Heilige Birma

Die Heilige Birma Katze ist eine wahre Schönheit, die aus einer romantischen Liebelei zwischen einem Siamesen und einer Perser-Katze entstanden ist. Noch heute ranken sich zauberhafte Legenden um die Herkunft der Katzenrasse.

Die Heilige Birma auf einen Blick

 Birma-Katze, Birma
 Frankreich
 Katze 3 - 4 kg, Kater 4,5 - 6 kg
 Halblanghaarkatzen
 Seal-, blue-, chocolate-, lilac-, red-, creme-point; auch als tortie und auch mit tabby-Zeichnung
Blau
 Menschenbezogen, ruhig, sanftmütig, neugierig, gesellig
 mittel
 mittel
 Birma-Katzen kosten 500 - 800 Euro
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Heilige Birma - Rassebeschreibung

Als „goldene Mitte“ zwischen Siam und Perser, hat die Heilige Birma die Point-Zeichnung und die tiefblauen Augen der Siam-Katze geerbt. Durch den Einfluss der Perser-Katze ist das Fell der Birma-Katzen aber halblang und der Körperbau generell etwas gedrungen mit kurzen, stämmigen Beinen. Wie alle Point-Katzen ist auch die Heilige Birma ein Teilalbino. Das bedeutet, dass sie mit heller Fellfarbe zur Welt kommt und sich die dunklen Abzeichen (Points) erst in den ersten Wochen bzw. Monaten bilden. Diese sind an Ohren, im Gesicht, am Schwanz, den Beinen sowie den Genitalien zu sehen. Mittlerweile sind verschiedene Farbvarianten der Points gezüchtet und anerkannt worden.

Das restliche Körperfell ist nicht etwa weiß, sondern eierschalenfarben. Nur an den Pfoten trägt die Heilige Birma schneeweiße Schuhe. An den Hinterpfoten sollten diese idealerweise zu einem umgedrehten V nach oben hin verlaufen, was man auch als Sporen bezeichnet. Das seidige Fell der Birma-Katze ist im Gesicht noch kurz, bereits um den Hals bildet sich aber ein deutlicher Kragen. An den Flanken sowie dem Rücken kann das Fell halblang bis lang sein. Auch der Schwanz ist sehr buschig und federig.


Charakter der Birma-Katze

Die Heilige Birma hat sich nicht nur im Bezug auf ihr Äußeres das „Beste“ von den beiden Rassen Siam und Perser herausgepickt, auch in ihrem Wesen sind die Einflüsse der beiden Katzenrassen deutlich zu erkennen. Die Perserkatze hat ihr die Sanftheit und die ruhige und ausgeglichene Art mitgegeben. Von der Siamkatze hat sie die Offenheit und Menschenbezogenheit vererbt bekommen. Birma-Katzen sind sehr soziale und gesellige Tiere, die sich am wohlsten in Gesellschaft anderer Katzen fühlen. Aber auch die Aufmerksamkeit ihres Menschen ist ihnen sehr wichtig. So folgend sie ihrem Besitzer gerne auf Schritt und Tritt und begutachten mit großer Neugierde, was so alles um sie herum passiert. Wird es einer Heiligen Birma schließlich zu viel, zieht sie sich einfach zurück. Nichts läge ihr ferner, als sich durch Pfotenhiebe oder Fauchen gegen etwas zur Wehr zu setzen.

Ursprung und Geschichte

Bei dieser Birma ist der Schwanz perfekt wie ein Federbusch geformt
Bei dieser Birma ist der Schwanz perfekt wie ein Federbusch geformt

Um die Herkunft der Heiligen Birma ranken sich einige Legenden. Vor allem, wo eigentlich dieser Zusatz „Heilige“ herkommt. Einer alten Erzählung nach soll die Birma-Katze aus den Tempeln Burmas entstammen. Dort lebte ein alter Priester mit vielen Katzen zusammen – seine liebste Katze war Sinh. Sie hatte schneeweißes Fell mit dunklen Abzeichen und bernsteinfarbene Augen. Der Mönch verehrte die Göttin Tsun-Kyan-Kse. Zu ihrer Ehren war am Tempel eine goldene Statue mit Augen aus Saphiren aufgestellt.

Eines Nachts überfielen Räuber den Tempel und verletzten den alten Priester lebensbedrohlich, als dieser vor der Statue Tsun-Kyan-Kses betete. Seine Katze Sinh sprang auf seinen sterbenden Körper, als plötzlich das Fell der Katze einen goldenen Schimmer annahm und sich die Augen in ein tiefes Blau färbten. Nur die Pfoten, die den Körper des Priesters berührten, blieben als Zeichen der Reinheit schneeweiß. Der Legende nach soll die Seele des Priesters in die Katze übergegangen sein. Als Sinh sieben Tage später starb, trug sie die Seele ihres Besitzers ins Paradies. Ab dem darauffolgenden Tag hatten alle Tempelkatzen die goldene Fellfarbe mit dunklen Abzeichen und schneeweißen Pfoten sowie die blaue Augenfarbe angenommen. Fortan wurden die heiligen, goldenen Katzen von ihren Mönchen streng behütet.

