Warum bellen Hunde?

Nur in den seltensten Fällen bedeutet Bellen, dass ein Hund aggressiv ist. Es gibt viele andere Gründe, warum Hunde bellen. Hier einige Beispiele.

Der Hund bellt, weil er Aufmerksamkeit möchte

Möchte der Hund von seinen Menschen oder anderen Hunden beachtet werden, bellt er nur ein oder zwei Mal und das Bellen klingt sehr fordernd und in höhrerer Tonlage.  Um sicher zu gehen, dass er auch Erfolg hat, schaut er immer wieder zu seinem Menschen bzw. dem anderen Hund und macht sein weiteres Verhalten von der Reaktion seines Gegenübers abhängig.

Der Hund bellt, um zu Warnen oder zu Drohen 

Fühlt sich der Hund gestört oder mag er jemanden nicht, möchte er diesen Menschen oder auch anderen Hund auf Abstand halten. Wird seine Warnung ignoriert, kann der Hund auch angreifen. Das Bellen klingt sehr tief und kehlig und der Hund bellt oft nur wenige Male und hört, kurz bevor er wirklich angreift, mit dem Bellen auf. 

Der Hund bewacht ein Grundstück, ein Spielzeug oder Futter

Befindet sich der Hund in seinem zu Hause, also im Haus oder Garten, teilt er seiner Familie zuerst durch ein leises Warnwuffen mit, dass er „einen verdächtigen Eindringling“ gesichtet hat und fordert Unterstützung an, damit er der Bedrohung nicht alleine entgegentreten muss. Dem Wuffen folgt ein monotones Bellen, das aus mehreren kurzen Bellauten besteht und immer wieder durch ein warnendes Knurren unterbrochen wird. Auch dann, wenn der Hund eine wertvolle Ressource hat, die er mit niemandem teilen möchte, warnt er erst einmal mit einem leisen Wuffen und geht dann in ein drohendes Bellen über.

Gefällt euch diese Seite? Wir würde uns freuen, wenn ihr sie in Facebook & Co. teilt.

Der Hund möchte spielen und fordert dazu auf

Dauert es wieder einmal viel zu lange bis ein Spiel beginnt, versucht der Hund seinen auserwählten Spielpartner mit einigen wenigen kurzen und hohen Belllauten, zu einem Spiel zu bewegen. Zusätzlich zum Bellen hüpft der Hund animierend um seinen Spielpartner herum und berührt ihn eventuell auch immer wieder leicht mit der Schnauze. 

Der Hund bellt, weil jemand aufgeregt ist oder sich freut

Je größer die Aufregung oder Freude des Hundes, desto wahrscheinlicher wird es, dass er anfängt zu bellen. Das Bellen ist sehr schrill und hoch und wird – wenn überhaupt – nur von sehr kurzen Pausen unterbrochen. Beispiele für solche Situationen sind ein Spiel mit dem Hundekumpel, die Vorbereitung von Futter oder die letzten Meter im Auto, bevor ein Spaziergang beginnt. 

Der Hund bellt, weil er unter großem Stress steht

Auch Stress ist eine Form von Aufregung und entsprechend hoch und schrill klingt dieses Bellen. Rein akustisch ist es am Anfang von einem Freudenbellen nur sehr schwer zu unterscheiden. Wächst der Stress, verschwinden die Pausen ganz und aus dem Bellen wird ein regelrechtes Schreien.

Der Hund bellt, weil er Angst hat oder sich erschrocken hat

Erschrickt der Hund, weil z. B. ein fremder Mensch bedrohlich auf ihn zu kommt, bellt er alarmierend und das Ganze hört sich in etwa an, als würde ein Maschinengewehr abgefeuert. Die Töne klingen sehr hoch und schrill und es sind immer weniger Pausen erkennbar, je größer die Angst wird. Kommt die Bedrohung zu nahe und kann der Hund nicht ausweichen, kann das Bellen entweder in ein Schreien übergehen, oder aber immer tiefer und damit drohender werden.  

Der Hund bellt, weil er alleine zu Hause ist

Hier finden wir das typische „Kläffen“. Das bedeutet, der Hund bellt ohne „Punkt und Komma“ häufig auch stundenlang ohne Unterbrechung. Das Bellen klingt sehr hoch und schrill und kann in ein Heulen übergehen bzw. von Heullauten unterbrochen werden. 

Der Hund bellt, weil er ein Wildtier hetzt

Der Fachausdruck für dieses Jagdbellen lautet „Geläut“. Jede Jagdhunderasse hat hier ihre ganz eigene Art zu bellen und dieses wurde und wird durch die Zucht gezielt gefördert und beibehalten.