Puggle

Ein Puggle ist eine Kreuzung aus Mops und Beagle. Da die beiden Rassen recht unterschiedlich sind, kann ein Puggle hinsichtlich Aussehen und Charakter recht unterschiedlich ausfallen.

Steckbrief Puggle

 USA
  30 - 45 cm
 8 - 20 kg
 12 - 14 Jahre
 beige, schwarz, schwarz-braun
 kurz, glatt
 ausdauernd, fröhlich, menschenbezogen
 mittel
 mittel
 mittel
 Puggle kosten 600 - 800 Euro

Puggle – Rassebeschreibung

Der Puggle ist eine Kreuzung aus Mops (englisch "pug") und Beagle. Es handelt sich bei ihm um einen relativ kleinen Hund, den es in den verschiedensten Farben gibt. Die häufigste ist beige mit schwarzer Maske. Je nach Kreuzung bzw. Rückkreuzung gibt es ihn auch in schwarz, schwarz-braun, "rot" oder mehrfarbig. Sein Fell ist immer kurz und glatt, denn darin unterscheiden sich die beiden Ausgangsrassen kaum. Bezüglich Größe und Aussehen gibt es dagegen relativ deutliche Abweichungen, je nachdem, welche Gene sich bei dem jeweiligen Welpen durchsetzen. Das Gesicht erinnert fast immer an einen Mops, ist jedoch bei weitem nicht so flach, was gesundheitliche Vorteile mit sich bringt.

Charakter und Wesen des Puggle

Das Zuchtziel für den Puggle ist ein umgänglicher, gesunder Hund für die ganze Familie. Im günstigsten Fall kommt ein Puggle heraus, der freundlich, menschenbezogen, nicht bellfreudig und ohne Jagdtrieb ist. Es kann aber auch genauso gut sein, dass Sie einen Puggel erhalten, der häufig bellt, ständig auf Abwewegen ist, Erbkrankheiten in sich trägt und äußerst erziehungsresistent ist. Der Züchter kann zwar durch die Auswahl und Aufzucht der Hunde auf einige Punkte einwirken, nichts desto trotz ist eine Verbindung mit zwei so unterschiedlichen Hunderassen immer ein gewisses Überraschungspaket. Verläuft alles normal, ist er sowohl als Anfängerhund geeignet wie auch ein idealer Spielkamerad für Kinder.

Ursprung und Geschichte

Puggles nehmen an Beliebtheit in Deutschland immer weiter zu. In Amerika ist das schon längst der Fall, denn von dort stammen sie. Der Hundezüchter Wallace Havens experimentierte seit 1980 mit vielerlei Rassen und verdiente sich damit eine goldene Nase. Zu Hochzeiten soll er über 1000 Hunde auf seinem Areal untergebracht haben. Im Jahr 2008 übernahm die Wisconsin Humane Society die Zuchtanlage.

Auch wenn der Ursprung des Puggles etwas ernüchternd ist, so ist aus der Verpaarung dennoch eine interessante Rasse hervorgegangen, die von einigen Vereinen in Amerika anerkannt ist, nicht aber in Deutschland oder von der FCI, dem größten kynologischen Dachverband. Dementsprechend gibt es in Deutschland weder einen verbindlichen Rassestandard noch einen Verein, sondern lediglich vereinzelte Züchter.

Bei der Zucht des Puggle gibt es folgende Verpaarungsmöglichkeiten:

  • Mops & Beagle
  • Mops & Puggle
  • Beagle & Puggle
  • Puggle & Puggle

Der Unterschied zu einem Mischling ist beim Puggle und anderen Hybridhunden wie z.B. dem Labradoodle, Goldendoodle, Maltipoo und Cockapoo, dass die Zucht nicht dem Zufall überlassen wird, sondern die Auswahl der Hunde (bei einem verantwortungsvollen Züchter) sehr genau vorgenommen wird. Das bringt den Vorteil mit sich, dass das Auftreten erblicher Erkrankungen innerhalb der jeweiligen Rasse vermindert werden kann. Eine Garantie ist das aber nicht. Ebenso gut können die Welpen eine Veranlagung für typische Augenkrankheiten des Mops und eine Fehlstellung der Hüfte durch den Beagle aufweisen.

Gezüchtet wird zumeist mit einer Beagle-Hündin und einem Mops-Rüden. Das hat mehrere Gründe: Mops-Hündinnen gebären nicht immer problemlos und können mit ihren kurzen Schnauzen die Welpen weniger gut versorgen. Außerdem könnten für sie die Welpen zu groß sein und sie müssten per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden.

