Burma-Katze

Wer auf der Suche nach einem gesprächigen, verspielten und intelligenten Zeitgenossen ist, hat ihn in der Burma gefunden. Langweilig wird es mit der Burmakatze bestimmt nicht. Wer möchte, kann ihr sogar Kommandos beibringen.

Die Burma auf einen Blick

 Burmese, Burma-Katze
 Birma / engl. Burma (heute Myanmar)
 Katze 4-4,5 kg, Kater 5-6 kg
 Kurzhaarkatzen
 Seal (braun), blau, chocolate, lilac, rot, creme, seal-tortie, blau-tortie, chocolate-tortie, lilac-tortie
Goldgelb bis bernsteinfarben
 Verspielt, lebhaft, menschenbezogen, intelligent, gesprächig, anpassungsfähig
 hoch
 niedrig
 Burmesen kosten 500-800 Euro
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Burma-Katze - Rassebeschreibung

Ein wenig erinnert die Burma-Katze noch an die Siam, was an ihrer Herkunft liegt. Allerdings hat die Burma einen muskulösen und kompakten Körperbau, der insgesamt runder wirkt – die Eleganz ist ihr aber geblieben. Ihr Fell hat kaum Unterwolle und ist sehr weich, kurz und glänzend. Typisch für Burma-Katzen ist die uneinheitliche Farbintensität: im Gesicht, an den Ohren sowie dem Schwanz hat sie ein dunkleres Fell als am restlichen Körper. Das liegt an einem Blutverdünnungsfaktor, der das eigentlich dunkle Fell aufhellt. Insgesamt sind zehn Farbvarianten allgemein anerkannt: seal (ein warmes braun), blau, chocolate, lilac, rot, creme sowie die zweifarbigen Varianten seal-tortie, blau-tortie, chocolate-tortie und lilac-tortie. Manche kleineren Verbände erkennen auch noch weitere Farbeinschläge an.

Burmesen haben einen keilförmigen Kopf mit kräftigen Wangenknochen. Ihre Nase ist zwar gerade, zeigt jedoch eine deutliche Einbuchtung, wenn man die Katze aus dem Profil betrachtet. Die mittelgroßen Ohren sind am Ende abgerundet, ebenso wie ihr Schwanz. Ein weiteres Merkmal der eleganten Burma-Katze sind ihre goldgelben bis bernsteinfarbenen Augen.


Charakter der Burma-Katze

Die Burma ist eine äußerst verspielte und aufgeweckte Katzenrasse. Langeweile oder faul in der Ecke liegen kennt sie nicht. Allerdings braucht sie auch jemanden, der sich sehr intensiv mit ihr beschäftigt. Ob mit Mensch oder Katze, sie wird die vielen gemeinsamen Spiel- und Kuschelstunden bis ins hohe Alter genießen. Die zutrauliche und menschenbezogene Burma ist zudem sehr intelligent. Sie können ihr relativ leicht unterschiedliche Tricks und Kommandos beibringen. Sollte es ihr an Aufmerksamkeit mangeln, fordert sie diese gerne lautstark ein. Ihre Anhänglichkeit ist manchmal sogar so stark ausgeprägt, dass sie lieber mit ihren Besitzern in den Urlaub mitfährt als in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Nicht umsonst wird sie häufig als „Menschenkatze“ bezeichnet.

Ursprung und Geschichte

Die Burma wird seit 1970 in Deutschland gezüchtet
Die Burma wird seit 1970 in Deutschland gezüchtet

Ihr Name lässt es bereits vermuten – die Burma stammt aus dem ehemaligen Birma (englisch: Burma), dem heutigen Myanmar. Wie schon vor hunderten von Jahren leben die Vorfahren der Burma noch heute in ihrer Heimat als Tempelkatze bei den Mönchen und werden „Suphalaksa“ (glücksverheißender Charakter) bzw. Maeo Thong Daend“ (Kupferkatze) genannt. Diese edle Katze hat dem amerikanischen Schiffsarzt Dr. Joseph C. Thomson so gut gefallen, dass er im Jahre 1933 eine davon mit nach Kalifornien mitgenommen hat. Anfangs glaubte er, dass es sich um eine dunkle Variante der in dieser Zeit schon bekannten Siamkatze handelt, doch das erwies sich laut Genetikern und Katzenzüchtern als falsch. Vielmehr soll die Katze namens „Wong Mau“ eine Kreuzung aus einer Siam mit einer in Myanmar beheimateten Tempelkatze gewesen sein.  Nur drei Jahre später wurde die Rasse vom amerikanischen Verband Cat Fanciers Association anerkannt.

In den 60er Jahren fand die Burma ihren Weg über Großbritannien nach Europa. Seit 1970 wird sie auch in Deutschland gezüchtet. Allerdings unterscheidet sich der Rassestandard in Europa deutlich von dem in den USA, Australien und Neuseeland. Die europäischen Burmesen werden in der Regel von Verbänden aus den USA, Australien und Neuseeland nicht anerkannt.

