Cockapoo

Der Cockapoo ist eine Kreuzung aus Cocker Spaniel und Pudel. Die Rasse ist nicht offiziell anerkannt, nimmt aber an Popularität stetig zu.

Steckbrief Cockapoo

Cockerpoo, Spoodle
 USA
 25 - 45 cm
 3 - 10 kg
 13 - 16 Jahre
 von weiß, über rot und braun bis schwarz
 mittellang, leicht gelockt
 liebenswert, gelehrig
 mittel
 mittel
 leicht
 Cockapoos kosten 800 - 1200 Euro

Cockapoo – Rassebeschreibung

Der Cockapoo ist eine Kreuzung aus American oder English Cocker Spaniel mit einen Pudel. Es handelt sich bei ihm um einen Hund von kleiner bis mittlerer Größe, den es in den verschiedensten Farben gibt. Je nach Kreuzung bzw. Rückkreuzung kommt er unter anderem in weiß, silber, beige, apricot, rot, braun und schwarz vor. Es gibt ihn sowohl einfarbig wie auch mehrfarbig. Je nachdem, mit welcher Variante des Pudels gezüchtet wird (Toy-Pudel, Zwergpudel), können recht unterschiedlich große Cockapoos entstehen. Ähnliches gilt für sein Fell, das nur leicht gewellt, aber auch relativ stark gelockt sein kann. Eine allgemeine Aussage, dass er grundsätzlich für Allergiker geeignet ist, kann man nicht machen. Er besitzt jedoch gute Voraussetzungen, die individuell geprüft werden müssen.

Charakter und Wesen des Cockapoo

Das Zuchtziel für den Cockapoo ist ein gesunder, liebenswerter, gelehriger und aktiver Hund. Aufgrund seiner überschaubaren Größe, seiner freundlichen Art und der leichten Erziehung ist er grundsätzlich sowohl als Anfängerhund geeignet wie auch ein idealer Kamerad für Kinder. Er ist kein großer Kläffer und hat im Allgemeinen keinen übermäßigen Jagdtrieb, außer das urtümliche Wesen des Cocker Spaniels als Stöberhund setzt sich einmal etwas stärker durch. Aufgrund seiner Gelehrigkeit, für die Pudel bekannt sind, kann man ihm das aber recht gut abtrainieren. Cockapoos sind sehr anpassungsfähig: Sie eignen sich sowohl für das Leben in der Stadt wie auch auf dem Land. Ihre liebevolle Art und geringe Größe sind zudem gute Voraussetzungen, sie als Therapiehund einzusetzen.

Ursprung und Geschichte

Cockapoos nehmen an Beliebtheit in Deutschland immer mehr zu. In Amerika ist das schon länger der Fall, denn von dort stammen sie. Erste Kreuzungen gab es wohl schon in den 50er Jahren, eine schriftliche Erwähnung fand der Cockapoo im Jahr 1960 im Oxford English Dictionary. Zum reinrassigen Hund hat er es dennoch bis heute nicht geschafft, aber in England gilt er inzwischen als der populärste Hybridhund, noch vor dem Labradoodle.

Bei der Zucht des Cockapoos gibt es folgende Verpaarungsmöglichkeiten:

  • Cocker Spaniel & Pudel
  • Cocker Spaniel & Cockapoo
  • Pudel & Cockapoo
  • Cockapoo & Cockapoo

Der Unterschied zu einem Mischling ist beim Cockapoo und anderen Hybridhunden wie z.B. dem Goldendoodle, Maltipoo und Puggle, dass die Zucht nicht dem Zufall überlassen wird, sondern die Auswahl der Hunde (bei einem verantwortungsvollen Züchter) sehr genau vorgenommen wird. Das bringt den Vorteil mit sich, dass das Auftreten erblicher Erkrankungen innerhalb der jeweiligen Rasse vermindert werden kann. Eine Garantie ist das aber nicht. Unerfahrene oder leichtsinnige Züchter könnten es mit den genetischen Voruntersuchungen nicht so ernst nehmen und dadurch die Wahrscheinlichkeit von Erbkrankheiten erhöhen.

Beim Cockapoo gibt es 4 verschiedene Größen::

  • Teacup Cockapoo: 2 - 3 kg / 20 - 30 cm
  • Toy Cockerpoo: 5 - 6 kg | 25 - 35 cm
  • Mini bzw. Zerg Cockapoo: 6 - 9 kg / 30 - 40 cm
  • Maxi Cockapoo: 8 - 14 kg / 35 - 45 cm

Die Größe hängt hauptsächlich mit der Wahl des Pudels zusammen (Toy-Pudel: 24 - 28 cm; Zwergpudel: 28 - 35 cm Schulterhöhe).

