt sich weder finanziell noch gesundheitlich für Ihre Katze aus. Wenn Sie kein Interesse an einer Zucht haben, können Sie selbstverständlich Abstriche beim Rassestandard machen bzw. sich für einen Maine Coon Mix entscheiden. Oder vielleicht möchten Sie eine Maine Coon in Not aufnehmen, die sich über Ihre Hilfe freut.

Wenn Sie ein Maine Coon Kitten bei einem Züchter kaufen, dann sollten Sie neben Krankheiten und einem ungepflegten Zuhause möglichst auch Fehler im Rassestandard bei den Elterntieren ausschließen. Dazu zählen bei Maine Coons:    

  • Kurzer, gedrungener Körperbau
  • Runder Kopf
  • Fliehendes Kinn
  • Weit auseinander, nach außen stehende Ohren
  • Kurzer Schwanz
  • Überall gleich langes Fell

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard bei Maine Coons können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.

Tipp: Bevor Sie sich eine Katze anschaffen, sollten Sie diese 10 Fragen klären.

Größe, Farben und Aussehen der Maine Coon

Laut Rassestandard ist die Maine Coon großformatig, mit einem kantigen Kopfumriss und großen, hoch am Kopf stehenden Ohren. Luchspinsel sind zwar gewünscht aber kein Muss. Ihre Wangenknochen sind hochstehend und hervorgehoben. Die großen Augen stehen weit auseinander und leicht schräg in Richtung äußerem Ohrenansatz. Bei der Augenfarbe gibt es keine Vorschrift – jede Farbe ist erlaubt. Die Maine Coon hat einen langen, bemuskelten, rechteckigen Körper und einen langen wehenden Schwanz. Ihre Pfoten sollen groß, rund und zwischen den Zehen gut gebüschelt sein. Das dichte Fell ist am Kopf, den Schultern und den Beinen kurz, entlang des Rückens und an den Seiten wird es länger, bis es an Hinterbeinen und am Bauch seine volle Länge erreicht hat. Erlaubt sind alle Farbvariationen außer chocolate, cinnamon, lilac und fawn sowie die Zeichnung pointed

Video von der Maine Coon

In diesem Video können Sie die Maine Coon bestaunen

Pflege einer Maine Coon

Bei Katzen mit längerem Fell denkt man häufig an eine sehr aufwendige Fellpflege. Doch das gilt nicht für Maine Coons. Ihr Fell ist zwar lang und dicht, aber sehr pflegeleicht, da es aus einer nicht allzu dicken Unterwolle und halblangem Deckhaar besteht. Es reicht somit völlig aus, wenn Sie Ihre Maine Coon zweimal wöchentlich bürsten, um Knoten und Filzbildung zu vermeiden. Lediglich zur Zeit des Fellwechsels sollten Sie öfters zur Bürste greifen.

Häufige Krankheiten bei Maine Coon Katzen

Die Maine Coon ist eine sehr robuste und normalerweise nicht sehr krankheitsanfällige Katze. Dennoch ist sie, wie die meisten Rassezüchtungen, nicht von erblich bedingten Krankheiten und Gesundheitsproblemen verschont geblieben. Ein Problem, mit dem erwachsene Maine Coon häufig zu kämpfen haben, ist Übergewicht. Durch viel Bewegung sowie eine ausgewogene und kalorienarme Fütterung können sie Ihre Katze dabei unterstützen bis ins hohe Alter fit zu bleiben. Aufgrund der großen Statur leiden Maine Coons oft unter einer Hüft- oder Ellenbogendysplasie, die ihnen mitunter starke Schwierigkeiten beim Laufen bereiten kann.  Eine weitere Erkrankung ist die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), bei der die Symptome von Herzrhythmusstörungen bis hin zu Atemnot reichen können. Auch mit Polyzystischen Nierenerkrankungen  und Niereninsuffizienz haben Maine Coons öfters zu kämpfen.

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