 

Burma-Katzen – die Haltung

Burmesen sind sehr gesellig und brauchen die Gesellschaft von anderen Katzen, sei es zum spielen oder zur gegenseitigen Fellpflege. In einem Mehrkatzenhaushalt, mit zumindest noch einer weiteren Burmakatze, fühlt sich diese Katzenrasse am wohlsten. Durch ihren einerseits sehr menschenbezogenen und zutraulichen, gleichzeitig aber auch sehr lebhaften Charakter eignet sich eine Burma hervorragend als Familienkatze. Sie ist sehr unternehmenslustig, neugierig und benötigt ausreichend abwechslungsreiche Kletter- und Spielmöglichkeiten in der Wohnung sowie zumindest einen gesicherten Balkon für Ausflüge an die frische Luft. Besser wäre ein großes Freigehe oder eine Möglichkeit zum Freilauf. Das Alleinsein mag die Burma allerdings überhaupt nicht. Wenn Sie berufstätig und viel außer Haus sind, sollten Sie die Anschaffung einer zweiten Katze unbedingt in Erwägung ziehen.

Pflege einer Burma

Durch ihr kurzes Fell und die kaum vorhandene Unterwolle ist die Fellpflege bei der Burma sehr schnell erledigt. Gelegentliches Bürsten reicht völlig aus, damit das Fell seidig-glänzend bleibt. Mit etwas Geschick können Sie dieses Pflege-Ritual in eine gemeinsame Kuschel- und Streicheleinheit verwandeln. So wird die verschmuste Burma noch mehr Freude daran haben.


Häufige Krankheiten bei Burma-Katzen

Die Burma gilt mit einem Durchschnittsalter von 17 Jahren als eine der langlebigsten Katzenrassen. Doch trotz ihrer Robustheit bleibt auch sie nicht von Erbkrankheiten verschont, die vornehmlich ihre Rasse betreffen. Dazu zählt unter anderem das Kongenitale Vestibularsyndrom. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Innenohrs, die zu Gleichgewichtsstörungen und Taubheit führen kann. Ältere Katzen können an einer Nephritis erkranken, die unbehandelt ein Nierenversagen zur Folge haben kann. Typische Symptome sind großer Durst mit gleichzeitigem Appetitverlust. Bei jungen Burma-Katzen tritt manchmal eine Herzerkrankung namens Endokardiale Fibroelastose auf. Seriöse Züchter achten darauf diese Erkrankungen durch Selektionszucht und mit Hilfe eines DNA-Tests bei ihren Katzen auszuschließen.

Burma Kitten

Bevor Sie sich für ein Burma Kitten entscheiden, sollten Sie prüfen, ob diese Katzenrasse wirklich zu Ihrem Lebensstil passt und Sie den Anforderungen genügen können. Burmesen fordern viel Aufmerksamt und sind sehr verspielt und aktiv. Falls sie voll berufstätig sind und die Katze den ganzen Tag alleine zu Hause bleiben müsste, sollten Sie den Kauf noch einmal überdenken oder die Anschaffung von zwei Burma-Kitten in Erwägung ziehen.

Wenn Sie schon ein Kätzchen im Auge haben und auf der Suche nach passenden Katzennamen sind, dann helfen wir Ihnen gerne mit unserer großen Auswahl.

Tipp: Bevor Sie sich eine Katze anschaffen, sollten Sie diese 10 Fragen klären.

Eine Burma kaufen

Wollen Sie sicher gehen, dass Sie keinen Fehlkauf tätigen, dann kaufen Sie Ihre Burma Kitten bei einem seriösen Züchter. Die Kosten belaufen sich auf 500 bis 800 Euro, je nachdem ob Sie mit der Burma weiterzüchten möchten oder nicht. Auch wenn Ihnen das als teuer erscheinen mag, greifen Sie besser nicht auf Schnäppchenkäufe aus Annoncen zurück – das zahlt sich nicht aus. Wenn Sie kein Interesse an einer Zucht haben, können Sie zum Beispiel Abstriche bei den Rassestandards machen. Oder Sie nehmen eine Burma „Notfallkatze“ auf, die sich bestimmt auf ein neues Zuhause freuen wird.

Wenn Sie eine Burma bei einem Züchter kaufen, sollten Sie nicht nur auf den Gesundheitszustand der Tiere und auf ein gepflegtes Zuhause achten. Halten Sie auch Ausschau nach eventuellen Fehlern im Rassestandard. Dazu zählen bei Burma-Katzen:    

  • Orientalische Augenform
  • Auffallender Nasenbuckel
  • Mehr blaue als gelbe Pigmentierung der Augen
  • Deutliche Streifen
  • Zu viele weiße Haare

Die vollständige Liste der möglichen Fehler im Rassestandard der Burma können Sie auf der Internetseite der FIFé (Fédération Internationale Féline) nachlesen.

Damit Ihre Burma einen guten Start hat, haben wir für Sie viele gute Tipps in unserem Ernährungs-Ratgeber.

Züchter der Burma-Katze

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