Die Haltung

Die Haltung eines Puggles ist relativ unkompliziert. Vorteil ihrer geringen Größe ist es, dass sie auch leicht in einer Stadtwohnung gehalten werden können. Selbstverständlich benötigen sie täglich Spaziergänge – in welchem Umfang, hängt von ihrer Veranlagung ab. Ein Mops ist zwar quirlig, ihm genügen aber kleine Runden. Ein Beagle hat dagegen eine Menge Energie, die er auf großen Runden ausleben möchte. Ebenso unterschiedlich verhält es sich bezüglich einer Empfehlung, ob er ein ruhiger Zeitgenosse ist, der bedenkenlos in einer Mietwohnung gehalten werden kann. Im Durchschnitt neigt der Puggle eher dazu, dass er recht bellfreudig ist. Warum Hunde bellen, dafür gibt es viele Gründe.


Bezüglich der Ernährung sollten die allgemeinen Grundregeln beachtet werden. Da beide Ausgangsrassen zu großem Appetit und dementsprechend Übergewicht neigen, sollte mit Leckerli nicht zu großzügig umgegangen werden.

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Die Erziehung des Puggle

Auch ein kleiner Hund muss erzogen werden, das gilt besonders für den Puggle, denn man weiß nie, was sich in ihm verbirgt. Die Gegensätze der Ausgangsrassen sind so groß, dass von einer kinderleichten bis zu einer recht umfangreichen Erziehung alle Möglichkeiten gegeben sind. Um darauf gewappnet zu sein, dass man vielleicht einen Puggle aufgenommen hat, in dem eine ordentliche Portion Jagdinstinkt steckt, sollte die Erziehung unbedingt vom Welpenalter an ernst genommen werden und konsequent durchgezogen werden. Ansonsten kann es einem passieren, dass der Puggle einem auf der Nase herumtanzt und macht was er will. Wer Neuhundebesitzer ist, sollte auf alle Fälle eine Hundeschule besuchen.


Pflege eines Puggle

Einer der wenigen Punkte, wo sich Mops und Beagle nicht signifikant unterscheiden, ist die Fellpflege. Ihr kurzes Fell ist nicht besonders pflegeintensiv. Es sollte dennoch regelmäßig mit einer weichen Bürste oder einem Noppenhandschuh gepflegt werden. Dann bleibt es nicht nur sauber und glänzt schön, sondern es werden dabei auch abgestorbene Haare entfernt. Da manche Puggles beinahe das ganze Jahr über zu haaren scheinen und die kurzen Haare recht widerspenstig sind, tut man nicht nur dem Hund, sondern vor allem auch sich und seiner Wohnung einen Gefallen.

Krankheiten beim Puggle

Eine Kreuzung der beiden Rassen ist immer mit einem gewissen Risiko behaftet. Im schlechtesten Fall könnten Sie einen Puggle erhalten, der Probleme mit den Augen und der Atmung aufweist, ebenso Hautprobleme besitzt und darüber hinaus auch noch an Hüftgelenksdysplasie leidet. Ebenso gut kann er von allem verschont sein. Hauptaugenmerk sollte bei der Zucht auf eine vernünftige Länge des Rückens, der Beine, des Halses und der Schnauze gelegt werden. Gerade bezüglich Atembeschwerden hat der Puggle mit seiner längeren Schnauze klare Vorteile gegenüber dem Mops.

Video vom Puggle

In diesem Video können Sie den Puggle bestaunen

Puggle-Welpen kaufen

Wenn Sie einen Puggle kaufen möchten, gibt es keine Vereine wie es bei Rassehunden der Fall ist. Denn der Puggle ist in Deutschland keine anerkannte Rasse. Da es sich bei ihm aber um keinen „normalen“ Mischling handelt, haben Sie die Möglichkeit, sich die Zuchtpapiere der Elterntiere zeigen zu lassen und welche medizinischen Vorkehrungen (Impfungen) bereits unternommen wurden. Vor allem aber ist wichtig, dass Sie weder einen Spontankauf tätigen, noch einen Welpen ungesehen über das Internet kaufen. Egal wie weit der Weg ist, nehmen Sie den Weg zum Züchter in Kauf, schauen Sie sich die Zucht in aller Ruhe an und machen Sie sich ein Bild vor Ort. Sie sollten einen guten Eindruck haben und das Gefühl, dass alle Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet werden. Erst dann sollten Sie sich dazu entschließen, einen Puggle zu kaufen. Im Allgemeinen kostet er zwischen 600 und 800 Euro.

Tipp: Bevor Sie einen Hund kaufen, sollten Sie sich diese 15 Fragen stellen.

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