 

Die Haltung

Die Haltung eines Cockapoo ist relativ unkompliziert. Vorteil ihrer geringen Größe ist, dass sie leicht überall mitgenommen werden können. Selbstverständlich benötigen sie täglich Spaziergänge – denn sie gelten als relativ aktiv. Dementsprechend sind sie auch für vielerlei Hundesportarten zu begeistern. Schauen Sie, welche Veranlagungen Ihr Cockapoo hat und wählen Sie den passenden Sport wie zum Beispiel Agility, Dogdance oder Obedience aus. Vielleicht ist er auch ein guter Fährtensucher oder liebt das Apportieren. Hauptsache er wird nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert.

Bezüglich der Ernährung sollten die allgemeinen Grundregeln beachtet werden. Eine besondere Anfälligkeit ist nicht bekannt.

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Die Erziehung des Cockapoo

Auch ein kleiner Hund muss erzogen werden, sonst tanzt er einem bald auf der Nase herum. Aber das schöne am Cockapoo ist, dass die Erziehung relativ einfach ist. Er macht es einem nicht unnötig schwer. Dennoch ist eine gewisse Konsequenz von Anfang an notwendig, um später einen umgänglichen Hund an seiner Seite zu haben. Am besten beginnen Sie mit ersten kleinen Erziehungsübungen bereits kurz nachdem der Welpe bei Ihnen eingezogen ist. Allgemeine Erziehungstipps finden Sie in unserem Erziehungs-Ratgeber. 


Pflege eines Cockerpoos

Das Fell des Cockerpoos variiert von Hund zu Hund. Dementsprechend kann auch die Fellpflege etwas unterschiedlich ausfallen. Die Veranlagung des Pudels bringt mit sich, dass er kaum Fell verliert. Was aber nicht bedeutet, dass er keine Fellpflege benötigt! Im Gegenteil: Aufgrund des relativ langen Haars ist regelmäßige Kämmen notwendig, um Verfilzungen zu vermeiden. Darüber hinaus sollte es auch in gewissen Abständen geschnitten werden. Entscheiden Sie selbst, ob Sie zur Schere greifen möchten oder einem Hundefriseur die Aufgabe übertragen.

Krankheiten beim Cockapoo

Die Kreuzung zweier Rassen kann das Risiko von erblich bedingten Krankheiten minimieren. Eine Garantie ist dies jedoch nicht! Glücklicherweise sind beide Rassen nicht überzüchtet und grundsätzlich recht gesund, was auch für den Cockapoo gilt. Die meisten werden sehr alt und erreichen ein Alter von über 15 Jahren. Ein Risiko besteht – vor allem bei kleinen Exemplaren – hinsichtlich einer Patellaluxation. Dabei springt die Kniescheibe des Hundes aus seiner natürlichen Position und beeinträchtigt erheblich die Fortbewegung. Eine gewisse Häufigkeit tritt auch bezüglich verschiedener Augenkrankheiten auf. Zudem sollten Sie die Ohren des Cockapoo im Auge behalten. Um einer Infektion vorzubeugen, sollten sie immer sauber und trocken sein.

Video vom Cockapoo

Leider gibt es zur Zeit nur ein gutes Video in englischer Sprache

Cockerpoo-Welpen kaufen

Wenn Sie einen Cockerpoo kaufen möchten, können Sie sich nicht an einen Verein wenden, wie es bei Rassehunden der Fall ist. Der Cockerpoo ist in Deutschland keine anerkannte Rasse. Da es sich bei ihm aber um keinen „normalen“ Mischling handelt, haben Sie die Möglichkeit, sich die Zuchtpapiere der Elterntiere zeigen zu lassen und welche medizinischen Vorkehrungen (Impfungen) bereits vorgenommen wurden. Vor allem aber ist wichtig, dass Sie weder einen Spontankauf tätigen, noch einen Welpen ungesehen über das Internet kaufen. Egal wie weit der Weg ist, nehmen Sie den Weg zum Züchter in Kauf, schauen Sie sich die Zucht in aller Ruhe an und machen Sie sich ein Bild vor Ort. Sie sollten einen guten Eindruck haben und das Gefühl, dass alle Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet werden. Erst dann sollten Sie sich dazu entschließen, einen Cockerpoo zu kaufen. Im Allgemeinen kostet er zwischen 800 und 1200 Euro.

Tipp: Bevor Sie einen Hund kaufen, sollten Sie sich diese 15 Fragen stellen.

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