So schön sich diese Legende erzählt, tatsächlich muss angenommen werden, dass die Heilige Birma die Tempel Burmas nie zu Gesicht bekommen hat. Ihren wahrscheinlicheren Ursprung hat diese Katzenrasse nämlich in Frankreich, als sich um das Jahr 1920 rein zufällig ein Siamese mit einer Perser-Katze verpaarte. Mit ihren Nachkommen begann schließlich die gezielte Zucht, so dass die Birma bereits 1925 in Frankreich als Rasse anerkannt wurde. Obwohl schon in den 30er Jahren auch in Deutschland die Birma-Zucht zu boomen begann, brachte der Zweite Weltkrieg fast das komplette Aus für diese schöne Rasse. Erst in den 50er Jahren lebte die Zucht wieder auf und ab 1955 war der Bestand der Birma-Katzen in Frankreich gesichert.

Zunächst gab es die Birma nur in den Farben seal-point und blue-point. Die Engländer waren aber etwas experimentierfreudiger und brachten die Farben chocolate-point und lilac-point hervor. Seit einiger Zeit sind auch die Farben red-point, creme-point, sowie die Zeichnungen tabby und tortie anerkannt.

 

Heilige Birma – die Haltung

Birma-Katzen eignen sich aufgrund ihres sanftmütigen und aufgeschlossenen Wesens hervorragend als Familienkatzen. Sie lieben die Aufmerksamkeit ihrer Menschen, das gemeinsame Spiel und die Schmusestunden. Gleichzeitig würden sie nie eine Pfote gegen ihre Besitzer erheben, falls sie doch mal lieber ihre Ruhe haben wollen. Dann ziehen sie sich einfach auf ihren Lieblingsplatz zurück. Eine Heilige Birma braucht nicht zwingend ein großes Haus mit Garten, um ihrem Bewegungsdrang nachzugehen. Sie fühlt sich auch in einer Wohnung mit ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeit sehr wohl. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie es mag alleine gehalten zu werden. Birma-Katzen sind sehr sozial und brauchen Gesellschaft um sich herum. Als einzeln gehaltene Wohnungskatze für Berufstätige eignet sie sich also nicht. Durch ihre sehr ruhige Art kommt sie aber mit anderen Katzen, auch Hauskatzen, wunderbar zurecht. Selbst mit katzenfreundlichen Hunden hat sie keinerlei Probleme.

Eine Heilige Birma kaufen

Damit Sie bei Ihrer neuen Rassekatze keinen Fehlkauf tätigen, sollten Sie Ihre Heilige Birma bei einem seriösen Züchter kaufen. Meiden Sie Schnäppchen-Angebote aus Annoncen oder von Zoohandlungen. Damit unterstützen Sie nicht nur die Personen, die mit der „Zucht“ auf reinen Profit aus sind, auch ihrem Geldbeutel tun Sie damit keinen Gefallen, wenn plötzlich die hohen Tierarztkosten für ein vermeintlich gesundes Kätzchen anfallen. Bei einem seriösen Züchter liegt der Preis für eine reinrassige Birma-Katze meist zwischen 500 und 800 Euro – je nachdem, ob es sich um eine Liebhaber-Katze handelt oder ob Sie vor haben, mit der Katze zu züchten. Dann kann unter Umständen der Preis für die Heilige Birma auch nocht etwas höher ausfallen. Falls Ihnen das zu teuer ist, können Sie selbstverständlich Abstriche beim Rassestandard machen oder sich für eine Notfallkatze entscheiden.

Wenn Sie eine Heilige Birma bei einem Züchter kaufen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Tiere. Da bei Kitten die Fellfarbe noch nicht richtig ausgeprägt ist, könnten die Katzeneltern Aufschluss darüber geben, ob unter Umständen Fehler im Rassestandard vorhanden sind. Dazu zählen bei Birma-Katzen:    

  • Weiße oder farbige Flecken auf Brust oder Bauch
  • Nasenspiegel ist unvollständig pigmentiert
  • Weiße Flecken in den Points
  • Das Weiß der Handschuhe läuft zu weit nach oben („runners“)

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard bei Birma-Katzen können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.

Pflege einer Heiligen Birma

Auf den ersten Blick, mag das halblange Fell der Heiligen Birma etwas abschreckend wirken, was die Fellpflege angeht – doch das täuscht. Birma-Katzen haben nämlich kaum Unterwolle, wodurch das Fell nicht zum Verfilzen neigt. Ein- bis zweimal pro Woche Bürsten und Kämmen reicht völlig aus, um lose Haare aus dem Fell zu entfernen. Lediglich zur Zeit des Fellwechsels sollte öfters gebürstet werden. In dieser Zeit können Sie Ihrer Birma auch Katzengras anbieten. Das hilft der Katze, falls sie doch mal etwas zu viele Haare beim Putzen verschluckt haben sollte.


Häufige Krankheiten bei der Heiligen Birma

Die Heilige Birma ist eine sehr robuste Katze, was ihre Krankheitsanfälligkeit betrifft. Selbst mit Erbkrankheiten hat sie kaum Probleme. Nur bei wenigen Birma-Katzen hat man einen erblichen Gendefekt beobachten können, der die so genannte Hypomyelination auslöst. Dabei handelt es sich um eine Nervenerkrankung, die sich schon bei sehr jungen Tieren durch spastisches Zucken und unkoordinierte Bewegungen bemerkbar macht. Im weiteren Verlauf kann es zur Epilepsie kommen, aber auch das Abklingen der Symptome wurde des Öfteren beobachtet. Züchter sollten dennoch betroffene Katzen aus der Zucht ausschließen, um das Weitervererben der Krankheit zu vermeiden.

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